Kostenlos, ohne Anmeldung

Digitale Produkte auf Etsy verkaufen: in 20 Kapiteln zum eigenen Shop

Eine Datei baust Du einmal und verkaufst sie beliebig oft. Der komplette Weg vom ersten Gedanken bis zum laufenden Shop: welche Dateien gefragt sind, wie Du sie in Canva und Photoshop baust, wie die Auslieferung abläuft und warum bei digitalen Artikeln umsatzsteuerlich Etsy verkauft und nicht Du. Ohne Konto, ohne Bezahlschranke, ohne Countdown auf der Bestellseite.

20Kapitel
11,7 Wo.bei 1 Std. am Tag
0 €Kosten
5Bereiche
Zum Kurs

Wann bist Du durch?

Das entscheidest Du ganz allein. Je mehr Stunden Du pro Tag aufbringen kannst, desto schneller hast Du den gesamten Kurs bearbeitet. Wähle aus dem Dropdown die tägliche Stundenzahl, und Du siehst sofort, wann Dein Shop startklar ist.

Dann bist Du in 82 Tagen durch, das sind rund 11,7 Wochen.

KapitelArbeitDauer
Grundlagen und Entscheidung14,1 Std.15 Tage
1Was digitale Produkte auf Etsy sind, und was Etsy erlaubt3,4 Std.4 Tage
2Die Wirtschaftlichkeit: warum die Marge alles verändert3,5 Std.4 Tage
3Welche digitalen Produkte gefragt sind3,6 Std.4 Tage
4Nische, Zielgruppe und Positionierung3,6 Std.4 Tage
Steuern und Recht, bevor der erste Verkauf kommt12,6 Std.13 Tage
5Gewerbe, Kleinunternehmer, Steuernummerdazu bis zu 14 Tage Wartezeit: Gewerbeschein und Steuernummer vom Finanzamt4 Std.4 Tage
6Umsatzsteuer: warum bei digitalen Produkten Etsy verkauft, nicht Du4,6 Std.5 Tage
7Internationale Verkäufe, OSS und die Grenzfälle4 Std.4 Tage
Das Produkt bauen20,6 Std.21 Tage
8Dateiformate und Aufbau3,9 Std.4 Tage
9Gestaltung in Canva4,3 Std.5 Tage
10Gestaltung in Photoshop und Affinity4,3 Std.5 Tage
11Bearbeitbare Vorlagen richtig ausliefern4,2 Std.5 Tage
12Die Anleitung und der erste Eindruck nach dem Kauf3,8 Std.4 Tage
Gefunden werden16,8 Std.17 Tage
13Wie Etsys Suche bei digitalen Produkten arbeitet4 Std.4 Tage
14Suchbegriffe recherchieren4,3 Std.5 Tage
15Das Listing aufbauen4,3 Std.5 Tage
16Listingbilder für digitale Produkte4,1 Std.5 Tage
Auslieferung, Technik und Betrieb17,7 Std.18 Tage
17Der Bestellablauf und was der Käufer bekommt4,1 Std.5 Tage
18Dateien ablegen, Downloads absichern, Aktualisierungen4,8 Std.5 Tage
19Automatisierung und Werkzeuge4,1 Std.5 Tage
20Buchhaltung, Zahlen und Skalierung4,8 Std.5 Tage
Zusammen82 Std.82 Tagerund 11,7 Wochen
Wartezeit ist keine Arbeitszeit. An zwei Stellen wartest Du auf andere: auf das Gewerbeamt und auf die Steuernummer vom Finanzamt. Das läuft nebenher, während Du am nächsten Kapitel arbeitest, und verlängert den Kurs deshalb nicht um die Summe dieser Tage. Nur wenn Du in Kapitel fünf stehen bleibst und auf den Gewerbeschein wartest, kostet Dich das bis zu 14 Tage. Mach in der Zeit einfach weiter, Dein erstes Produkt kannst Du längst bauen.

Es gibt kaum ein Geschäftsmodell, über das im Internet mehr Unsinn geschrieben wird als über digitale Produkte. „Passives Einkommen”, „einmal bauen, für immer verdienen”, „meine Vorlage verkauft sich, während ich schlafe”. Die Screenshots mit den Umsatzkurven stammen dabei fast immer von Leuten, die ihr Geld nicht mit digitalen Produkten verdienen, sondern mit Kursen über digitale Produkte.

