Kostenloser Etsy Kurs - In 10 Lektionen zum eigenen Etsy Shop

Etsy lernen in der Reihenfolge, in der die Entscheidungen aufeinander aufbauen. Jede Lektion endet mit einer Aufgabe, die Du an dem Tag erledigst. Am Ende steht kein Zertifikat, sondern ein Shop, der verkaufen kann.

  • Kostenlos ohne Bezahlschranke
  • Ohne Anmeldung, keine Mailadresse nötig
  • 10 Lektionen, rund 9 Stunden Arbeit

Die 10 Lektionen

  1. Was Du verkaufstEine schriftlich festgehaltene Produktentscheidung mit Zielgruppe und drei geprüften Startartikeln.45 Min.
  2. Anmeldung und SteuernEine Entscheidung zur Kleinunternehmerregelung und ein Termin oder ein abgeschickter Antrag für die Gewerbeanmeldung.60 Min.
  3. Shop eröffnenEin eröffneter Etsy Shop mit passendem Namen, korrekten Grundeinstellungen und hinterlegtem Zahlungskonto.50 Min.
  4. Das erste ListingEin vollständiges Listing als Entwurf, mit Titel, dreizehn Tags, Attributen und Beschreibung.60 Min.
  5. Preise kalkulierenEin durchgerechneter Preis je Startartikel, bei dem nach allen Gebühren etwas übrig bleibt.45 Min.
  6. ProduktfotosMindestens fünf verwendbare Fotos je Artikel, darunter ein Titelbild, das den Klick auslöst.90 Min.
  7. Versand einrichtenEin Versandprofil, das zu Deinen Artikeln passt, mit geprüften Portokosten und realistischer Bearbeitungszeit.50 Min.
  8. RechtstexteImpressum, Widerrufsbelehrung und Datenschutzhinweise sind im Shop hinterlegt und geprüft.60 Min.
  9. Live schaltenEin veröffentlichter Shop mit drei fertigen Listings und ein fester Termin, an dem Du die ersten Zahlen ansiehst.40 Min.
  10. Nach dem ersten VerkaufEin Ablauf für jede Bestellung, eine Monatsroutine für die Zahlen und ein Plan für die nächsten zehn Artikel.40 Min.

Die erste Lektion ist sofort offen. Jede weitere öffnet sich, sobald Du die Aufgabe davor abgehakt hast. Es prüft niemand nach, der Mechanismus soll nur verhindern, dass der Kurs gelesen statt gemacht wird.

Warum die Reihenfolge mehr entscheidet als das Wissen

Es fehlt niemandem an Informationen über Etsy. Es gibt Videos, Blogs, Gruppen, und auf dieser Seite selbst stehen über zweihundert ausführliche Beiträge. Trotzdem scheitern die meisten Shops nicht daran, dass etwas unbekannt war. Sie scheitern daran, dass Dinge in der falschen Reihenfolge passiert sind.

Ein typischer Ablauf sieht so aus: Jemand eröffnet an einem Abend einen Shop, weil das schnell geht und sich nach Fortschritt anfühlt. Dann werden Fotos gemacht. Dann fällt auf, dass der Shopname nicht zum Sortiment passt. Dann wird der Preis überschlagen und stellt sich als zu niedrig heraus, weil die Gebühren nicht eingerechnet waren. Dann kommt die Frage nach dem Gewerbe. Dann die Rechtstexte, meist nach der ersten Abmahnung oder der ersten schlaflosen Nacht.

Jeder einzelne dieser Schritte ist richtig. Nur die Reihenfolge kostet Wochen und manchmal Geld. Wer den Preis vor dem Foto kalkuliert, macht andere Fotos. Wer die Zielgruppe vor dem Shopnamen festlegt, braucht ihn nicht zu ändern. Wer die Rechtstexte vor dem ersten Verkauf hat, verkauft entspannter.

Genau deshalb gibt es diesen Kurs. Er enthält kein Wissen, das nicht auch anderswo stünde. Er sortiert es. Zehn Lektionen, jede mit einer Aufgabe, die Du an dem Tag erledigst, an dem Du sie liest. Am Ende steht kein Zertifikat, sondern ein Shop mit drei fertigen Artikeln, korrekten Preisen, eingerichtetem Versand und den Rechtstexten, die dazugehören.

