19.4Automatisierung und Werkzeuge25 Minuten

Werkzeuge für die Gestaltung im Vergleich

Danach hast Du: Deine Gestaltungsausstattung passt zu Deiner Shopgröße.

Aus Kapitel neun und zehn kennst Du die Werkzeuge. Hier stehen sie nebeneinander, mit der Frage, ab wann sich welches rechnet.

Die Übersicht

WerkzeugWofürKosten im JahrLohnt ab
Canva, kostenlosLayout, Text, Vorlagen0 €Sofort
Canva mit AboGrößenanpassung, Transparenz, Pro-Inhalteca. 110 bis 155 €Etwa 20 Listings
Freies BildprogrammFreistellen, Transparenz, Stapel0 €Sofort, bei Bildprodukten
Affinity, einmaligDasselbe, bequemerEinmaligEtwa 30 Listings
Photoshop im AboDasselbe, StandardDreistelligWenn beruflich vorhanden
Freies VektorprogrammSVG für Plotter0 €Sofort, bei Plotterdateien
Mockup-PaketeListingbilder0 bis 100 €Oder eigene Fotos, aus 16.4

Die drei Stufen

Nach Shopgröße
  1. Bis 20 Listings: alles kostenlos. Canva in der Grundfassung, ein freies Bildprogramm, eigene Mockup-Fotos. Aus Abschnitt 10.9: Damit lassen sich vollständige Produkte bauen.
  2. 20 bis 60 Listings: eine Anschaffung. Meistens das Bildprogramm, wegen der Stapelverarbeitung aus 10.6. Einmalig statt Abo.
  3. Ab 60 Listings: die zweite. Jetzt lohnt sich meist auch das Canva-Abo, weil die Größenanpassung zum Engpass wird.
Die Reihenfolge, die sich bewährt

Erst das, was Zeit spart, dann das, was Bequemlichkeit bringt.

Die Stapelverarbeitung spart bei sechzig Produkten fünfzehn Stunden. Ein Canva-Abo spart bei denselben Produkten etwa zehn. Beide lohnen sich, und wenn nur eines geht, das erste.

Die Rechnung je Werkzeug

Der Maßstab aus der Kapiteleinleitung, angewendet:

WerkzeugSpart im JahrKostetBei 20 ListingsBei 100
Canva-Aboca. 10 min je Listingca. 130 €GrenzwertigLohnt klar
Bildprogrammca. 15 min je ListingEinmaligLohntLohnt sehr
Mockup-Paketca. 20 min einmaligca. 30 €Eigene Fotos sind besserDasselbe

Die letzte Zeile ist die Empfehlung aus Abschnitt 16.4: Eigene Mockups kosten einmal zwanzig Minuten, sind einzigartig und haben keine Lizenzfrage.

Was Du nicht brauchst

Nicht nötigWarum
Mehrere Gestaltungsprogramme gleichzeitigEines für Layout, eines für Bilder, mehr nicht
SchriftpaketeAus 11.5: für Vorlagen ohnehin nur freie Schriften
Grafikpakete auf VorratMan verwendet drei Prozent davon
Ein ZeichentablettNur bei gezeichneten Produkten
Ein besserer RechnerErst wenn er tatsächlich bremst

Die dritte Zeile ist die häufigste Fehlausgabe: Ein Paket mit tausend Grafiken für 40 Euro wirkt günstig und liegt danach ungenutzt herum, weil die Suche darin länger dauert als das Selbstzeichnen.

Die Prüfung einmal im Jahr

Aus Abschnitt 19.9 und 19.2, Jahresrunde:

Drei Fragen je Werkzeug
  1. Habe ich es in den letzten drei Monaten geöffnet? Wenn nein: kündigen.
  2. Was hat es mich gekostet? Jahreskosten ausrechnen, nicht Monatsbeitrag.
  3. Was hätte ich ohne es getan? Wenn die Antwort „dasselbe, nur langsamer" lautet: Zeit gegen Geld rechnen.

Der Punkt, an dem man aufhören sollte zu kaufen

Wenn ein neues Werkzeug ein Problem lösen soll, das eigentlich ein Arbeitsproblem ist.

Wer keine Vorlagen gebaut hat, wird durch ein besseres Programm nicht schneller. Aus Abschnitt 19.1: Automatisierung bei digitalen Produkten heißt Vorlagen, nicht Software.

Die Reihenfolge ist deshalb: erst die Arbeitsweise aus den Kapiteln 9, 10 und 16, dann die Werkzeugfrage.

Aufgabe

Deine Ausstattung prüfen

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