11.5Bearbeitbare Vorlagen richtig ausliefern25 Minuten

Schriften, die beim Käufer fehlen

Danach hast Du: Deine Vorlage verwendet nur Schriften, die bei jedem Käufer vorhanden sind.

Bei einer festen Datei ist die Schrift eingebettet, und der Käufer sieht, was Du siehst. Bei einer Vorlage arbeitet er in seinem eigenen Konto, und dort steht ihm nur zur Verfügung, was er dort hat.

Die drei Fälle

FallWas beim Käufer passiert
Freie SchriftAlles wie geplant
Schrift nur mit AboEr sieht sie, kann aber nicht exportieren oder muss zahlen
Von Dir hochgeladene eigene SchriftSie ist in seiner Kopie nicht enthalten und wird ersetzt

Die dritte Zeile überrascht am meisten: Eine Schrift, die Du in Dein Konto hochgeladen hast, wandert nicht mit in die Kopie des Käufers. Sein Text erscheint in einer Ersatzschrift, das Layout verschiebt sich, und er schreibt Dir.

Eigene Schriften und Vorlagen vertragen sich nicht

Wer eine gekaufte Schrift hochlädt und damit eine Vorlage baut, verkauft ein Produkt, das beim Käufer anders aussieht als in den Listingbildern. Das ist eine sichere schlechte Bewertung.

Und selbst wenn es technisch ginge: Die Weitergabe einer lizenzierten Schriftdatei ist in aller Regel nicht erlaubt. Aus Abschnitt 9.5: Du kannst nicht einräumen, was Du selbst nicht hast.

Die Regel

Für Vorlagen nur Schriften verwenden, die im kostenlosen Konto jedes Käufers verfügbar sind.

Das ist eine echte Einschränkung, und sie ist geringer, als sie klingt: Die freie Auswahl ist groß, und die Produkte, die sich gut verkaufen, verwenden ohnehin selten ausgefallene Schriften.

Die Prüfung

Drei Schritte
  1. Alle verwendeten Schriften auflisten. Bei einer Vorlage mit vier Textstilen sind es meist zwei.
  2. Jede in einem Konto ohne Abo öffnen. Am zuverlässigsten mit einem zweiten, kostenlosen Konto.
  3. Die Umlautprüfung aus Abschnitt 9.1: „Größe Öffnung Übung Straße".

Der zweite Schritt ist der wichtigste und wird am häufigsten übersprungen, weil er ein zweites Konto voraussetzt. Wer Vorlagen verkauft, sollte eines haben: Es ist das einzige Werkzeug, mit dem man sieht, was der Käufer sieht.

Wenn eine besondere Schrift nötig ist

Manchmal lebt ein Produkt von einer bestimmten Schrift, etwa bei Hochzeitspapeterie. Dann gibt es zwei Wege:

Der feste Weg

Die Schrift wird Teil einer festen Grafik, nicht eines bearbeitbaren Textfeldes.

Etwa ein Schriftzug „Herzlich willkommen", der immer gleich bleibt, während Namen und Daten in freier Schrift stehen.

Funktioniert immer, weil eine Grafik keine Schrift braucht.

Der Weg mit fester Datei

Kein Vorlagenprodukt, sondern ein personalisiertes: Der Käufer nennt seine Angaben, Du setzt sie ein.

Aus Abschnitt 6.4: Das ist steuerlich ein anderer Fall und muss entsprechend behandelt werden.

Die linke Spalte ist die praktische Lösung: Die dekorative Schrift steckt in einem festen Element, die änderbaren Teile verwenden freie Schriften. Der Käufer bekommt den besonderen Look und kann trotzdem alles ändern, was er ändern muss.

Der Hinweis in der Anleitung

Ein Satz, der eine Nachrichtenart vollständig abfängt:

„Die Vorlage verwendet die Schriften X und Y. Beide sind im kostenlosen Konto verfügbar. Wenn Du eine andere Schrift wählst, kann sich das Layout verschieben; mit Strg+Z machst Du das rückgängig.”

Der zweite Halbsatz ist wichtig. Viele Käufer probieren Schriften aus, sind mit dem Ergebnis unzufrieden und halten es für einen Fehler des Produkts.

Der Nebeneffekt für Deine Wiedererkennung

Aus Abschnitt 4.9: zwei Schriften über alle Produkte hinweg.

Wenn diese beiden frei verfügbar sind, kannst Du sie sowohl in festen Dateien als auch in Vorlagen verwenden. Dein ganzes Sortiment sieht dann aus einem Guss aus, und die Schriftfrage ist ein für alle Mal geklärt.

Deshalb lohnt es sich, die Auswahl aus Kapitel vier von vornherein unter diesem Gesichtspunkt zu treffen.

Aufgabe

Deine Schriften prüfen

Mehr zum Thema im Wissensportal