Was dieser Etsy Kurs ist, und was er nicht ist

Er ist ein Arbeitsprogramm. Jede Lektion besteht aus drei Teilen:

  • Ein Text, den Du in zehn Minuten liest. Er erklärt, warum die Aufgabe so aussieht, wie sie aussieht, und woran man sie falsch macht.
  • Ein Arbeitsblatt als PDF, das Du ausdruckst und mit der Hand ausfüllst. Tabellen, Prüflisten, Rechenwege.
  • Eine Aufgabe in einzelnen Schritten, die Du abhakst. Erst wenn alle Schritte stehen, öffnet sich die nächste Lektion.

Die Aufgabe ist der eigentliche Kurs. Der Text ist nur die Begründung dafür.

Er ist kein Nachschlagewerk. Wenn Du eine einzelne Frage hast, etwa wie die Transaktionsgebühr berechnet wird oder was in die Widerrufsbelehrung gehört, bist Du im Wissensportal schneller. Dort steht jedes Thema für sich, ausführlicher als hier, und Du kannst gezielt hineinspringen. Der Kurs verlinkt an den passenden Stellen dorthin.

Er ist auch kein Videokurs. Das ist eine bewusste Entscheidung, keine Sparmaßnahme. Video ist gut, wenn man jemandem beim Klicken zusieht. Es ist schlecht, wenn man etwas nachschlagen, überspringen oder in fünf Minuten Pause weiterlesen will. Bei einem Programm, das über zwei Wochen läuft und bei dem man ständig zwischen Etsy und der Anleitung wechselt, ist Text praktischer. Du kannst ihn durchsuchen, kopieren und in Deinem Tempo lesen.

Und er ist kein Einstieg in ein Verkaufsgespräch. Es gibt hier nichts zu kaufen, keine Mailadresse abzugeben und kein Konto anzulegen. Warum das so ist, steht im nächsten Abschnitt.

Warum er nichts kostet und keine Anmeldung braucht

Die übliche Bauweise für so etwas wäre: kostenloser Kurs gegen Mailadresse, danach eine Kette von Nachrichten, an deren Ende ein Angebot steht. Das funktioniert, und es gibt gute Anbieter, die es so machen.

Hier läuft es anders, aus zwei Gründen. Der erste ist praktisch: Jede Hürde kostet Teilnehmer. Ein Anmeldeformular vor Lektion 1 sortiert einen erheblichen Teil derer aus, die den Kurs tatsächlich gebraucht hätten. Der zweite ist inhaltlich: Wer eine Mailadresse hinterlässt, erwartet danach etwas. Ich will an dieser Stelle aber nichts verkaufen, sondern zeigen, wie ich arbeite.

Dass es hier kostenpflichtige Angebote gibt, ist kein Geheimnis. Es gibt vier Praxisleitfäden und eine ausführliche Shopanalyse. Beides steht offen auf der Seite, und beides richtet sich an Leute, die weiter sind als am Ende dieses Kurses. Wenn der Kurs Dir hilft, weißt Du danach, ob das etwas für Dich ist. Wenn er Dir nicht hilft, hast Du nichts verloren außer Zeit, und ich habe kein Interesse daran, Dir in der Zwischenzeit Mails zu schicken.

Dein Fortschritt wird deshalb nicht auf einem Server gespeichert, sondern in Deinem Browser. Das hat einen Nachteil, den ich offen sage: Wechselst Du vom Handy an den Rechner, fängt die Anzeige von vorn an. Deine Arbeit ist deswegen nicht weg, Dein Shop steht ja bei Etsy. Nur die Häkchen sind es.

Für wen dieser Kurs gedacht ist

Für Menschen, die noch keinen Etsy Shop haben oder einen, in dem noch nichts steht. Das ist die Zielgruppe, auf die der ganze Ablauf zugeschnitten ist, von der ersten Produktentscheidung bis zu den ersten dreißig Tagen nach dem Start.

Er passt in drei Situationen:

  • Du hast noch keinen Shop. Dann ist der Kurs von vorn bis hinten für Dich gebaut.
  • Du hast einen Shop, in dem noch nichts steht. Dann arbeitest Du ihn ab Lektion 3 durch.
  • Du hast vor Monaten eröffnet und liegen gelassen. Dann nutzt Du die Lektionen als Prüfliste. Meistens sind drei oder vier Aufgaben noch offen, und es sind genau die, an denen es hängt.

Er passt für nebenberufliches Verkaufen genauso wie für den Versuch, daraus mehr zu machen. Der Unterschied liegt nicht in den Schritten, sondern im Tempo. Wer zwei Stunden pro Woche hat, braucht länger als jemand mit zwei Stunden am Tag, aber die Reihenfolge bleibt dieselbe.

