11.3Bearbeitbare Vorlagen richtig ausliefern20 Minuten
Was der Käufer braucht, um sie zu öffnen
Danach hast Du: Du weißt, was der Käufer mitbringen muss, und hast es in Deiner Beschreibung genannt.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 11.3 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Der häufigste Grund für Ärger bei Vorlagenprodukten ist nicht ein technischer Fehler, sondern eine nicht genannte Voraussetzung. Der Käufer erwartet eine Datei und bekommt einen Zugang.
Die vier Voraussetzungen
| Voraussetzung | Aufwand für den Käufer |
|---|---|
| Ein kostenloses Konto beim Vorlagendienst | Zwei Minuten |
| Ein Gerät mit Internetzugang | Hat er |
| Grundkenntnisse im Umgang mit dem Programm | Unterschiedlich |
| Gegebenenfalls ein Abo, wenn Pro-Inhalte enthalten sind | Das Problem |
Die letzte Zeile ist der Punkt, an dem die schlechten Bewertungen entstehen. Ein Käufer, der eine Vorlage für 9 Euro kauft und dann feststellt, dass er ein Abo braucht, um sie zu verwenden, fühlt sich getäuscht, und das zu Recht.
Bau Vorlagen ausschließlich aus frei verfügbaren Inhalten. Keine Pro-Elemente, keine Pro-Schriften, keine Pro-Fotos.
Das ist eine Einschränkung bei der Gestaltung und ein Verkaufsargument in der Beschreibung: „Funktioniert vollständig mit dem kostenlosen Konto." Wer das schreiben kann, hebt sich von den vielen Angeboten ab, die es nicht können.
Die Kenntnisse
Die Spannbreite ist groß. Manche Käufer arbeiten beruflich mit dem Programm, andere haben es noch nie geöffnet.
Für die zweite Gruppe baust Du die Anleitung. Und für sie triffst Du eine Gestaltungsentscheidung: Je weniger der Käufer ändern kann, desto weniger kann er falsch machen. Abschnitt 11.6 zeigt, wie man Elemente sperrt.
Das Telefon
Ein erheblicher Teil der Käufer öffnet die Vorlage am Telefon. Das funktioniert, ist aber eingeschränkt: kleiner Bildschirm, andere Bedienung, manche Funktionen fehlen in der App.
- Die Vorlage selbst einmal am Telefon öffnen und bearbeiten. Was Dir dabei mühsam vorkommt, ist für den Käufer unmöglich.
- Große Textfelder verwenden, die sich mit dem Finger treffen lassen.
- Wenig übereinanderliegende Elemente, weil das Auswählen am Telefon schwierig ist.
- Den Hinweis geben, dass die Bearbeitung am Rechner bequemer ist. Nicht als Bedingung, sondern als Empfehlung.
Der Text für die Beschreibung
Er gehört weit nach oben, nicht ans Ende. Ein Vorschlag:
„Das ist eine bearbeitbare Vorlage, keine fertige Datei. Du erhältst sofort nach dem Kauf ein PDF mit einem Link. Über diesen Link legst Du Dir eine eigene Kopie der Vorlage an und änderst Namen, Daten und Texte selbst.
Du brauchst dafür ein kostenloses Canva-Konto. Ein Abo ist nicht nötig: Die Vorlage verwendet ausschließlich frei verfügbare Schriften und Elemente.
Am Rechner ist die Bearbeitung bequemer als am Telefon, beides funktioniert."
Drei Absätze, und die häufigsten Missverständnisse sind ausgeräumt. Aus Abschnitt 15.4 wird das später Teil Deines Beschreibungsgerüsts.
Was Du nicht versprechen solltest
„Ganz einfach in 2 Minuten.“ Für manche stimmt es, für andere nicht, und wer eine halbe Stunde braucht, fühlt sich unfähig gemacht.
„Keine Vorkenntnisse nötig.“ Auch wenn es fast stimmt: Der Satz erzeugt eine Erwartung, an der Du gemessen wirst.
Besser ist eine sachliche Beschreibung dessen, was zu tun ist. Wer weiß, was auf ihn zukommt, ist zufriedener als wer eine unterschrittene Erwartung hat.
Die Voraussetzung, die Du nicht nennen musst
Ein Drucker. Viele Käufer geben ihre fertige Datei bei einem Druckdienst ab, und das ist ein Vorteil dieser Produktart: Das Ergebnis ist eine PDF-Datei, die überall gedruckt werden kann.
Ein Hinweis darauf ist sogar hilfreich, weil er dem Käufer eine Möglichkeit zeigt, an die er nicht gedacht hat. Er gehört in die Anleitung, nicht in die Beschreibung.
Aufgabe
Die Voraussetzungen benennen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