Dieser Kurs ist kostenlos. Kein Konto, keine E-Mail-Adresse, keine Zahlungsdaten, keine Bezahlschranke nach Kapitel drei. Du klickst auf den Knopf und liest los.

Der Grund dafür ist unspektakulär: Ich verdiene mein Geld mit eigenen Etsy Shops und muss daher nicht den Menschen, die gerade erst mit Etsy starten wollen, einen teuren Kurs verkaufen. Basiswissen sollte niemals kostenpflichtig sein. Wenn es später an ganz spezielles Fachwissen zu Microthemen geht, sieht das natürlich anders aus. Und wer den Kurs durchzieht und nie wieder von mir hört, hat trotzdem einen funktionierenden Shop. Das ist ein Geschäftsmodell, mit dem ich gut leben kann.

Was an digitalen Produkten wirklich anders ist

Bei einem physischen Produkt kaufst Du ein, verpackst, verschickst und rechnest mit Rücksendungen. Bei einer Datei fällt das alles weg. Was übrig bleibt, sind zwei Dinge, die dafür umso schwerer wiegen.

Die Marge ist fast vollständig. Von acht Euro Verkaufspreis bleiben nach Etsys Gebühren knapp sieben. Keine Herstellkosten, kein Porto, kein Lager. Das klingt großartig, bis man ausrechnet, wie viele Verkäufe zu acht Euro nötig sind, um von einem Nebeneinkommen zu sprechen.

Und die Umsatzsteuer läuft völlig anders. Das ist der Punkt, an dem fast jeder Ratgeber im Netz danebenliegt, und es ist der Grund, warum der Steuerteil in diesem Kurs früh kommt und nicht als Anhang. Bei einer Datei, die Etsy automatisch ausliefert, gilt umsatzsteuerlich Etsy als Verkäufer, nicht Du. Etsy kauft die Datei bei Dir und verkauft sie im eigenen Namen weiter. Dein Umsatz ist damit eine Leistung an ein irisches Unternehmen, nicht an die Käuferin in München.

Daran hängt alles Weitere: wie Du Deine Belege ablegst, ob die Kleinunternehmerregelung überhaupt etwas bringt, ob Du eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer brauchst, ob eine Zusammenfassende Meldung fällig wird. Wer das erst nach fünfzig Verkäufen liest, hat fünfzig Belege falsch abgelegt.

Warum die meisten Shops mit digitalen Produkten nichts einbringen

Am Produkt liegt es selten. Die Dateien in diesen Shops sind meistens ordentlich gemacht. Es sind drei andere Gründe.

Der Markt ist voll, aber ungleichmäßig voll. „Budget Planer” ist zu. „Haushaltsbuch für Paare mit getrennten Konten” ist es nicht. Wer die Nische zu weit fasst, konkurriert mit zehntausend Listings, die alle dasselbe zeigen.

Der Preis wird zu niedrig angesetzt. Aus der Angst, ohne Gegenwert Geld zu verlangen, entsteht ein Produkt für 2,49 Euro. Nach Etsys Gebühren bleiben davon etwa 1,60. Selbst bei zweihundert Verkäufen im Monat ist das kein Geschäft, sondern ein Hobby mit Buchhaltungspflicht.

Und es bleibt bei fünf Listings. Digitale Produkte funktionieren über Menge. Nicht über hundert lieblose Varianten derselben Datei, sondern über eine Bandbreite, die eine Zielgruppe vollständig bedient. Wie viele es wirklich braucht, steht in Kapitel zwei, mit einer Rechnung statt einer Behauptung.

Was in diesem Kurs steht

Zwanzig Kapitel, die Dich von der Frage „Lohnt sich das für mich?” bis zu einem Shop mit fertigen, verkaufsbereiten Listings führen. In der Reihenfolge, in der die Entscheidungen tatsächlich anfallen, nicht in der Reihenfolge, in der sie sich gut erzählen lassen.