Vorwissen brauchst Du keines. Wenn Du weißt, was Etsy ist und dass dort handgemachte Dinge verkauft werden, reicht das. Alles Weitere kommt in der Lektion, in der es gebraucht wird, und nicht früher.

Für wen er nicht gedacht ist

Wenn Du bereits verkaufst und Deine Umsätze steigern willst, ist der Kurs die falsche Adresse. Er endet dort, wo Dein Thema anfängt. Für laufende Shops sind die Beiträge zu Etsy SEO, zu Anzeigen und zur Kalkulation der richtige Weg, und wer strukturiert vorgehen möchte, findet in den Praxisleitfäden ein durchgeplantes Vorgehen je Disziplin.

Wenn Du fertig eingekaufte Handelsware weiterverkaufen willst, ist Etsy die falsche Plattform, unabhängig von diesem Kurs. Der Marktplatz lässt Handgemachtes, Vintage und Bastelbedarf zu. Reine Wiederverkaufsware verstößt gegen die Richtlinien, und die werden durchgesetzt. In Lektion 1 steht, wo genau die Grenze verläuft und warum Print on Demand mit eigenen Entwürfen zulässig ist.

Und wenn Du eine Abkürzung suchst, wirst Du enttäuscht. Es gibt keine Lektion, die Verkäufe verspricht. Der Kurs bringt Dich an den Punkt, an dem ein Verkauf möglich wird, weil alles steht, was dafür stehen muss. Wann der erste kommt, hängt vom Produkt, vom Markt und vom Zeitpunkt ab, und niemand kann Dir das seriös vorhersagen.

Wie lange Du wirklich brauchst

Die Summe der Bearbeitungszeiten liegt bei rund neun Stunden. Das ist die reine Arbeit an den Aufgaben, ohne die Zeit, die Deine Produkte selbst brauchen.

Realistisch verteilt sich das über zwei bis vier Wochen. Der Grund ist, dass an drei Stellen Wartezeiten entstehen, die Du nicht abkürzen kannst. Die Gewerbeanmeldung braucht je nach Gemeinde ein paar Tage, manchmal ist sie am selben Tag erledigt. Das Zahlungskonto bei Etsy wird geprüft, bevor Auszahlungen laufen. Und gute Produktfotos brauchen Tageslicht, was im Winter bedeutet, dass Du auf ein Wochenende wartest.

Wer den Kurs an einem Tag durchliest, ohne die Aufgaben zu machen, hat nichts davon. Das ist der Grund für die Freischaltung: Jede Lektion öffnet sich erst, wenn die vorherige abgehakt ist. Das ist keine Sperre, es gibt hier nichts zu bezahlen, und wer will, kommt technisch daran vorbei. Es ist eine Bremse gegen das Durchscrollen, weil Durchscrollen bei diesem Thema nichts bringt.

Was ich empfehle: eine Lektion pro Sitzung, danach Schluss. Zwei Lektionen an einem Abend führen dazu, dass die zweite Aufgabe auf morgen verschoben wird, und morgen kommt die dritte dazu.

Der zeitliche Ablauf des Etsy Kurses über drei Wochen mit den Wartezeiten

Die drei Wartezeiten lassen sich nicht abkürzen. Wer sie einplant, ärgert sich weniger.

Lässt sich der Kurs neben einem Vollzeitjob machen

Ja, und für die meisten ist das der Normalfall. Etsy wird selten aus dem Nichts hauptberuflich betrieben, sondern wächst neben etwas anderem.

Die Aufteilung, die dabei am besten funktioniert, sieht so aus: zwei Abende pro Woche für die Lektionen, die am Schreibtisch stattfinden, also Produktentscheidung, Anmeldung, Shop, Listing, Kalkulation und Rechtstexte. Dazu ein Vormittag am Wochenende für die Lektion, die Tageslicht braucht, nämlich die Fotos.

Damit bist Du bei etwa drei Wochen, und das ist ein realistisches Tempo. Wer es an einem einzigen Wochenende durchziehen will, scheitert meistens an den Wartezeiten: Die Gewerbeanmeldung und die Prüfung des Zahlungskontos brauchen ihre Tage, und daran ändert Motivation nichts.

Was Du beim Nebengewerbe zusätzlich klären solltest: ob Dein Arbeitsvertrag eine Nebentätigkeit anzeigepflichtig macht, und ob Deine Krankenversicherung informiert werden möchte. Beides ist meist unproblematisch, aber beides gehört vorher geprüft und nicht nachher.

Der Vorteil des langsameren Tempos wird oft übersehen: Zwischen den Lektionen liegt Zeit zum Nachdenken. Manche Produktentscheidung sieht nach drei Tagen anders aus als am ersten Abend, und das ist gut so.

