18.3Dateien ablegen, Downloads absichern, Aktualisierungen30 Minuten
Was Etsy dazu sagt, und wo die Grenze liegt
Danach hast Du: Du kennst die Grenze und weißt, welcher Aufbau zulässig ist.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 18.3 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Der Abschnitt, wegen dem dieses Kapitel vorsichtig formuliert ist. Ein Verstoß gegen die Verkäuferrichtlinien kostet nicht Umsatz, sondern das Listing oder den Shop.
Was Etsy verbietet
Der Kern ist einfach: Käufer dürfen nicht von Etsy weggeführt werden, um dort etwas zu kaufen oder in eine andere Geschäftsbeziehung zu treten.
| Nicht zulässig | Warum |
|---|---|
| Ein Link zu Deinem eigenen Shop | Führt Käufer zu einem Kauf außerhalb |
| Werbung für Produkte außerhalb von Etsy | Dasselbe |
| Ein Aufruf, direkt zu bestellen | Umgehung der Plattform |
| Eine Aufforderung, sich für einen Newsletter einzutragen | Grenzfall, meist unerwünscht |
| Kontaktdaten für Bestellungen außerhalb | Umgehung |
Wo die Grenze verläuft
Ein Link, der ausschließlich der Auslieferung des gekauften Produkts dient, ist etwas anderes als ein Link, der Käufer abwirbt.
- Der Link führt ausschließlich zu den gekauften Dateien. Keine anderen Produkte, kein Shop, kein Angebot.
- Kein Kaufvorgang dahinter. Nichts, was gekauft, abonniert oder bestellt werden kann.
- Keine Datenerhebung über das Nötige hinaus. Keine Anmeldung, keine E-Mail-Abfrage, kein Konto.
Wer alle drei einhält, liefert aus. Wer eines verletzt, bewegt sich in einen Bereich, den Etsy als Umgehung werten kann.
„Wenn der Käufer ohnehin auf meiner Seite landet, kann ich dort auch meine anderen Produkte zeigen." Das ist genau der Punkt, an dem aus einer Auslieferung eine Abwerbung wird.
Und es ist der häufigste Grund, warum Shops wegen dieser Konstruktion Ärger bekommen. Der Link liefert aus, nichts weiter.
Der sichere Aufbau
Riskant
Ein Link auf die Startseite Deiner Website, von der aus man zu einem Shop, einem Newsletter und den Dateien kommt.
Auch wenn Du es nicht so meinst: Der Käufer landet in einer Umgebung, die zum Kauf außerhalb einlädt.
Sicher
Ein Link auf eine Seite, die nichts enthält außer den Dateien dieses Produkts und einer kurzen Anleitung.
Keine Navigation, kein Shop, keine weiteren Angebote, kein Formular.
Was die Richtlinien tatsächlich sagen
Sie ändern sich, und deshalb steht hier keine wörtliche Wiedergabe.
- Die Verkäuferrichtlinien lesen, den Abschnitt zu Links und zur Umgehung der Plattform.
- Einen Screenshot mit Datum machen, wie bei den Lizenznachweisen aus Abschnitt 5.8.
- Deine Auffassung notieren: Warum Dein Aufbau die Kriterien erfüllt.
- Einmal im Jahr prüfen, ob sich etwas geändert hat.
Das ist derselbe Gedanke wie beim Steuerblatt aus Abschnitt 6.10: Eine dokumentierte Auffassung ist im Zweifel der Unterschied zwischen einem Irrtum und einem Vorwurf.
Der Fall, in dem es ohnehin unbedenklich ist
Wenn Du den Link nur für eine einzelne, personalisierte Lieferung verwendest, aus Abschnitt 17.6, ist die Lage eindeutiger: Dort geht es um die Erfüllung einer konkreten Bestellung, nicht um einen Aufbau für alle Käufer.
Auch dort gelten die drei Kriterien, und auch dort gilt: nur die Dateien, nichts weiter.
Die Empfehlung
Wenn Du nicht musst, tu es nicht.
Aus Abschnitt 18.1: Die direkte Auslieferung ist unproblematisch, kostet nichts und funktioniert. Der Downloadlink ist eine Lösung für ein Problem; wer das Problem nicht hat, sollte sich die Frage sparen.
Wenn Du musst, halt Dich an die drei Kriterien und dokumentier Deine Auffassung. Dann ist der Aufbau so sicher, wie er sein kann.
Aufgabe
Deinen Aufbau prüfen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