Der Kurs behandelt die Etsy-Mechanik bei digitalen Artikeln, also die technischen Grenzen, die Suche und die Frage, was Du überhaupt verkaufen darfst. Er geht die gefragten Produktarten einzeln durch, mit Preisspannen und einer ehrlichen Einschätzung, wie voll die jeweilige Nische ist. Er zeigt die Gestaltung in Canva und in Photoshop, Schritt für Schritt, einschließlich der Lizenzfragen, die viele erst nach dem hundertsten Verkauf bemerken.

Er erklärt den Bestellablauf vollständig: was der Käufer wirklich bekommt, wo es hakt, und die Entscheidung zwischen der Datei direkt bei Etsy und einem PDF mit Downloadlink auf Deinen eigenen Speicher. Beides hat Vor- und Nachteile, beides hat Grenzen in Etsys Regeln, und die eine Variante spart Dir später Stunden, wenn Du eine Datei korrigieren musst, die in dreißig Listings steckt.

Und er behandelt die steuerliche Seite in drei eigenen Kapiteln, mit Fundstellen statt Faustregeln.

Die zwanzig Kapitel

Der Kurs gliedert sich in fünf Bereiche. Die vollständige Liste mit allen zweihundert Abschnitten findest Du auf der Kapitelübersicht.

Grundlagen und Entscheidung. Was Etsy erlaubt, was das Modell wirtschaftlich hergibt, welche Produktarten gefragt sind und wie Du Deine Nische so eng schneidest, dass sie trägt.

Steuern und Recht, bevor der erste Verkauf kommt. Anmeldung, Kleinunternehmerfrage, und das Kapitel über die Umsatzsteuer bei digitalen Produkten, das diesen Kurs vom Rest unterscheidet. Dazu internationale Verkäufe und die Grenzfälle.

Das Produkt bauen. Dateiformate und Aufbau, Gestaltung in Canva, Gestaltung in Photoshop und Affinity, bearbeitbare Vorlagen und die Anleitung, die mitgeliefert wird.

Gefunden werden. Wie Etsys Suche bei digitalen Artikeln arbeitet, wie Du Suchbegriffe mit echten Zahlen recherchierst, wie das Listing aufgebaut wird und wie Du ein Produkt fotografierst, das es gar nicht gibt.

Auslieferung, Technik und Betrieb. Der Bestellablauf, die Ablage der Dateien, die Absicherung der Downloads, Automatisierung, Werkzeuge und die Buchhaltung mit Billbee oder Lexware.

Was digitale Produkte tatsächlich einbringen

Die ehrliche Antwort lautet: sehr unterschiedlich, und am Anfang wenig.

Ein einzelnes Produkt zu acht Euro, das sich dreimal im Monat verkauft, bringt rund zwanzig Euro Gewinn. Das ist kein Fehler im Modell, das ist der Normalfall für ein einzelnes Listing. Die Rechnung geht erst auf, wenn viele solcher Listings nebeneinander laufen und ein Teil davon deutlich besser läuft als der Durchschnitt.

Wer vierzig gute Listings hat, von denen fünf tragen, landet je nach Nische im niedrigen dreistelligen Bereich im Monat. Wer zweihundert hat und die Bestseller konsequent ausbaut, kann davon leben. Der Weg dorthin dauert typischerweise ein bis zwei Jahre und besteht überwiegend aus Arbeit, die niemand sieht.

Was den Unterschied macht, ist nicht Talent, sondern ob jemand nach den ersten drei Monaten ohne nennenswerte Verkäufe weitermacht. Genau dort hören die meisten auf.

Ein realistischer Zeitplan

Der Kurs umfasst rund achtzig Stunden Bearbeitungszeit, wenn Du die Aufgaben mitmachst. Bei einer Stunde am Tag sind das etwa zwölf Wochen. Das klingt nach viel für einen kostenlosen Kurs, und das ist es auch. Es ist aber die Zeit, die das Thema tatsächlich braucht, wenn man es einmal richtig machen will statt dreimal falsch.

Du musst den Kurs nicht am Stück durcharbeiten. Nach Kapitel vier steht Deine Nische, nach Kapitel zwölf hast Du ein verkaufsfertiges Produkt, nach Kapitel sechzehn steht Dein erstes Listing. Alles danach macht aus einem Listing einen Shop.