Was Du vorher schon haben musst

Wenig, aber nicht nichts:

  • Eine Mailadresse für den Shop, nicht Deine private
  • Ein Bankkonto, auf das Etsy auszahlen kann
  • Ein Smartphone mit brauchbarer Kamera, ein Fotostudio braucht niemand
  • Einen Drucker für die Arbeitsblätter, oder die Bereitschaft, sie am Bildschirm zu nutzen

Was Du nicht vorher brauchst: fertige Produkte in großer Zahl. Der Kurs startet mit drei Artikeln, und drei sind ausdrücklich genug. Wer mit dreißig anfangen will, macht dreißig mittelmäßige Listings statt drei guten und lernt dabei weniger.

Was Du nicht vorher brauchst:

  • Fertige Produkte in großer Zahl. Der Kurs startet mit drei Artikeln, und drei sind ausdrücklich genug.
  • Eine Firma, eine Steuernummer oder eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Wann was fällig wird, klärt Lektion 2.
  • Kostenpflichtige Recherchewerkzeuge oder eine Warenwirtschaft. Am Anfang binden sie Geld, bevor klar ist, ob das Produkt läuft.

Lektion 2 kommt bewusst früh, weil ein Teil davon vor dem ersten Verkauf erledigt sein sollte, und bewusst nicht zuerst, weil ohne Produktentscheidung niemand sinnvoll ein Gewerbe anmelden kann.

Ein Hinweis dazu, der für den ganzen Kurs gilt: Zu Steuern und Recht steht hier, was der übliche Rahmen ist und welche Fragen Du stellen musst. Verbindliche Auskünfte gibt ein Steuerberater beziehungsweise eine anwaltliche Prüfung, und bei allem, was über den Normalfall hinausgeht, solltest Du sie einholen.

Die zehn Lektionen und was in welcher Phase entschieden wird

Der Aufbau folgt der Logik, dass jede Entscheidung die nächste möglich macht.

Die Lektionen 1 und 2 legen die Grundlage, die man später nur schwer ändert: was Du verkaufst, für wen, und unter welchen rechtlichen Voraussetzungen Du das tust. Beides passiert bewusst, bevor der Shop existiert.

Die Lektionen 3 bis 5 bauen den Shop und das erste Angebot: Name und Grundeinstellungen, das erste Listing mit Titel und Tags, und die Kalkulation. Die Kalkulation kommt nach dem Listing, weil Du erst dann weißt, was Du wirklich anbietest, und vor der Veröffentlichung, weil ein zu niedriger Preis später schwer zu korrigieren ist.

Die Lektionen 6 bis 8 vervollständigen, was ein Kunde sieht und was das Gesetz verlangt: Fotos, Versand, Rechtstexte. Diese drei sind der Teil, den die meisten aufschieben, und der Teil, an dem die meisten Shops sichtbar hängen bleiben.

Die Lektionen 9 und 10 begleiten den Start: den Moment, in dem der Shop live geht, die ersten dreißig Tage, und die Frage, was nach dem ersten Verkauf wichtig wird.

Die genaue Aufgabe steht jeweils in der Lektion. Was hier steht, ist der Rahmen, damit Du weißt, worauf Du zuläufst, bevor Du anfängst.

Die vier Phasen des Etsy Kurses von der Produktentscheidung bis zum Start

Die vier Phasen des Kurses. Innerhalb jeder Phase bauen die Lektionen aufeinander auf.

Warum die Lektionen aufeinander aufbauen

Die Freischaltung ist der ungewöhnlichste Teil dieses Kurses, deshalb die Begründung.

Bei einem frei zugänglichen Text passiert regelmäßig Folgendes: Man liest Lektion 1, findet sie plausibel, springt zu dem Thema, das gerade am meisten drückt, liest dort weiter, und macht am Ende nichts davon. Das Gefühl, etwas gelernt zu haben, ist echt. Der Shop steht trotzdem nicht.

Die Reihenfolge ist hier keine Geschmacksfrage. Wer die Preise kalkuliert, bevor er weiß, was er verkauft, rechnet mit erfundenen Zahlen. Wer Versandprofile anlegt, bevor die Produkte feststehen, legt sie zweimal an. Wer die Rechtstexte am Ende macht, hat sie beim ersten Verkauf nicht.

Deshalb öffnet sich jede Lektion erst, wenn die vorherige abgehakt ist. Abgehakt wird von Dir selbst, es prüft niemand nach. Der Mechanismus ist eine Erinnerung daran, dass die Aufgabe der Punkt ist, nicht der Text.

