10.8Gestaltung in Photoshop und Affinity20 Minuten
Affinity als einmalig bezahlte Alternative
Danach hast Du: Du hast entschieden, mit welchem Programm Du arbeitest, und kennst die Unterschiede.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 10.8 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
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Die Abofrage stellt sich bei jedem, der digitale Produkte baut: Ein laufender Beitrag für ein Programm, das man vielleicht zwei Stunden im Monat nutzt, ist bei einem Nebenerwerb ein spürbarer Posten.
Die Rechnung über drei Jahre
| Weg | Kosten über drei Jahre |
|---|---|
| Abo für ein Bildprogramm | Je nach Tarif dreistellig bis mittlere dreistellige Beträge |
| Affinity, einmalig gekauft | Einmalig, meist unter dem Preis eines Abojahres |
| Kostenlose Programme | Null, dafür Einschränkungen, siehe 10.9 |
Bei einem Shop, der im ersten Jahr 3.000 Euro umsetzt, ist ein Abo ein spürbarer Anteil des Gewinns. Bei einem, der 30.000 umsetzt, ist es eine Nebensächlichkeit.
Was in Affinity gleich funktioniert
- Ebenen, Masken, Gruppen in derselben Logik.
- Zerstörungsfreies Arbeiten über Einstellungsebenen und Live-Filter.
- Freistellen mit vergleichbaren Auswahlwerkzeugen.
- Farbprofile setzen und einbetten.
- Stapelverarbeitung über einen eigenen Stapelauftrag.
- Vorlagen mit Austauschstellen, dort meist über eingebettete Dokumente.
Alles, was dieses Kapitel beschreibt, lässt sich in Affinity umsetzen. Die Bezeichnungen sind teilweise andere, das Vorgehen ist dasselbe.
Was anders heißt
| Photoshop | Affinity |
|---|---|
| Smartobjekt | Eingebettetes Dokument |
| Aktion | Makro |
| Stapelverarbeitung | Stapelauftrag |
| Arbeitsbereich | Persona |
| Smartfilter | Live-Filter |
Die Umgewöhnung dauert erfahrungsgemäß ein bis zwei Arbeitstage. Wer Photoshop nie gelernt hat, merkt keinen Unterschied.
Was fehlt oder umständlicher ist
Anleitungen im Netz beziehen sich überwiegend auf den Marktführer. Wer eine Lösung sucht, findet sie in Photoshop-Begriffen und muss übersetzen.
Fremde Vorlagendateien, etwa gekaufte Mockups, kommen fast immer im Photoshop-Format. Affinity öffnet es, meistens gut, gelegentlich mit Abweichungen bei Effekten.
Einzelne automatische Funktionen sind weniger ausgereift, etwa bei sehr feinen Freistellungen.
Keine dieser Einschränkungen verhindert die Arbeit an digitalen Produkten. Die zweite ist die praktisch relevanteste, und sie lässt sich umgehen, indem man eigene Mockups baut, wie in Abschnitt 10.7 beschrieben.
Die Empfehlung
Abo, wenn
Du es beruflich ohnehin hast.
Du regelmäßig fremde Vorlagendateien verwendest.
Der Shop genug abwirft, dass der Betrag nicht ins Gewicht fällt.
Einmalkauf, wenn
Du neu anfängst und laufende Kosten vermeiden willst.
Du überwiegend eigene Dateien baust.
Der Shop ein Nebenerwerb bleiben soll.
Das ist der Regelfall für die Leser dieses Kurses.
Vor der Entscheidung testen
Beide Wege haben Testmöglichkeiten. Nutz sie, und teste nicht irgendetwas, sondern genau die Arbeitsschritte, die Du brauchst:
- Ein Motiv freistellen und auf farbigem Grund prüfen.
- Eine Datei mit Ebenen aufbauen und eine Austauschstelle einrichten.
- Ein Makro aufzeichnen und auf drei Dateien anwenden.
- Mit eingebettetem Profil exportieren und die Datei prüfen.
Wenn diese vier Schritte funktionieren, funktioniert alles, was dieses Kapitel beschreibt.
Die Entscheidung, die nicht endgültig ist
Dateien lassen sich zwischen den Programmen austauschen, wenn auch nicht immer verlustfrei. Wer wechselt, verliert nicht seine Arbeit, sondern muss einzelne Vorlagen neu aufbauen.
Deshalb ist das keine Grundsatzentscheidung, sondern eine Kostenfrage. Und für den Anfang eines Nebenerwerbs ist die Antwort auf Kostenfragen fast immer dieselbe: die Variante, die keine laufenden Verpflichtungen erzeugt.
Aufgabe
Deine Programmentscheidung treffen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
