11.6Bearbeitbare Vorlagen richtig ausliefern25 Minuten

Vorlagen sperren: was sich nicht verschieben lassen darf

Danach hast Du: Deine Vorlage lässt genau das ändern, was geändert werden soll, und nichts sonst.

Die wirksamste Einzelmaßnahme gegen Betreuungsaufwand: Was gesperrt ist, kann nicht verrutschen, nicht gelöscht und nicht versehentlich verändert werden.

Die Grundregel

Alles ist gesperrt, außer dem, was geändert werden soll.

Nicht umgekehrt. Wer nur die offensichtlich empfindlichen Elemente sperrt, übersieht immer eines, und genau das erwischt es.

Was gesperrt gehört

ElementSperrenWarum
Hintergrund und HintergrundflächenJaVerschwindet sonst mit einem Fehlklick
Rahmen und ZierelementeJaVerrutschen leicht
Feste BeschriftungenJaSollen gleich bleiben
Grafiken und SymboleJaGehören zur Gestaltung
Positionsrahmen von TextfeldernJa, soweit möglichDer Text bleibt änderbar, die Position nicht
Änderbare TextfelderNeinDas ist der Zweck
Bildplatzhalter, wenn vorgesehenNeinDer Käufer soll sein Foto einsetzen

Die Balance

Zu viel Sperren macht das Produkt nutzlos, zu wenig macht es fragil. Die Frage, die entscheidet: Wofür hat der Käufer bezahlt?

Zu viel gesperrt

Nur der Name lässt sich ändern, sonst nichts.

Der Käufer, der die Farbe an sein Fest anpassen will, ärgert sich und bewertet entsprechend.

Richtig

Texte, Farben und gegebenenfalls Bilder sind frei. Aufbau, Rahmen und Hintergrund sind fest.

Der Käufer kann alles, was er braucht, und nichts, was er kaputt machen könnte.

Was Du in der Beschreibung nennen musst

Was gesperrt ist, gehört ins Listing. Sonst kauft jemand mit einer Erwartung, die das Produkt nicht erfüllt.

Zwei Zeilen, die Streit vermeiden

„Änderbar sind: alle Texte, die Farben und das Foto in der Mitte."

„Nicht änderbar sind: der Aufbau, der Rahmen und die Position der Elemente."

Klar, knapp, und der Käufer weiß, woran er ist. Das ist zugleich ein Qualitätsmerkmal: Ein Produkt, bei dem der Anbieter das so genau benennt, wirkt durchdacht.

Die Prüfung in der Testkopie

Sperren ohne Prüfen führt zu einem häufigen Ärgernis: Man sperrt zu viel und merkt es nicht, weil man selbst als Eigentümer der Vorlage weiterhin alles ändern kann.

Die Prüfung
  1. Den Vorlagenlink in einem zweiten Konto öffnen und eine Kopie erstellen.
  2. In dieser Kopie versuchen, alles zu ändern, was änderbar sein soll.
  3. Und versuchen, das zu ändern, was gesperrt sein soll.
  4. Beides muss stimmen. Erst dann ist die Vorlage fertig.

Die Alternative zum Sperren: die feste Grafik

Für Elemente, die auf keinen Fall geändert werden sollen, gibt es einen zweiten Weg: Sie werden Teil eines Bildes statt eines eigenen Elements.

Der Aufbau, der Rahmen und alle Zierelemente werden in einem Bildbearbeitungsprogramm zu einer Grafik zusammengefasst und als Hintergrund eingesetzt. Darüber liegen nur noch die Textfelder.

Gesperrte ElementeFeste Grafik
Aufwand beim BauenGeringHöher
SicherheitHochVollständig
Später änderbarJaNur im Ausgangsprogramm
Farben durch Käufer änderbarJaNein

Die letzte Zeile entscheidet meistens: Wenn der Käufer Farben anpassen soll, geht die feste Grafik nicht. Wenn nicht, ist sie die robustere Lösung.

Der Satz für die Anleitung

„Der Aufbau der Vorlage ist geschützt, damit nichts versehentlich verrutscht. Ändern kannst Du die Texte, die Farben und das Bild. Wenn Du am Aufbau etwas ändern möchtest, schreib mir; oft lässt sich das einrichten.”

Der letzte Halbsatz ist Kundendienst und kostet Dich selten Arbeit. Die meisten fragen nicht nach; die wenigen, die fragen, bekommen eine Sonderfassung und werden Stammkäufer.

Aufgabe

Deine Vorlage sperren

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