Lektion 3: Shop eröffnen, Name finden, Grundeinstellungen setzen
Danach hast Du: Ein eröffneter Etsy Shop mit passendem Namen, korrekten Grundeinstellungen und hinterlegtem Zahlungskonto.
Zeitaufwand etwa 50 Minuten
Jetzt geht es an den Teil, der sich nach Fortschritt anfühlt, und diesmal zu Recht: Nach dieser Lektion existiert Dein Shop. Er ist noch leer, aber er ist da.
Der eigentliche Aufwand liegt nicht im Eröffnen, das dauert zwanzig Minuten. Er liegt in zwei Entscheidungen, die Du dabei triffst und die sich später schlecht korrigieren lassen. Die eine ist der Name. Die andere sind Sprache, Währung und Land.
Der Shopname ist keine Kreativübung
Er muss vier Dinge gleichzeitig können, und die widersprechen sich teilweise.
Er muss frei sein. Etsy vergibt jeden Namen nur einmal, und die naheliegenden sind vergeben. Rechne mit mehreren Anläufen.
Er muss aussprechbar sein. Prüf das wörtlich: Sag ihn laut. Wenn Du ihn jemandem am Telefon buchstabieren müsstest, ist er zu kompliziert. Namen mit Umlauten, doppelten Buchstaben an der Fuge oder englisch-deutschen Mischungen fallen hier durch.
Er sollte nicht zu eng sein. „KerzenAnna” ist ein guter Name, solange Du Kerzen verkaufst. In zwei Jahren, wenn Du auch Seifen machst, ist er eine Fessel. Ein Name, der Deine Machart beschreibt statt Deines Produkts, hält länger.
Und er sollte keine fremden Marken enthalten. Weder ganz noch in Teilen. Das ist der Punkt, an dem Shops nicht nur umbenannt, sondern gesperrt werden.
Was der Name nicht leisten muss: Suchbegriffe enthalten. Der Shopname ist für die Etsy Suche deutlich weniger wichtig, als viele annehmen. Gefunden wirst Du über die Titel Deiner Listings, und darum geht es in der nächsten Lektion.
Etsy erlaubt eine begrenzte Zahl an Namensänderungen, bevor der Name feststeht. Verlass Dich nicht darauf. Nimm Dir die zwanzig Minuten und entscheide bewusst.

Vier Prüfungen je Namensvorschlag. Bei der letzten wird nicht umbenannt, sondern gesperrt.
Sprache, Währung und Land legst Du einmal fest
Bei der Eröffnung fragt Etsy nach Shopsprache, Währung und Land. Diese drei Angaben sind wichtiger, als sie aussehen.
Die Shopsprache ist die Sprache, in der Du Deine Listings schreibst. Für einen deutschen Shop ist das Deutsch. Sie lässt sich nachträglich nicht einfach umstellen, weil daran alle Übersetzungen hängen.
Die Währung sollte Euro sein, wenn Du in Deutschland verkaufst und Dein Konto in Euro geführt wird. Wählst Du eine andere, rechnet Etsy um, und Du zahlst Umrechnungsgebühren auf jeden Verkauf.
Das Land bestimmt, welche Gebühren gelten und wie Deine Zahlungen abgewickelt werden. In Deutschland liegt die Zahlungsbearbeitungsgebühr bei 4,0 Prozent plus 30 Cent, das ist in Lektion 5 Teil Deiner Kalkulation.
Ein häufiger Fehler an dieser Stelle: Der Shop wird auf Englisch eröffnet, weil das internationaler klingt. Danach schreibt jemand deutsche Listings in einen englischsprachigen Shop und wundert sich über die Darstellung. Du kannst später Übersetzungen ergänzen, ohne die Grundsprache zu wechseln.
Das Zahlungskonto ist die Stelle, an der es dauern kann
Etsy Payments wickelt Deine Zahlungen ab. Dafür hinterlegst Du Bankverbindung und Ausweisdaten, und Etsy prüft das.
Diese Prüfung ist der Grund, warum diese Lektion früh im Kurs steht. Sie dauert manchmal Stunden und manchmal Tage. Wer sie erst am Tag der Shoperöffnung startet, wartet ausgerechnet dann, wenn er loslegen will.
Zwei Punkte, die Ärger ersparen. Erstens: Die Angaben müssen zusammenpassen. Der Name auf dem Ausweis, der Name auf dem Bankkonto und der Name im Etsy Konto sollten identisch sein. Abweichungen, auch kleine wie ein fehlender Zweitname, führen zu Rückfragen.
Zweitens: Nutze das Konto, das Du dauerhaft verwenden willst. Ein Wechsel später löst eine erneute Prüfung aus, und in dieser Zeit können Auszahlungen pausieren. Wenn Du in Lektion 2 ein Geschäftskonto eingerichtet hast, nimm dieses.
Sollte Dein Zahlungskonto später einmal gesperrt werden, ist das fast immer eine Frage fehlender Nachweise und kein Urteil über Deinen Shop. Es hilft dann sehr, wenn die Daten von Anfang an sauber waren.
Das Profil: drei Sätze reichen
Über-mich-Text, Profilbild, Shopankündigung. Hier verlieren viele einen halben Tag, und das lohnt sich an dieser Stelle nicht.
Der Grund: Fast niemand liest Dein Profil, bevor er kauft. Besucher kommen über die Suche auf ein einzelnes Listing. Das Profil wird angesehen, wenn jemand nach dem ersten Eindruck unsicher ist, ob hier ein echter Mensch verkauft.
Genau dafür schreibst Du es. Drei bis fünf Sätze: wer Du bist, was Du machst, seit wann. Ein Foto von Dir oder Deiner Arbeit, kein Logo aus einem Generator. Fertig.
Was Du weglassen kannst: eine Lebensgeschichte, Versprechen über Qualität, Ausrufezeichen. Was Du ergänzen solltest, sobald Du es hast: ein Bild von der Herstellung. Das wirkt stärker als jeder Text.
Die Shopankündigung ist ein kurzer Hinweis über Deinen Artikeln. Nutz sie für Konkretes, etwa aktuelle Bearbeitungszeiten oder einen Hinweis zu Urlaubszeiten. Für Werbetexte ist sie verschwendet.
Was Du jetzt bewusst noch nicht machst
Du legst noch keine Versandprofile an. Das kommt in Lektion 7, wenn Du weißt, was Du versendest und wie schwer es ist.
Du schreibst noch keine Shop-Richtlinien und keine Rechtstexte. Das kommt in Lektion 8, weil es ein eigenes Thema mit eigenen Fallstricken ist.
Du stellst noch keine Artikel ein. Das ist Lektion 4, und sie beginnt mit einem einzigen Listing, das Du dann sorgfältig machst.
Diese Reihenfolge fühlt sich langsam an. Sie ist es nicht: Wer jetzt zwanzig Listings einstellt und danach die Versandprofile ändert, muss zwanzig Listings anfassen. Wer erst das Profil anlegt und dann die Artikel, macht es einmal.
Arbeitsblatt: Shopname und Grundeinstellungen
Eine Seite mit einer Prüftabelle für fünf Namensvorschläge, den Grundeinstellungen, der Liste fürs Zahlungskonto und Platz für Deinen Über-mich-Text.
Arbeitsblatt herunterladen (PDF)Eröffne Deinen Shop
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Wenn Du an dieser Stelle tiefer willst
Für den Kurs brauchst Du das nicht. Diese Beiträge gehen weiter, falls Dich ein Punkt genauer interessiert.
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