12.8Die Anleitung und der erste Eindruck nach dem Kauf25 Minuten

Eine Anleitungsvorlage für alle Produkte

Danach hast Du: Du hast eine Anleitungsvorlage, die Du bei jedem Produkt in zwei Minuten anpasst.

Fünf der sieben Teile aus Abschnitt 12.2 sind bei allen Deinen Produkten gleich. Das ist die Grundlage einer Vorlage, die sich hundertfach auszahlt.

Was fest bleibt

TeilÄndert sich
Dank und EinordnungNie
DruckhinweiseNur bei anderer Produktart
LizenzNur bei anderer Lizenzstufe
KontaktwegNie
BewertungshinweisNie
Gestaltung, Schriften, FarbenNie

Was wechselt

TeilAufwand je Produkt
Der Produktname in der Überschrift10 Sekunden
Die Liste der enthaltenen Dateien1 Minute
Der Verweis auf zwei passende Produkte30 Sekunden
Besondere Hinweise, falls nötigMeist keine

Zusammen zwei Minuten. Ohne Vorlage sind es zwanzig, und bei sechzig Produkten ist das der Unterschied zwischen zwei Stunden und zwanzig.

Die Varianten, die sich lohnen

Nicht eine Vorlage, sondern drei bis vier, je nach Produktart. Sie unterscheiden sich nur in den Druck- oder Nutzungshinweisen.

Die üblichen Varianten
  1. Zum Ausdrucken. Mit den Druckhinweisen aus 12.3.
  2. Bearbeitbare Vorlage. Mit dem Link, den Schritten und den fünf Standardfehlern aus 11.4.
  3. Clipart und Grafiken. Mit Hinweisen zu Formaten, Transparenz und Verwendung.
  4. Plotterdateien. Mit den Importhinweisen aus 8.6 und der gewerblichen Lizenz aus 12.4.

Jede dieser vier baust Du einmal. Danach ist die Anleitung nie wieder eine Arbeit, die aufgeschoben wird.

Der Aufbau in Canva

Aus Abschnitt 9.9: Die Anleitungsseite ist eine der vier Vorlagen, die sich immer lohnen.

So baust Du sie
  1. Ein A4-Dokument mit Deinem Raster und Deinen Schriften.
  2. Die festen Teile ausformuliert, endgültig.
  3. Die wechselnden Teile als Platzhalter, deutlich erkennbar, etwa in eckigen Klammern.
  4. Als Vorlage gespeichert, mit dem Namen aus dem Schema, etwa „01-Anleitung-Druck".

Die eckigen Klammern sind wichtiger, als sie aussehen: Sie verhindern den peinlichsten Fehler dieser Arbeitsweise, nämlich eine Anleitung auszuliefern, in der noch der Produktname des Vorgängers steht.

Der Fehler, der jedem einmal passiert

Anleitung kopiert, Dateiliste angepasst, Überschrift vergessen. Der Käufer eines Wochenplaners bekommt eine Anleitung für ein Wandbild.

Deshalb: Platzhalter in auffälliger Form, und als letzter Schritt vor dem Export die Suche nach der öffnenden eckigen Klammer. Wenn noch eine da ist, fehlt etwas.

Die Prüfung vor jedem Export

Drei Punkte, zwanzig Sekunden:

PrüfungWorauf
Keine Platzhalter mehrNach eckigen Klammern suchen
Dateiliste stimmtMit den tatsächlich hochgeladenen Dateien vergleichen
Produktname richtigIn Überschrift und Text

Die zweite Zeile fängt den zweithäufigsten Fehler ab: eine Anleitung, die vier Dateien aufzählt, während im Listing nur drei liegen, weil eine kurzfristig entfernt wurde.

Die Vorlage in anderen Sprachen

Wenn Du international verkaufst, brauchst Du die Anleitung mindestens auf Englisch. Abschnitt 12.9 behandelt, wann sich das lohnt und wie man es macht, ohne den Aufwand zu verdoppeln.

Für den Anfang gilt: Bau die deutsche Fassung fertig und richtig. Eine Übersetzung einer schlechten Anleitung ist eine schlechte Anleitung in zwei Sprachen.

Was die Vorlage sonst noch bringt

Sie zwingt zur Entscheidung. Wer die Lizenz einmal formuliert hat, muss sie nicht bei jedem Produkt neu bedenken; wer die Druckhinweise einmal geschrieben hat, hat sie überall gleich.

Das ist derselbe Nutzen wie beim Nischenblatt aus Abschnitt 4.10: Einmal entschieden, danach nur noch angewendet. Und es ist der Grund, warum der zehnte Shop-Monat deutlich weniger anstrengend ist als der erste.

Aufgabe

Deine Vorlage bauen

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