19.8Automatisierung und Werkzeuge20 Minuten

Was Du besser von Hand machst

Danach hast Du: Du weißt, welche Arbeiten Du selbst machst und warum.

Aus Abschnitt 19.7: KI ist ein Werkzeug für Zwischenschritte. Dieser Abschnitt benennt, wofür es keine Zwischenschritte gibt.

Die sechs Arbeiten

Was den Unterschied macht
  1. Die Nische verstehen. Aus Kapitel vier: der einzige Schutz, den digitale Produkte haben.
  2. Die Bewertungen lesen. Aus 4.5: Lücken findet man nicht durch Nachdenken, sondern durch Lesen.
  3. Fachliche Inhalte prüfen. Wo Fachwissen der Wert ist, ist es nicht ersetzbar.
  4. Den Ton festlegen. Aus 4.9: eine der vier Festlegungen, die den Shop zusammenhalten.
  5. Die Zahlen ansehen und entscheiden. Aus 13.10 und 19.2: monatlich, eine Entscheidung.
  6. Auf Nachrichten antworten. Standardantworten helfen, der Mensch dahinter bleibt.

Warum Punkt eins nicht ersetzbar ist

Aus Abschnitt 4.1: Bei einem handgemachten Produkt schützt die Herstellung. Bei einer Datei fällt dieser Schutz weg, und was bleibt, ist Wissen über eine bestimmte Gruppe von Menschen.

Der Test dafür

Kannst Du sagen, was Deine Zielgruppe an einem typischen Dienstag beschäftigt?

Wer das kann, findet Produktideen, die andere nicht sehen. Wer es nicht kann, baut das, was ohnehin schon da ist, und konkurriert über den Preis.

Punkt zwei im Einzelnen

Die Bewertungen der Wettbewerber zu lesen ist die unbeliebteste Arbeit dieses Kurses und die ergiebigste.

Was Du dort findestWofür es taugt
Die Wörter der ZielgruppeSuchbegriffe, aus 14.4
Was gefehlt hatProduktideen, aus 4.5
Was schiefgegangen istInfobilder und Anleitung, aus 12.1
Wofür das Produkt gebraucht wurdeDer Anlass, aus 4.2

Vier Ergebnisse aus einer Stunde Lesen. Kein Werkzeug liefert das, weil es um Verständnis geht, nicht um Daten.

Die Grenze zum Abkürzen

Sinnvoll abgekürzt

Größen im Stapel erzeugen.

Listingbilder aus Vorlagen.

Beschreibungsblöcke wiederverwenden.

Standardantworten kopieren.

Alles davon ist Ausführung.

Falsch abgekürzt

Suchbegriffe ungeprüft übernehmen.

Produkte bauen, ohne die Nische zu kennen.

Fachliche Aussagen ungeprüft übernehmen.

Entscheidungen nach Gefühl statt nach Zahlen.

Alles davon ist Urteil.

Die Trennlinie: Ausführung lässt sich abkürzen, Urteil nicht.

Was das für Deine Zeitverteilung bedeutet

80 %der Zeit in Ausführung, abkürzbar
20 %in Urteil, nicht abkürzbar
Das Ergebnishängt an den 20 %

Wer die achtzig Prozent verkürzt, gewinnt Zeit für die zwanzig. Das ist der eigentliche Zweck aller Vorlagen aus den Kapiteln 9, 10, 12 und 16.

Der häufigste Fehler

Die Verhältnisse zu vertauschen: die zwanzig Prozent abzukürzen, weil sie unbequem sind, und die achtzig von Hand zu machen, weil man es immer so gemacht hat.

SymptomWas dahintersteckt
Jedes Listingbild von Hand gebautKeine Vorlagen, aus 16.9
Suchbegriffe geraten statt geprüftDie Arbeit aus 14.2 übersprungen
Zwanzig Produkte ohne NischenblattKapitel vier übersprungen
Monatelang keine Statistik angesehenDie Runde aus 19.2 fehlt

Alle vier führen zum selben Ergebnis: viel Arbeit, wenig Wirkung.

Der Satz zum Merken

Was Du selbst machst, entscheidet über das Ergebnis. Was Du abkürzt, entscheidet über die Menge.

Beides ist nötig. Ein Shop mit gutem Urteil und ohne Vorlagen bleibt bei zehn Listings stehen. Ein Shop mit hundert Listings ohne Urteil verkauft nichts.

Aufgabe

Deine Kernarbeiten benennen

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