11.1Bearbeitbare Vorlagen richtig ausliefern25 Minuten
Wie eine Vorlage zum Bearbeiten funktioniert
Danach hast Du: Du verstehst den vollständigen Ablauf einer Vorlage vom Kauf bis zum Ausdruck beim Käufer.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 11.1 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
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Eine bearbeitbare Vorlage ist kein Download, sondern ein Zugang. Dieser Unterschied bestimmt alles Weitere.
Der Weg des Käufers
- Er kauft und bekommt sofort ein PDF von wenigen Kilobyte.
- Er öffnet das PDF, in dem ein Link steht und eine kurze Anleitung.
- Er klickt den Link und landet in Canva.
- Er meldet sich an oder legt ein kostenloses Konto an.
- Er bekommt eine eigene Kopie der Vorlage in seinem Konto.
- Er ändert, was er ändern darf: Namen, Daten, Farben, je nachdem, was Du freigegeben hast.
- Er lädt sein Ergebnis herunter und druckt es.
Sieben Schritte, und an fünf davon kann etwas schiefgehen. Das ist der ganze Unterschied zu einem PDF, bei dem es zwei Schritte sind.
Was dabei mit Deinem Original geschieht
Nichts. Der Käufer arbeitet an einer Kopie in seinem eigenen Konto.
Was der Käufer hat
Eine vollständige Kopie in seinem Konto, die er beliebig ändern kann.
Änderungen wirken sich nur auf seine Kopie aus.
Was Du behältst
Dein Original, unverändert.
Änderungen daran betreffen nur künftige Käufer, nicht die bisherigen.
Die rechte Spalte hat eine praktische Folge, die man kennen muss: Ein Fehler in der Vorlage lässt sich für bereits erfolgte Käufe nicht nachträglich beheben. Wer eine Vorlage mit falschem Datum verkauft hat, muss die betroffenen Käufer anschreiben.
Was Du kontrollierst und was nicht
| Bereich | Unter Deiner Kontrolle |
|---|---|
| Aufbau und Gestaltung der Vorlage | Ja |
| Welche Elemente gesperrt sind | Ja, siehe 11.6 |
| Welche Schriften enthalten sind | Ja, siehe 11.5 |
| Ob der Käufer ein Konto anlegt | Nein |
| Ob er die Anleitung liest | Nein |
| Was er nach dem Bearbeiten damit tut | Nur über die Lizenz |
| Ob der Dienst dauerhaft besteht | Nein |
Die letzte Zeile ist ein echtes Risiko, das man kennen sollte: Ein Vorlagenprodukt hängt von einem fremden Dienst ab. Wenn dieser Dienst seine Bedingungen ändert oder verschwindet, ist das Produkt betroffen.
Ein Shop, der nur aus Vorlagen eines einzigen Anbieters besteht, steht auf einem Bein. Ein Mischsortiment aus festen Dateien und Vorlagen ist die stabilere Grundlage.
Als Faustregel: Vorlagen nicht mehr als die Hälfte des Sortiments. Der Rest sind PDFs, die unabhängig funktionieren.
Der Unterschied zum verkauften Design
Ein wichtiger Punkt für die Beschreibung: Der Käufer bekommt kein Bearbeitungsrecht an Deiner Gestaltung, sondern das Recht, sie für seinen eigenen Zweck anzupassen.
Was er nicht darf: die Vorlage weitergeben, sie als eigene Vorlage verkaufen, oder den Link teilen. Das ist der Punkt, an dem es sonst zu Missverständnissen kommt, und er gehört ausdrücklich in die Lizenz aus Abschnitt 12.4.
Was Du jetzt einmal machen solltest
Bau eine einfache Testvorlage und geh den Weg des Käufers vollständig durch, in einem Browser, in dem Du nicht angemeldet bist.
Dabei siehst Du genau das, was Dein Käufer sieht: die Anmeldeaufforderung, die Bezeichnung der Schaltflächen, die Stelle, an der man zögert. Diese zwanzig Minuten sind die Grundlage für die Anleitung, die Du in Abschnitt 11.8 schreibst.
Aufgabe
Den Ablauf einmal selbst durchgehen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
