10.2Gestaltung in Photoshop und Affinity25 Minuten

Das Dokument richtig anlegen

Danach hast Du: Deine Dokumente sind von Anfang an richtig angelegt und müssen nicht nachträglich umgerechnet werden.

Vier Einstellungen beim Anlegen entscheiden darüber, ob das Produkt später funktioniert. Sie nachträglich zu ändern, geht in drei von vier Fällen mit Qualitätsverlust.

Die vier Einstellungen

EinstellungWertWarum
MaßeDie größte angebotene Größe, in MillimeternVerkleinern geht ohne Verlust, vergrößern nicht
Auflösung300 dpiDer Standard für Druck, siehe 8.2
FarbmodusRGB, Profil sRGBDeine Käufer drucken selbst, siehe 8.2
HintergrundWeiß oder transparent, je nach ProduktTransparenz nachträglich zu erzeugen, ist Arbeit

Die erste Zeile ist die wichtigste und wird am häufigsten falsch gemacht: Wer in A4 arbeitet und später A2 anbieten will, hat ein Problem, das sich nicht lösen lässt.

Die Regel, die alles vereinfacht

Leg das Dokument immer in der größten Größe an, die Du je anbieten könntest, und exportiere daraus die kleineren.

Ein A2-Dokument bei 300 dpi ist groß und träge, aber es ist die einzige Datei, die Du brauchst. Aus ihr entstehen A3, A4 und A5 in Sekunden, in voller Qualität.

Die Werte für die gängigen Produktarten

ProduktDokumentgrößeHintergrund
Wandbild, DINA2 bei 300 dpiWeiß
Wandbild, Zoll24 × 36 Zoll bei 300 dpiWeiß
Clipart einzeln3.000 × 3.000 px bei 300 dpiTransparent
Muster, nahtlos2.000 × 2.000 px, quadratischFarbig oder transparent
Mockup-Vorlage2.000 px lange KanteWeiß
Listingbild2.000 × 2.000 pxWeiß

Die letzte Zeile betrifft Kapitel 16: Etsy zeigt Bilder quadratisch an, und wer sie gleich quadratisch anlegt, bekommt keine unerwarteten Zuschnitte.

Der Hintergrund

Drei Möglichkeiten, und die Wahl hat Folgen:

Weiß für alles, was gedruckt wird. Es entspricht dem Papier und zeigt beim Arbeiten, wie das Ergebnis aussieht.

Transparent für alles, was weiterverwendet wird. Cliparts, Motive, Elemente.

Farbig nur als Arbeitshilfe, nicht als Endzustand. Wer auf farbigem Grund arbeitet, sieht Ränder und Säume, die auf Weiß unsichtbar wären. Vor dem Export wieder abschalten.

Der Prüfhintergrund, den man eingeschaltet lässt

Ein häufiger Fehler: Man legt zum Prüfen eine dunkle Fläche unter das Motiv, vergisst sie, und exportiert sie mit.

Deshalb: Prüfebene immer als oberste oder unterste Ebene und deutlich benennen, etwa „PRUEFEN-NICHT-EXPORTIEREN". Beim Export fällt sie dann auf.

Die Vorlage

Wenn die Einstellungen stehen, speicher das leere Dokument als Vorlagendatei. Bei jedem neuen Produkt öffnest Du sie, statt die Werte erneut einzutragen.

Bei mehreren Produktarten lohnen sich mehrere Vorlagen, benannt nach dem Schema aus Abschnitt 9.9: 00-Wandbild-A2, 00-Clipart-3000, 00-Listingbild-2000.

Was Du beim Anlegen schon mitdenken solltest

Den Sicherheitsabstand. Leg gleich Hilfslinien an, 5 bis 10 Millimeter von jeder Kante, nach Abschnitt 8.4.

Das Raster. Dieselben Linien wie in Canva, nach Abschnitt 9.2. Wenn beide Programme dasselbe Raster verwenden, passen die Produkte aus beiden zusammen.

Die Ebenenstruktur. Ein Grundgerüst aus benannten Ebenen, in das Du hineinarbeitest. Abschnitt 10.3 zeigt, wie es aussieht.

Diese drei Vorbereitungen kosten zusammen zehn Minuten, einmalig. Sie sind der Grund, warum eine Vorlage mehr wert ist als ein leeres Dokument.

Aufgabe

Dein Dokument anlegen

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