14.4Suchbegriffe recherchieren25 Minuten

Kostenlose Quellen jenseits von Etsy

Danach hast Du: Du hast Deine Begriffsliste aus mehreren unabhängigen Quellen ergänzt.

Etsys eigene Vorschläge sind die beste Quelle, aber nicht die einzige. Vier weitere sind kostenlos und ergänzen sie in verschiedene Richtungen.

Quelle eins: allgemeine Suchmaschinen

Dieselbe Technik wie in Abschnitt 14.2: Begriff eintippen, Vorschläge notieren, Buchstaben anhängen.

VorteilGrenze
Zeigt, wie Menschen außerhalb von Etsy formulierenNicht alle Suchenden wollen kaufen
Längere Anfragen, oft als FrageDeutlich mehr Informationssuche
Zeigt verwandte ThemenNicht alles ist auf Etsy relevant

Besonders wertvoll ist der Bereich mit verwandten Fragen, den viele Suchmaschinen anzeigen. Dort steht, was Menschen zu Deinem Thema wissen wollen, und das ist Material für die Beschreibung aus Abschnitt 13.9.

Quelle zwei: Trendwerkzeuge

Sie zeigen keine absoluten Zahlen, sondern Verläufe und Vergleiche. Genau das braucht man für zwei Fragen.

Wofür sie taugen
  1. Saison erkennen. Wann im Jahr steigt die Nachfrage nach Deinem Thema? Aus Abschnitt 4.7 kennst Du die Vorlaufzeiten; hier siehst Du sie belegt.
  2. Zwei Begriffe vergleichen. Heißt es „Wochenplaner" oder „Wochenübersicht"? Der Vergleich zeigt, welcher häufiger ist.
Was sie nicht können

Sie zeigen die allgemeine Websuche, nicht die Etsy-Suche. Ein Begriff, der allgemein häufig ist, kann auf Etsy bedeutungslos sein und umgekehrt.

Für die Saisonfrage sind sie zuverlässig, für die Volumenfrage nur ein Hinweis. Die Prüfung aus Abschnitt 14.2, Punkt drei, bleibt nötig: Was steht bei Etsy tatsächlich auf der ersten Seite?

Quelle drei: die Sprache der Zielgruppe

Foren, Gruppen und Kommentarbereiche, in denen Deine Zielgruppe sich austauscht.

Dort steht, wie über das Problem gesprochen wird, mit welchen Wörtern, und welche Begriffe die Menschen selbst verwenden. Das ist die Quelle für die Anfragen aus dem vierten Suchmuster in Abschnitt 14.1.

Ein Beispiel aus der Praxis

In einer Gruppe für pflegende Angehörige heißt es nicht „Medikationsplan", sondern „Tablettenplan" oder „Medikamentenliste". Wer das Fachwort verwendet, wird von der Fachwelt gefunden und von den Angehörigen nicht.

Beide Begriffe gehören ins Listing, und der laienhafte gehört nach vorn, weil dort die Menge ist.

Quelle vier: Deine eigene Statistik

Aus Abschnitt 13.10: die Begriffe, über die Besucher tatsächlich kamen.

Das ist die einzige Quelle, die Deinen konkreten Shop betrifft, und deshalb die wertvollste, sobald genug Daten da sind. Sie beantwortet nicht, wonach gesucht wird, sondern wofür Du gefunden wirst.

BefundWas zu tun ist
Begriff bringt Aufrufe und VerkäufeIn weitere Listings übernehmen
Begriff bringt Aufrufe ohne VerkäufePrüfen, ob er wirklich passt
Begriff, den Du nicht gesetzt hastEtsy hat ihn abgeleitet; ausdrücklich aufnehmen

Die letzte Zeile kommt häufiger vor, als man denkt: Etsy findet Listings auch über Begriffe, die nicht wörtlich im Titel stehen. Wenn ein solcher Begriff Verkäufe bringt, gehört er ausdrücklich hinein.

Was Du nicht brauchst

Listen mit „den 100 besten Etsy-Keywords”. Sie sind allgemein, veraltet und beschreiben Nischen, die dadurch erst recht voll werden.

Angebliche Suchvolumina ohne Quellenangabe. Etsy veröffentlicht keine. Wer Zahlen nennt, schätzt, und die Qualität der Schätzung ist nicht erkennbar.

Werkzeuge, die Zugriff auf Dein Etsy-Konto verlangen, ohne dass klar ist, wofür. Abschnitt 14.5 behandelt die Werkzeugfrage im Einzelnen.

Der Aufwand für alle vier Quellen

Beim ersten Mal etwa zwei Stunden. Danach je Produkt zwanzig Minuten, weil die Grundlagen stehen und nur noch ergänzt wird.

Das Ergebnis ist eine Liste von sechzig bis hundertfünfzig Begriffen, aus denen Abschnitt 14.9 eine geordnete Datenbank macht.

Aufgabe

Weitere Quellen auswerten

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