Wer trotzdem quer einsteigen will, findet dieselben Themen im Wissensportal, dort ohne jede Reihenfolge und jederzeit zugänglich. Beides steht nebeneinander, und beides hat seinen Zweck.

Etsy lernen: warum die Reihenfolge genau so aussieht

Wer Etsy lernen will, stößt schnell auf die Frage, womit man anfängt. Die verbreitete Antwort lautet: mit dem Shop. Sie ist falsch, und der Grund dafür ist eine einfache Abhängigkeit.

Jede Entscheidung in diesem Prozess erzeugt Vorgaben für die nächste. Deine Produktentscheidung bestimmt, was in der Gewerbeanmeldung als Tätigkeit steht. Die Tätigkeit bestimmt, ob Du bestimmte Kennzeichnungspflichten hast. Dein Produkt bestimmt das Gewicht, das Gewicht bestimmt das Porto, das Porto bestimmt den Preis. Der Preis bestimmt, welche Fotos angemessen sind, denn ein Artikel für 90 Euro braucht andere Bilder als einer für 12.

Umgekehrt gilt das nicht. Aus einem eröffneten Shop folgt nichts für die Produktentscheidung. Deshalb steht der Shop in Lektion 3 und nicht in Lektion 1.

Zwei Stellen im Kurs sind bewusst gegen die Intuition gesetzt. Die Kalkulation kommt nach dem Listing, weil Du erst dann weißt, welche Varianten und Maße Du wirklich anbietest. Und die Rechtstexte kommen vor der Veröffentlichung, obwohl sie am unangenehmsten sind, weil sie ab dem ersten Verkauf vorliegen müssen.

Wer diese Reihenfolge einhält, macht jede Sache einmal. Wer sie umstellt, macht mehrere Sachen zweimal. Das ist der ganze Unterschied, und er summiert sich auf Wochen.

Warum Menschen abbrechen, und woran es meistens liegt

Ich schreibe das hierhin, weil es der ehrlichste Teil dieser Seite ist. Die meisten, die einen Etsy Shop aufbauen wollen, hören vorher auf, und die Gründe wiederholen sich.

Der häufigste ist die Rechtslektion. Gewerbeanmeldung, Umsatzsteuer, Impressum, Widerrufsrecht: Das ist der Punkt, an dem aus einer schönen Idee eine Angelegenheit mit Formularen wird. Wer hier abbricht, bricht selten wegen der Schwierigkeit ab, sondern wegen des Gefühls, dass es jetzt ernst wird. Mein Rat: Nimm Dir für Lektion 2 einen Termin wie für einen Zahnarztbesuch. Sie dauert eine Stunde und ist danach vorbei.

Der zweithäufigste sind die Fotos. Sie brauchen Tageslicht, also einen bestimmten Zeitpunkt, und sie gelingen selten beim ersten Versuch. Wer sie an einem dunklen Abend erzwingen will, produziert Bilder, mit denen er unzufrieden ist, und schiebt dann den ganzen Shop auf. Warte auf den Vormittag.

Der dritte Grund liegt nach dem Kurs, zwischen Woche drei und Woche sechs. Der Shop steht, Verkäufe fehlen noch, und die Energie, die den Aufbau getragen hat, ist verbraucht. Dagegen hilft kein Motivationstrick, sondern ein fester Termin pro Woche, an dem ein neuer Artikel entsteht.

Wenn Du weißt, dass diese drei Stellen kommen, kommst Du besser daran vorbei.

Was Dich Geld kostet, obwohl der Kurs kostenlos ist

Der Kurs kostet nichts. Der Shop schon, wenn auch wenig.

Einen Etsy Shop zu eröffnen ist kostenlos. Was tatsächlich anfällt:

  • Einstellgebühr: 0,20 US-Dollar je Listing, gültig für vier Monate oder bis zum Verkauf. Bei drei Startartikeln rund 60 Cent.
  • Transaktionsgebühr: 6,5 Prozent auf Artikelpreis und Versand, fällig erst beim Verkauf.
  • Zahlungsbearbeitung: in Deutschland 4,0 Prozent plus 30 Cent je Bestellung.
  • Gewerbeanmeldung: je nach Gemeinde meist zwischen 15 und 60 Euro, einmalig.
  • Verpackungslizenz: bei kleinen Mengen im Jahr meist ein niedriger zweistelliger Betrag.

