6.3Printify einrichten und die Anbieterlogik verstehen15 Minuten
Die Steuerangaben im Konto ausfüllen
Danach hast Du: Deine Steuerangaben sind hinterlegt, und Du weißt, wo die Rechnungen liegen und wie sie aussehen sollten.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 6.3 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Fünf Minuten Arbeit, die darüber entscheiden, ob Du auf jede Anbieterrechnung Umsatzsteuer zahlst, die Du nicht zurückbekommst.
Wo die Angaben liegen
- Im Printify-Konto auf Kontoeinstellungen oder Account settings.
- Den Bereich Tax oder Steuern öffnen.
- Angeben, dass Du als Unternehmen auftrittst, nicht als Privatperson.
- Land eintragen, Unternehmensangaben ergänzen.
- Die USt-IdNr. eintragen und speichern. Das Format ist DE gefolgt von neun Ziffern.
Ohne hinterlegte USt-IdNr. behandelt Dich der Anbieter wie einen Endverbraucher und stellt die Umsatzsteuer seines Landes in Rechnung.
Die bekommst Du in Deutschland nicht als Vorsteuer zurück, sondern allenfalls über ein aufwendiges Erstattungsverfahren im anderen Land. Praktisch heißt das: Sie ist weg. Bei rund 15 Euro Produktionskosten je Stück sind das etwa 2,40 Euro, die von zehn Euro Marge abgehen.
Das Steuerformular
Je nachdem, welche Gesellschaft Deine Rechnung stellt, kann ein amerikanisches Formular zur Steueransässigkeit verlangt werden. In aller Regel ist das für Einzelunternehmer das W-8BEN.
Die Anleitung dazu steht vollständig in 4.8. Die drei Punkte, die zählen:
Die U.S. taxpayer identification number hast Du nicht. Wer dort etwas einträgt, erklärt sich zum US-Steuerpflichtigen.
Die elfstellige persönliche Nummer, nicht die Steuernummer des Finanzamts und nicht die USt-IdNr.
In der Regel drei Jahre nach dem Jahr der Unterzeichnung. Trag Dir eine Erinnerung ein.
Was auf der Rechnung stehen sollte
Nach der ersten Bestellung kannst Du prüfen, ob die Angaben greifen.
| Fall | Was auf der Rechnung steht | Was Du tust |
|---|---|---|
| Anbieter in einem anderen EU-Land, USt-IdNr. hinterlegt | kein Steuerausweis, Hinweis auf Reverse Charge, beide Nummern | Steuer selbst berechnen und anmelden, siehe 4.6 |
| Anbieter in einem anderen EU-Land, keine USt-IdNr. | Umsatzsteuer des anderen Landes | nicht abziehbar, Angaben nachtragen |
| Anbieter in Deutschland | 19 Prozent deutsche Umsatzsteuer | als Regelbesteuerer Vorsteuer abziehen |
| Lieferung findet in den USA statt | keine EU-Steuer | keine deutsche Vorsteuer, siehe 4.4 |
Wo die Rechnungen liegen
- Im Printify-Konto zu Orders oder Bestellungen.
- Eine Bestellung öffnen. Dort liegt der Beleg zu dieser Bestellung.
- Für die Sammelansicht in die Kontoeinstellungen und den Bereich Billing öffnen.
- Dort lassen sich die Belege je Zeitraum herunterladen.
Einmal im Monat alle Belege des Vormonats herunterladen und in den Ordner des Monats legen. Zehn Minuten.
Wer das ein Jahr lang schleifen lässt, sitzt im Januar an dreihundert Einzelbelegen. Kapitel 19 beschreibt die Ablage im Einzelnen.
Der Unterschied zu den Etsy-Gebühren
Ein Punkt, den man sauber trennen sollte, weil beide Rechnungen aus dem Ausland kommen.
| Etsy-Gebühren | Anbieterrechnung | |
|---|---|---|
| Was Du beziehst | eine Dienstleistung | eine Warenlieferung |
| Ort der Leistung | Deutschland, wo Du sitzt | dort, wo die Beförderung beginnt |
| Behandlung | immer Reverse Charge | je nach Land der Druckerei |
Deshalb kann es vorkommen, dass Deine Etsy-Rechnung Reverse Charge trägt und Deine Anbieterrechnung nicht, oder umgekehrt. Das ist kein Fehler, sondern die Folge unterschiedlicher Leistungsarten.
USt-IdNr. eintragen, Formular ausfüllen, erste Rechnung prüfen. Drei Schritte, und die Vorsteuer stimmt für den Rest des Jahres.
Der Fehler, den man nicht macht: mit dem Verkaufen anfangen und die Angaben nachtragen. Rückwirkend lässt sich eine falsch ausgestellte Rechnung nur mit Aufwand korrigieren, und oft gar nicht.
Aufgabe
Steuerangaben eintragen und prüfen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
