20.4Buchhaltung, Zahlen und Skalierung30 Minuten
Buchhaltung mit Billbee
Danach hast Du: Du weißt, ob Billbee für Deinen Fall passt und welche Einstellungen nötig wären.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 20.4 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Billbee ist im deutschsprachigen Raum das verbreitetste Programm für die Anbindung von Marktplätzen. Es ist für Händler mit Ware gebaut, und das prägt seine Stärken und seine Grenzen bei digitalen Produkten.
Was es leistet
| Funktion | Bei digitalen Produkten |
|---|---|
| Bestellungen automatisch abholen | Ja, funktioniert |
| Rechnungen erzeugen | Aus 6.5: nicht an Käufer, siehe Kasten |
| Export für die Buchhaltung | Der eigentliche Nutzen |
| Umsatzsteuerliche Zuordnung | Muss eingerichtet werden |
| Lager und Versand | Nicht relevant |
| Automatische Nachrichten | Möglich, siehe 19.3 |
Die dritte Zeile ist der Grund, warum es sich lohnen kann: Ein Export, den der Steuerberater direkt einlesen kann, spart auf beiden Seiten Zeit.
Programme dieser Art erzeugen standardmäßig Rechnungen an den Käufer, mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Bei automatisch ausgelieferten Dateien ist das falsch, aus Abschnitt 6.5, und nach § 14c UStG schuldest Du die ausgewiesene Steuer.
Wer ein solches Programm einsetzt, muss diese Automatik abschalten oder umkonfigurieren, bevor die erste Bestellung durchläuft.
Das ist der wichtigste Satz dieses Abschnitts, und er gilt für jedes Programm dieser Art, nicht nur für dieses eine.
Die nötigen Einstellungen
- Keine Rechnungen an Käufer bei automatisch ausgelieferten Artikeln.
- Die Umsatzart richtig zuordnen: nicht steuerbar, Leistung an Etsy Ireland, aus 6.1.
- Die Käufersteuer als durchlaufend behandeln, aus 20.1.
- Die Gebühren als Ausgaben mit Reverse-Charge-Kennzeichen, aus 5.6.
- Personalisierte Verkäufe getrennt, falls vorhanden, aus 6.4.
Alle fünf sind Einrichtungsfragen, keine laufenden. Sie einmal richtig zu setzen, dauert ein bis zwei Stunden und sollte mit dem Steuerberater abgestimmt sein.
Was es kostet
Die Rechnung
Aus Abschnitt 19.9: gesparte Zeit mal Stundenwert gegen Preis.
| Ohne Programm | Mit Programm |
|---|---|
| Vier Summen je Monat von Hand, 15 Minuten | Export, 3 Minuten |
| Jahresabschluss aus zwölf Abrechnungen | Ein Export für das Jahr |
| 3 bis 4 Stunden im Jahr | 1 Stunde im Jahr |
Bei einem reinen Download-Shop mit wenigen Bestellungen spart es also zwei bis drei Stunden im Jahr. Bei einem Stundenwert von 20 Euro sind das 60 Euro, gegen 120 bis 300 Euro Kosten.
Für einen reinen Download-Shop mit unter fünfzig Bestellungen im Monat lohnt sich ein solches Programm nicht. Vier Zahlen je Monat lassen sich in einer Tabelle führen.
Es lohnt sich, wenn drei Dinge zusammenkommen: viele Bestellungen, ein gemischtes Sortiment aus automatisch und personalisiert, und ein Steuerberater, der den Export verarbeitet.
Die drei Voraussetzungen
- Mehr als fünfzig Bestellungen im Monat. Darunter ist die Handarbeit schneller.
- Ein Sortiment, das getrennt werden muss. Aus 6.4: automatisch und personalisiert.
- Eine Buchführung, die den Export nutzt. Sonst exportierst Du in eine Datei, die niemand liest.
Die Alternative für den Anfang
Eine Tabelle mit zwölf Zeilen, eine je Monat, mit den vier Summen aus Abschnitt 20.1.
| Monat | Umsatz | Gebühren | USt § 13b | Erstattungen |
|---|---|---|---|---|
| Januar | ||||
| … |
Fünfzehn Minuten im Monat, drei Stunden im Jahr, keine Kosten. Für die ersten zwei Jahre ist das der angemessene Weg.
Aufgabe
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