Für wen dieser Kurs gemacht ist

Für Menschen, die etwas gestalten können oder es lernen wollen, und die bereit sind, ein Geschäft aufzubauen statt einen Trick anzuwenden.

Er ist richtig für Dich, wenn Du bei null anfängst und wissen willst, in welcher Reihenfolge die Entscheidungen kommen. Er ist auch richtig, wenn Du bereits ein paar Listings online hast und nicht verstehst, warum nichts passiert.

Er ist falsch für Dich, wenn Du eine Abkürzung suchst. Es gibt keine. Und er ist falsch, wenn Du fertige Vorlagen einkaufen und unverändert weiterverkaufen willst: Das ist auf Etsy untersagt, und Kapitel eins erklärt, warum die Lizenz des Verkäufers daran nichts ändert.

Wie sich das von Print on Demand unterscheidet

Beides sind Wege, ohne Lager auf Etsy zu verkaufen, und beide werden gern in einen Topf geworfen. Sie unterscheiden sich in drei Punkten grundlegend.

Beim Geld. Print on Demand hat Herstellkosten und dünne Margen, dafür höhere Stückpreise. Digitale Produkte haben fast keine Kosten, dafür niedrige Stückpreise und mehr Wettbewerb.

Beim Aufwand nach dem Verkauf. Ein Shirt wird gedruckt, versandt, manchmal reklamiert. Eine Datei wird heruntergeladen. Dafür bekommst Du Rückfragen, die es bei einem Shirt nicht gibt: Wie öffne ich das, warum sieht der Ausdruck anders aus, wo ist mein Link.

Und bei der Steuer. Bei Print on Demand verkaufst Du an den Kunden. Bei einer automatisch ausgelieferten Datei verkauft Etsy, und Du verkaufst an Etsy. Das ist kein Detail, das ist ein anderer Vorgang.

Wenn Du beides erwägst, lies zuerst Kapitel zwei hier und danach die entsprechenden Kapitel im Print-on-Demand-Kurs. Danach weißt Du, welches der beiden Modelle zu Deiner Situation passt.

Was Du brauchst, bevor Du anfängst

Weniger, als Du denkst. Einen Rechner, einen Browser, ein kostenloses Canva-Konto. Alles andere entsteht im Kurs.

Was Du nicht brauchst: Photoshop, ein Grafikstudium, ein Startkapital, eine Kamera. Wo bezahlte Werkzeuge tatsächlich Zeit sparen, steht das im Kurs dabei, mit Preis und mit der Frage, ab wann sie sich rechnen.

Was Du am Ende hast

Einen angemeldeten Shop mit einer klar geschnittenen Nische. Mindestens ein fertiges, technisch geprüftes Produkt mit vollständiger Bildstrecke und einem Listing, das auf recherchierten Suchbegriffen steht. Eine Ablage für Deine Dateien, die einen Ausfall übersteht. Und eine Buchhaltung, die von Anfang an so aufgesetzt ist, dass Dein Steuerberater sie versteht.

Dazu ein Verständnis dafür, welche Zahl Dir sagt, ob sich das lohnt, und wann Du ein Produkt aufgeben solltest.

Was dieser Kurs nicht ist

Kein Versprechen. Es steht nirgends eine Zahl, die Du „in 90 Tagen” erreichst, weil ich Deine Nische, Deine Gestaltung und Deine Ausdauer nicht kenne.

Keine Steuerberatung. Die steuerlichen Kapitel erklären die Mechanik und nennen die Fundstellen, damit Du Deinem Steuerberater die richtigen Fragen stellen kannst. Sie ersetzen ihn nicht, und bei digitalen Produkten wäre das besonders leichtsinnig.

Und keine Werkzeugliste gegen Provision. Wo ich ein Werkzeug empfehle, steht dabei, warum, und wo es Grenzen hat.

Häufige Fragen

Die wichtigsten Fragen zum Kurs, zum Modell und zu den steuerlichen Besonderheiten stehen weiter unten auf dieser Seite. Was dort nicht steht, findest Du im Etsy Wissensportal, und wenn auch das nicht hilft, schreib mir.

Genug gelesen?

Der Kurs fängt bei null an. Du brauchst nichts weiter als eine Viertelstunde für den ersten Abschnitt.

Zum Kurs