14.5Suchbegriffe recherchieren25 Minuten

Bezahlte Werkzeuge: wann sie sich lohnen

Danach hast Du: Du hast entschieden, ob und wann ein bezahltes Werkzeug für Dich sinnvoll ist.

Es gibt eine Reihe von Werkzeugen, die Suchbegriffe für Etsy auswerten, meist als monatliches Abo. Die Frage ist nicht, ob sie funktionieren, sondern ob sie ihr Geld wert sind.

Was sie liefern

LeistungNutzen
Geschätztes Suchvolumen je BegriffHoch, wenn die Schätzung gut ist
Wettbewerbszahl je BegriffAuch selbst ermittelbar, aber schneller
Verwandte Begriffe in ListenformSpart die Arbeit aus 14.2
Analyse fremder ShopsInteressant, teils spekulativ
Verlauf über die ZeitNützlich für Saison

Die erste Zeile ist der eigentliche Kaufgrund. Alles andere lässt sich mit den Methoden aus 14.2 bis 14.4 auch von Hand machen, nur langsamer.

Woher die Zahlen stammen

Das ist der Punkt, den man kennen sollte: Etsy veröffentlicht keine Suchvolumina.

Woher die Anbieter ihre Zahlen nehmen
  1. Aus Daten anderer Suchmaschinen, übertragen auf Etsy.
  2. Aus eigenen Messungen, etwa der Häufigkeit von Vorschlägen.
  3. Aus Nutzerdaten, wenn viele Verkäufer ihre Shops verbinden.
  4. Aus Modellrechnungen, die aus Treffern und Verkäufen zurückrechnen.

Alle vier sind vertretbar und keine ist exakt. Zwei Werkzeuge nennen für denselben Begriff regelmäßig sehr unterschiedliche Zahlen.

Wie Du damit umgehst

Nimm die Zahlen als Reihenfolge, nicht als Menge. Dass Begriff A häufiger ist als Begriff B, ist meist zutreffend. Dass Begriff A genau 2.400 Anfragen im Monat hat, ist eine Schätzung mit unbekannter Genauigkeit.

Und prüf jeden Begriff, den Du übernehmen willst, mit der Fünf-Sekunden-Prüfung aus 14.2: Anfrage eingeben, erste Reihe ansehen. Diese Prüfung schlägt jede Schätzung.

Die drei Voraussetzungen

Bevor sich ein Abo lohnt:

Alle drei
  1. Mindestens zwanzig Listings. Darunter ist die Handarbeit aus 14.2 in derselben Zeit erledigt.
  2. Ein Shop, der Umsatz macht. Aus Abschnitt 5.9: Abos, die man kündigt, haben nur Abbuchungen gebracht.
  3. Eine konkrete Frage. Wer ohne Frage ein Werkzeug abonniert, sieht sich Zahlen an und tut danach nichts anderes als vorher.

Die Rechnung

Ein Abo im mittleren zweistelligen Bereich je Monat kostet im Jahr mehrere hundert Euro.

ca. 4.950 €Gewinn im Beispieljahr aus Abschnitt 5.9
10 bis 15 %davon frisst ein mittleres Abo
2 hHandarbeit, die es je Produkt ersetzt

Bei zwanzig Produkten im Jahr ersetzt das Werkzeug etwa vierzig Stunden Handarbeit. Wenn das Abo 400 Euro kostet, entspricht das einem Stundenwert von zehn Euro; ob sich das lohnt, hängt davon ab, was Du sonst mit den vierzig Stunden anfangen würdest.

Bei fünf Produkten im Jahr lohnt es nicht. Bei hundert lohnt es deutlich.

Worauf Du achten solltest

PrüfungWarum
Deutschsprachige Daten vorhandenViele Werkzeuge sind auf den englischen Markt ausgelegt
Monatlich kündbarSonst ein Jahr gebunden für einen Test
Welche Rechte am Etsy-Konto verlangt werdenLesezugriff genügt für Statistiken
Ob es eine kostenlose Stufe gibtOft reicht sie für den Anfang

Die erste Zeile ist für diesen Kurs die wichtigste: Ein Werkzeug, das nur englische Begriffe kennt, hilft in einer deutschsprachigen Nische wenig.

Der Test, wenn Du einen machst

Einen Monat, mit einer klaren Frage, etwa: „Welche fünf Begriffe für mein bestes Listing sind besser als die, die ich habe?”

Nach dem Monat vergleichst Du: Hat sich etwas geändert, das die Kosten rechtfertigt? Wenn nicht, kündigen. Das ist keine Niederlage, sondern die richtige Antwort auf eine geprüfte Frage.

Die ehrliche Empfehlung

Für das erste Jahr: nicht nötig.

Die Methoden aus 14.2 bis 14.4 liefern genug Material für die ersten vierzig Listings. Die Zeit, die ein Werkzeug spart, geht in dieser Phase ohnehin in das Bauen, nicht in die Recherche.

Ab etwa fünfzig Listings und regelmäßigem Umsatz ändert sich die Rechnung, und dann lohnt sich der Test.

Aufgabe

Deine Werkzeugentscheidung treffen

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