Beim Verkauf nimmt Etsy eine Transaktionsgebühr von 6,5 Prozent auf Artikelpreis und Versand, dazu in Deutschland eine Zahlungsbearbeitungsgebühr von 4,0 Prozent plus 30 Cent. Wer Anzeigen schaltet oder unter die Regelung für Offsite Ads fällt, zahlt zusätzlich. Diese Sätze rechnest Du in Lektion 5 in Deinen Preis ein, und dort steht auch, wie das konkret aussieht.

Außerhalb von Etsy kommt die Gewerbeanmeldung dazu, je nach Gemeinde meist ein Betrag zwischen 15 und 60 Euro. Material, Verpackung und Versandmaterial hängen an Deinem Produkt.

Was Du am Anfang nicht brauchst: kostenpflichtige Recherchewerkzeuge, eine Warenwirtschaft, eine eigene Domain, professionelle Fotos. All das kann später sinnvoll werden. Am Anfang bindet es Geld, bevor klar ist, ob das Produkt läuft.

Was dieser Kurs nicht leisten kann

Vier Dinge kann er nicht, und das sollte vorher klar sein:

  • Die Produktentscheidung abnehmen. Lektion 1 gibt Dir eine Methode und harte Prüffragen. Was Du herstellen willst und kannst, weißt nur Du.
  • Nachfrage erzeugen. Wenn niemand sucht, was Du anbietest, hilft kein Shop. Lektion 1 zeigt, wie Du das vorher prüfst statt nach drei Monaten.
  • Rechts- oder Steuerberatung ersetzen. Zu beidem steht hier der Normalfall und welche Fragen Du klären musst.
  • Dir Rückmeldung geben. Niemand sieht sich Deine Listings an und sagt Dir, was daran nicht funktioniert.

Er kann keine Nachfrage erzeugen. Wenn niemand sucht, was Du anbietest, hilft auch ein perfekt eingerichteter Shop nicht. Der Kurs zeigt Dir in Lektion 1, wie Du das vorher prüfst, statt es nach drei Monaten zu merken.

Er ersetzt keine Rechtsberatung und keine Steuerberatung. Zu beidem steht hier, was der Normalfall ist und welche Fragen Du klären musst. Für Deinen konkreten Fall brauchst Du jemanden, der ihn kennt.

Und er gibt Dir keine Rückmeldung. Das ist der ehrliche Nachteil gegenüber einem bezahlten Kurs mit Betreuung: Niemand sieht sich Deine Listings an und sagt Dir, was daran nicht funktioniert. Wenn Du genau das brauchst, ist eine Shopanalyse der passendere Weg, und die kostet dann auch entsprechend.

Etsy Fortbildung, Weiterbildung, Schulung: was davon taugt

Wer nach einer Etsy Fortbildung oder Weiterbildung sucht, stößt auf sehr unterschiedliche Angebote, und ein paar Unterscheidungen helfen bei der Auswahl.

Vier Prüfungen helfen bei der Auswahl:

1. Stimmen die Zahlen noch? Die Etsy Gebühren haben sich mehrfach geändert, die Kleinunternehmergrenzen liegen seit 2025 bei 25.000 und 100.000 Euro, und die E-Rechnungspflicht greift gestaffelt. Ein Angebot, das noch 22.000 und 50.000 Euro nennt, wurde nicht aktualisiert. Dann stimmt vermutlich noch mehr nicht.

2. Kommen deutsche Rahmenbedingungen vor? Viele Angebote sind aus dem englischsprachigen Raum übersetzt. Bei Fotos und Suchbegriffen sind sie oft gut, bei Gewerbeanmeldung, Umsatzsteuer, Impressum und Widerrufsrecht schlicht nicht vorhanden. Genau dort entstehen die Probleme, die Geld kosten.

3. Verkauft der Anbieter selbst? Das erkennst Du daran, ob konkrete Zahlen und konkrete eigene Fehler genannt werden oder nur allgemeine Ratschläge.

4. Was ist am Ende fertig? Ein Preis sagt wenig über die Qualität. Es gibt teure Kurse mit veralteten Inhalten und kostenlose Quellen, die gepflegt werden. Was zählt, ist, ob am Ende ein Shop steht.

Warum Text hier besser funktioniert als Video

Ein Videokurs hat einen echten Vorteil: Man sieht Klickwege. Wo ein Knopf sitzt, wie eine Maske aussieht, in welcher Reihenfolge man was ausfüllt.

Er hat aber drei Nachteile, die bei diesem Thema schwerer wiegen. Erstens veraltet er schneller. Ändert Etsy die Oberfläche oder eine Gebühr, muss neu aufgenommen werden, und das passiert selten. Ein Text ist in zehn Minuten korrigiert, und diese Seite wird laufend nachgeführt.

