3.3Welche digitalen Produkte gefragt sind25 Minuten

Planer und Kalender, digital wie zum Ausdrucken

Danach hast Du: Du kannst entscheiden, ob Du einen Planer zum Ausdrucken oder zum Ausfüllen baust, und kennst die Fallstricke beider Wege.

Planer sind die Produktart mit dem höchsten Preis bei überschaubarem Wettbewerb, und mit dem mit Abstand höchsten Aufwand. Zwanzig Stunden für einen vollständigen Jahresplaner sind normal.

Zwei völlig verschiedene Produkte

Beide heißen Planer, und sie haben fast nichts gemeinsam.

Zum Ausdrucken

Ein PDF, das der Käufer druckt und abheftet. Format DIN A5 oder A4, oft mit Lochrand.

Technisch einfach. Der Käufer hat Papieraufwand und druckt meist nur die Seiten, die er braucht.

Zum Ausfüllen am Tablet

Ein PDF mit anklickbaren Verweisen, das in einer Notiz-App am iPad benutzt wird, mit Stift beschrieben.

Technisch anspruchsvoll: Register, Sprungmarken, Querverweise. Dafür höherer Preis und keine Druckkosten für den Käufer.

Was ein digitaler Planer technisch braucht

Das ist der Teil, an dem die meisten scheitern, weil er in keiner Anleitung steht.

Verlinkte Register. Am Rand oder oben eine Leiste, über die man zu Monaten und Bereichen springt. Ohne das ist ein 200-seitiges PDF am Tablet unbenutzbar.

Sprungmarken in beide Richtungen. Vom Jahresüberblick in den Monat, vom Monat in die Woche, und zurück.

Eine Seitengröße, die zum Gerät passt. Ein Format im Verhältnis 4:3 füllt ein iPad aus. DIN A4 lässt Ränder.

Keine Formularfelder. Sie werden nicht gebraucht, weil mit dem Stift geschrieben wird, und sie machen in vielen Apps Probleme.

Der Fehler, der die Bewertung kostet

Ein digitaler Planer ohne funktionierende Verweise ist für den Käufer wertlos, und er merkt es erst nach dem Kauf. Das ist die zuverlässigste Art, eine Ein-Stern-Bewertung zu bekommen.

Prüf jeden Verweis, bevor Du einstellst, und zwar in der App, die Deine Käufer benutzen, nicht im Vorschaufenster Deines Rechners.

Die Jahreszahl als Falle

Ein Planer für ein bestimmtes Jahr verkauft sich von Oktober bis Februar hervorragend und ab März nicht mehr. Ab Dezember ist er tot.

Das heißt: Du baust ihn jedes Jahr neu, oder Du baust ihn undatiert.

DatiertUndatiert
Verkaufszeitraum4 Monateganzjährig
Preishöheretwas niedriger
Arbeit je JahrNeuaufbaukeine
Wettbewerbsaisonal sehr hochgleichmäßig

Der übliche Weg: einen undatierten Grundplaner bauen und daraus jedes Jahr im September die datierte Fassung ableiten. Die Arbeit dafür beträgt wenige Stunden, wenn die Grundlage stimmt.

Was verkauft wird

Haushalt und Geld. Budgetplaner, Haushaltsbücher, Sparübersichten. Der beständigste Bereich, weil das Problem nie weggeht.

Gesundheit und Gewohnheiten. Habit Tracker, Schlafprotokolle, Trainingspläne, Symptomtagebücher.

Arbeit und Selbstständigkeit. Wochenpläne, Projektübersichten, Redaktionspläne, Kundenlisten.

Familie. Essensplaner, Putzpläne, Wochenpläne für Kinder, Ferienplanung.

Spezialplaner. Umzug, Hochzeit, Renovierung, Reise. Hoher Preis, klarer Anlass, überschaubarer Wettbewerb.

Wo Platz ist

Bei den Spezialplanern und überall dort, wo Fachwissen nötig ist.

Ein allgemeiner Wochenplaner konkurriert mit zwanzigtausend anderen. Ein Planer für die Vorbereitung auf eine bestimmte Prüfung, für die Dokumentation einer chronischen Erkrankung oder für den Ablauf einer Hausübergabe konkurriert mit fünf.

Der Aufwand, ehrlich gerechnet

Eine Planerseite kostet mit Übung rund zwanzig Minuten, wenn Raster und Typografie stehen. Ein Planer mit sechzig Seiten sind damit zwanzig Stunden, plus Register, plus Prüfung.

Bei einem Preis von 18 Euro und einem Ertrag von 16 Euro je Verkauf brauchst Du 25 Verkäufe, um die Zeit einzuspielen. Das ist erreichbar, aber es ist kein Wochenendprojekt.

Aufgabe

Deinen Planertyp festlegen

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