9.1Gestaltung in Canva25 Minuten

Canva einrichten: Marke, Maße, Schriften

Danach hast Du: Canva ist eingerichtet, Deine Festlegungen sind hinterlegt, das erste Dokument steht.

Zwanzig Minuten Einrichtung sparen bei jedem weiteren Produkt eine halbe Stunde. Es lohnt sich, sie jetzt zu investieren, statt beim dritten Produkt festzustellen, dass alle Dateien unterschiedliche Maße haben.

Das Dokument richtig anlegen

Canva bietet Vorlagen für gängige Formate an. Verwende sie nicht, sondern leg das Dokument mit eigenen Maßen in Millimetern an.

FormatMaße in mm
A5148 × 210
A4210 × 297
A3297 × 420
A2420 × 594
US Letter216 × 279
8 × 10 Zoll203 × 254

Der Grund für Millimeter statt Pixel: Canva rechnet daraus beim Export die Auflösung selbst, und zwar richtig. Wer in Pixeln arbeitet, muss die Umrechnung aus Abschnitt 8.2 selbst im Kopf haben.

Die vorgefertigten Vorlagen sind eine Falle

Canvas Auswahl enthält Vorlagen wie „Poster" oder „Flyer" mit Maßen, die weder DIN noch Zoll entsprechen. Wer damit arbeitet, hat ein Produkt in einer Größe, die in keinen Rahmen passt.

Prüf bei jedem neuen Dokument die Maße, bevor Du anfängst. Nachträglich ändern geht, verschiebt aber alles.

Die Farben hinterlegen

Aus Abschnitt 4.9 hast Du fünf Farben mit ihren Werten. Trag sie ein, damit Du sie nicht bei jedem Element neu suchst.

In der kostenlosen Fassung geht das über die zuletzt verwendeten Farben: Wer sie einmal per Wert eingibt, findet sie danach in der Auswahl. Mit einem Abo gibt es dafür einen eigenen Bereich.

Notier die Werte zusätzlich außerhalb von Canva. Auf Deinem Nischenblatt oder in einer Textdatei. Wenn Du später mit einem anderen Programm arbeitest, brauchst Du sie.

Die Schriften

Zwei Fragen, bevor Du eine Schrift festlegst:

Die Schriftprüfung
  1. Sind alle Umlaute vorhanden? Viele dekorative Schriften haben kein Ä, Ö, Ü und kein ß. Tipp ein Testwort ein, das alle enthält, etwa „Größe Öffnung Übung".
  2. Ist sie in der kostenlosen Fassung verfügbar? Wenn nicht und Du kein Abo hast, taugt sie nicht als Hausschrift.

Der erste Punkt kostet regelmäßig Produkte. Ein Planer, in dem statt „Größe” nur „Gr e” steht, weil das ö fehlt, ist unverkäuflich, und der Fehler fällt oft erst im Export auf.

Was die kostenlose Fassung kann

FunktionKostenlos
Eigene DokumentmaßeJa
Export als PDF und PNGJa
Export mit transparentem HintergrundNein, Abo
Größe eines Entwurfs ändernNein, Abo
Freie Elemente und SchriftenJa, große Auswahl
Pro-ElementeNein, Abo
Vorlagen zum Teilen erstellenJa
Hintergrund entfernenNein, Abo

Die zwei fehlenden Funktionen, die wirklich weh tun, sind die Transparenz und die Größenanpassung. Beide lassen sich umgehen:

Transparenz über ein anderes Programm nachträglich, oder indem man Produkte baut, die keine brauchen.

Größen durch ein zweites Dokument, in das man den Inhalt kopiert und anpasst. Abschnitt 9.7 zeigt, wie das ohne Qualitätsverlust geht.

Wann sich das Abo lohnt

Nicht am Anfang. Bau drei Produkte kostenlos, verkauf sie, und sieh, ob der Shop läuft.

Ab etwa zwanzig Listings wird die Größenanpassung zum entscheidenden Zeitfaktor, und dann ist das Abo eine Investition, die sich in Stunden rechnet. Vorher ist es ein Abo, das man kündigt.

Das Ausgangsdokument

Wenn Maße, Farben und Schriften stehen, speicher das leere Dokument unter einem klaren Namen, etwa „Vorlage A4 leer”.

Bei jedem neuen Produkt duplizierst Du es, statt neu anzufangen. Das ist die einfachste Form von Wiederverwendung und der Grund, warum Dein zehntes Produkt in zwei Stunden statt in sechs entsteht.

Abschnitt 9.9 baut daraus eine richtige Vorlagensammlung.

Aufgabe

Canva einrichten

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