Zweitens lässt sich Video schlecht durchsuchen. Wenn Du in Lektion 7 wissen willst, was in Lektion 3 zu den Versandkosten stand, blätterst Du im Text zurück. Im Video suchst Du in einer Zeitleiste.

Drittens passt Text besser zu der Art, wie man so etwas tatsächlich macht: mit dem Etsy Verkäuferbereich im einen Fenster und der Anleitung im anderen. Video zwingt zum Wechsel zwischen Zusehen und Tun.

Wo ein Bild mehr erklärt als ein Absatz, steht hier eine Grafik. Was in diesem Kurs bewusst fehlt, sind Bildschirmaufnahmen von Bereichen, zu denen ich Dir nichts Verlässliches zeigen kann, weil Etsy die Oberfläche regelmäßig ändert und ein veralteter Screenshot mehr verwirrt als er hilft.

Was nach dem Kurs kommt

Am Ende von Lektion 10 hast Du einen Shop, der verkaufen kann. Das ist der Punkt, an dem die eigentliche Arbeit anfängt, und sie ist eine andere als die davor.

Vorher ging es darum, etwas aufzubauen. Danach geht es darum, es zu verbessern: herauszufinden, welche Suchbegriffe wirklich Besucher bringen, welches Foto mehr Klicks bekommt, welcher Preis besser trägt. Das ist ein Kreislauf aus Messen und Ändern, und er hört nicht auf.

Dafür ist das Wissensportal gemacht. Es hat über zweihundert Beiträge zu Suchbegriffen, Fotos, Preisen, Versand, Steuern und Recht, alle einzeln lesbar und ohne Reihenfolge. Wer strukturiert an einer Disziplin arbeiten will, findet in den Praxisleitfäden ein festes Vorgehen, etwa für Etsy SEO oder für Produktfotos.

Was ich Dir für die Zeit danach mitgebe: Ändere nicht alles gleichzeitig. Wer Titel, Foto und Preis in derselben Woche anfasst, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat. Eine Änderung, dann warten, dann messen.

Die ersten drei Monate nach dem Kurs

Damit die Erwartung stimmt, hier der übliche Verlauf nach dem Start. Er ist kein Versprechen, sondern das Muster, das ich am häufigsten sehe.

Im ersten Monat passiert wenig. Der Shop bekommt eine gewisse Anfangsaufmerksamkeit, daraus entstehen Aufrufe im einstelligen bis niedrig zweistelligen Bereich pro Tag. Verkäufe sind möglich, aber nicht die Regel. Die Arbeit in diesem Monat besteht darin, Artikel vier bis sieben anzulegen, nicht darin, die vorhandenen zu optimieren. Für Optimierung fehlen schlicht die Daten.

Im zweiten Monat entstehen erste belastbare Zahlen. Jetzt lässt sich erkennen, ob ein Artikel oft angezeigt und selten geklickt wird, was auf das Titelbild deutet, oder ob geklickt und nicht gekauft wird, was auf die Listingseite deutet. Das ist der Moment für die erste bewusste Änderung, und für genau eine, nicht für drei.

Im dritten Monat zeigt sich meistens eine Richtung. Ein Artikel oder eine Produktgruppe läuft besser als der Rest, und es ist selten die, mit der man gerechnet hat. Genau darin liegt der Wert dieser Phase: Du baust dort aus, wo es zieht, statt in alle Richtungen gleichzeitig.

Was in diesen drei Monaten am meisten bringt, ist unspektakulär: die Anzahl der Listings. Jeder zusätzliche Artikel ist eine weitere Gelegenheit, in einer Suche aufzutauchen. Ein Shop mit zwanzig gepflegten Artikeln hat deutlich mehr Chancen als einer mit drei, unabhängig davon, wie gut diese drei sind.

Wer diesen Kurs geschrieben hat

Ich bin Oliver Wrase und verkaufe selbst auf Marktplätzen, seit Jahren und nicht nebenbei. Auf Etsy sind daraus in zwei Jahren über 20.000 Verkäufe geworden. Davor und parallel habe ich zwischen 2020 und 2023 über 200.000 Leinwände verkauft, mit einem Umsatz von knapp acht Millionen Euro.

Das schreibe ich nicht als Werbung, sondern weil es der Grund ist, warum dieser Kurs anders aussieht als viele andere. Ich weiß, welche Fehler am Anfang teuer werden, weil ich sie zum Teil selbst gemacht habe. Die Reihenfolge in diesem Kurs ist keine didaktische Theorie, sondern die Reihenfolge, in der ich es heute wieder machen würde.

