11.7Bearbeitbare Vorlagen richtig ausliefern20 Minuten

Andere Vorlagensysteme im Vergleich

Danach hast Du: Du kennst die Alternativen und hast entschieden, welches System zu Deinem Produkt passt.

Der Vorlagenlink ist der verbreitetste Weg und nicht der einzige. Für manche Produkte gibt es bessere.

Die vier Systeme

SystemKäufer brauchtStärkeSchwäche
Canva-VorlagenlinkKostenloses KontoVollständig gestaltbar, verbreitetAbhängigkeit vom Dienst, Konto nötig
Ausfüllbares PDFNur einen PDF-BetrachterKein Konto, kein InternetNur Textfelder, keine Gestaltung
Andere VorlagendiensteKonto dortTeils bessere SperrfunktionenWeniger bekannt, mehr Erklärung nötig
TextverarbeitungsdateiPassendes ProgrammVertraut für vieleLayout verrutscht leicht, sieht überall anders aus

Das ausfüllbare PDF

Die unterschätzte Alternative. Ein PDF mit Formularfeldern, in das der Käufer Text eintippt und das er dann ausdruckt.

Wofür es sich eignet

Namensschilder, Preisschilder, Urkunden, Tischkarten, Etiketten.

Alles, wo nur Text eingesetzt wird und die Gestaltung feststeht.

Wofür nicht

Alles, wo Farben, Bilder oder der Aufbau geändert werden sollen.

Alles mit besonderen Schriften, die der Käufer nicht hat.

Der große Vorteil: kein Konto

Der häufigste Reibungspunkt bei Vorlagenprodukten ist der Zwang zu einem Konto bei einem fremden Dienst. Ein ausfüllbares PDF hat diesen Punkt nicht: Der Käufer öffnet es, tippt, druckt.

Für ältere Zielgruppen und für alles, was schnell gehen soll, ist das ein deutlicher Vorteil. Und es lässt sich als Verkaufsargument nennen: „Kein Konto nötig, kein Programm, einfach öffnen und ausfüllen."

Die Einschränkung, die man kennen muss: Die Schrift in einem Formularfeld muss beim Käufer vorhanden sein, wenn sie nicht eingebettet ist. Beim Erzeugen des Formulars lässt sich das einstellen, und es sollte geprüft werden.

Textverarbeitungsdateien

Der älteste Weg und meist der schlechteste für Verkaufsprodukte.

Das Problem ist die Darstellung: Dieselbe Datei sieht in verschiedenen Programmen und Fassungen unterschiedlich aus. Ränder verschieben sich, Zeilen brechen anders um, Schriften werden ersetzt.

Es gibt zwei Fälle, in denen es trotzdem passt: Zielgruppen, die ausschließlich mit einem bestimmten Programm arbeiten, etwa im Büroumfeld, und Produkte, bei denen der Käufer viel Text ergänzt, etwa Vorlagen für Bewerbungen oder Verträge.

Die Entscheidung

Drei Fragen, in dieser Reihenfolge
  1. Was muss geändert werden? Nur Text: ausfüllbares PDF genügt. Auch Farben und Bilder: Vorlagenlink.
  2. Wer ist die Zielgruppe? Bei technisch weniger geübten Käufern ist der Weg ohne Konto deutlich besser.
  3. Wie oft wird es gebraucht? Ein einmaliges Namensschild rechtfertigt kein Konto. Eine Vorlage, aus der zwanzig Karten entstehen, schon.

Der Weg, der beide verbindet

Für manche Produkte lohnt es sich, beide Fassungen mitzuliefern: das ausfüllbare PDF für den schnellen Fall und den Vorlagenlink für alle, die mehr ändern wollen.

Das kostet Dich eine Stunde zusätzlich beim Bauen und deckt beide Käufergruppen ab. In der Beschreibung ist es ein starkes Argument, weil es die Frage „Brauche ich dafür ein Konto?” mit „Nur wenn Du willst” beantwortet.

Was Du bei allen Systemen prüfen solltest

PrüfungWarum
Funktioniert es am TelefonEin großer Teil der Käufer ist dort
Funktioniert es ohne BezahlkontoSonst Beschwerden, siehe 11.3
Sind alle Schriften vorhandenSiehe 11.5
Ist der Export brauchbarSiehe 11.4, Fehler fünf
Besteht der Dienst dauerhaftEin Produkt, das an einen Dienst gebunden ist, teilt dessen Schicksal

Die letzte Zeile ist der Grund, exotische Dienste zu meiden. Ein Produkt, das über einen kleinen Anbieter läuft, der in zwei Jahren schließt, muss dann komplett neu gebaut werden, und alle bisherigen Käufer stehen ohne Zugang da.

Aufgabe

Dein System wählen

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