Hauptberuflich arbeite ich inzwischen mit Etsy Shops, meist an Sichtbarkeit und Kalkulation. Was ich dabei sehe, fließt in die Beiträge auf dieser Seite ein, und die Zahlen darin werden nachgeführt, wenn Etsy oder der Gesetzgeber etwas ändert.

Wenn Du beim Durcharbeiten auf etwas stößt, das nicht mehr stimmt, schreib mir. Das ist der Vorteil einer Seite gegenüber einem aufgezeichneten Kurs: Sie lässt sich am selben Tag korrigieren.

Häufige Fragen zum Etsy Kurs

Ist der Kurs wirklich vollständig kostenlos? Ja. Es gibt keine Bezahlschranke, keine Testphase und keine kostenpflichtige Fortsetzung. Auf dieser Seite gibt es kostenpflichtige Angebote, aber sie sind nicht Teil des Kurses und Du brauchst sie nicht, um ihn abzuschließen.

Muss ich mich anmelden oder eine Mailadresse angeben? Nein. Es gibt kein Konto und keine Abfrage. Dein Fortschritt wird im Speicher Deines Browsers abgelegt, nicht auf einem Server.

Was passiert, wenn ich das Gerät wechsle? Die Häkchen sind dann in dem anderen Browser nicht vorhanden, weil sie lokal gespeichert werden. Deine tatsächliche Arbeit ist davon nicht betroffen, die liegt bei Etsy. Du kannst die erledigten Lektionen einfach erneut abhaken.

Wie lange dauert der ganze Kurs? Rund neun Stunden reine Arbeit an den Aufgaben, üblicherweise verteilt über zwei bis vier Wochen. Wartezeiten bei Gewerbeanmeldung und Zahlungskonto lassen sich nicht abkürzen.

Brauche ich Vorkenntnisse? Nein. Der Kurs beginnt bei der Produktentscheidung, also vor allem anderen. Jedes Thema kommt in der Lektion, in der es gebraucht wird.

Kann ich Lektionen überspringen? Die nächste öffnet sich erst, wenn die vorige abgehakt ist. Wenn Du einen Schritt schon erledigt hast, hak ihn ab und geh weiter. Wer einzelne Themen unabhängig nachlesen will, findet sie im Wissensportal ohne jede Reihenfolge.

Ist der Kurs auch für einen bestehenden Shop nützlich? Wenn der Shop noch nicht läuft, ja, dann als Prüfliste. Wenn Du bereits regelmäßig verkaufst und Umsätze steigern willst, sind die Beiträge zu Etsy SEO und Kalkulation der passendere Einstieg.

Bekomme ich ein Zertifikat? Nein. Ein Zertifikat für einen Etsy Kurs hat gegenüber niemandem einen Wert. Was am Ende zählt, ist der fertige Shop.

Wird der Kurs aktualisiert? Ja. Gebühren, Grenzwerte und rechtliche Fristen ändern sich, und die Inhalte auf dieser Seite werden nachgeführt. Wenn Dir etwas veraltet vorkommt, ist ein Hinweis willkommen.

Taugt der Kurs als Fortbildung oder Weiterbildung? Inhaltlich ja, formal nein. Er vermittelt das Vorgehen, das ein Etsy Shop braucht, und ist aktuell gehalten. Was er nicht ist: eine zertifizierte Maßnahme, die sich fördern oder bescheinigen ließe.

Ist der Kurs auch für Print on Demand geeignet? Ja, mit einer Einschränkung in Lektion 1. Print on Demand ist auf Etsy zulässig, wenn ein eigener gestalterischer Beitrag vorliegt und der Fertigungspartner im Shop hinterlegt ist. Reines Weiterverkaufen von Katalogware ist es nicht.

Was kostet ein Etsy Shop im ersten Jahr? Das hängt an Deinem Produkt. Fix sind die Einstellgebühren von 0,20 US-Dollar je Artikel und vier Monaten, die Gewerbeanmeldung mit meist 15 bis 60 Euro und der Systembeteiligungsvertrag für Verpackungen. Alles Weitere fällt erst mit Verkäufen an und ist damit gedeckt, wenn Du in Lektion 5 richtig kalkuliert hast.

Was ist der Unterschied zum Wissensportal? Das Wissensportal erklärt Themen einzeln und ohne Reihenfolge, ausführlicher als der Kurs. Der Kurs gibt Dir die Reihenfolge, eine Aufgabe je Schritt und ein Ende. Beides ist kostenlos, und der Kurs verlinkt an den passenden Stellen dorthin.