10.10Gestaltung in Photoshop und Affinity30 Minuten
Ein Produkt in Photoshop abschließen
Danach hast Du: Dein bildbasiertes Produkt ist fertig, in allen Größen ausgegeben und abgelegt.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 10.10 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Kapitel neun hat ein typografisches Produkt gebaut. Dieses schließt ein bildbasiertes ab, und der Unterschied liegt vor allem in der Ausgabe.
Die sechs Phasen
| Phase | Was passiert | Zeit beim ersten Mal |
|---|---|---|
| 1. Material vorbereiten | Fotos, Zeichnungen, Scans, freistellen | 60 Minuten |
| 2. Dokument anlegen | Größte Größe, Profil, Raster | 10 Minuten |
| 3. Aufbauen | Ebenen, Smartobjekte, Einstellungsebenen | 90 Minuten |
| 4. Prüfen | Farben, Kanten, Druckvorschau | 30 Minuten |
| 5. Ausgeben | Alle Größen im Stapel | 20 Minuten |
| 6. Abnehmen und ablegen | Nach 8.10 und 10.7 | 30 Minuten |
Vier Stunden beim ersten Mal, etwa anderthalb ab dem fünften Produkt. Der Sprung kommt aus Phase 2 und 5, die dann aus Vorlage und Stapel bestehen.
Phase eins entscheidet über den Rest
Wer mit schlechtem Ausgangsmaterial anfängt, kann es später nicht retten. Drei Dinge zählen:
- Genug Auflösung. Lieber zu groß scannen oder fotografieren, verkleinern geht immer.
- Klarer Kontrast zum Hintergrund. Halbiert den Freistellungsaufwand.
- Gleichmäßiges Licht. Bei eigenen Fotos die häufigste Schwachstelle, und Schatten lassen sich schwer entfernen.
Bei gescannten Zeichnungen: mit 600 dpi scannen, nicht mit 300. Der Überschuss erlaubt es, die Linien nachzubearbeiten, ohne dass sie ausfransen.
Phase vier: die Prüfung vor der Ausgabe
Fünf Punkte, in dieser Reihenfolge:
| Prüfung | Wie |
|---|---|
| Kanten sauber | Auf drei Untergründen, siehe 10.4 |
| Farben druckbar | Druckvorschau ein und aus, siehe 10.5 |
| Auflösung ausreichend | Nachrechnen nach 8.2 |
| Keine Prüfebenen sichtbar | Ebenenliste durchsehen |
| Sicherheitsabstand | Hilfslinien einblenden, siehe 8.4 |
Der vierte Punkt fängt einen Fehler ab, der leicht passiert und peinlich ist: eine Prüffläche oder eine Notiz, die mitexportiert wird.
Phase fünf: die Ausgabe
Aus der einen großen Datei entstehen alle Größen, mit dem Stapel aus Abschnitt 10.6.
- Die Arbeitsdatei flach exportieren in die größte Größe, verlustfrei, als Ausgangspunkt für den Stapel.
- Je Zielformat die Aktion anwenden, in getrennte Ordner.
- Stichproben prüfen, erste, mittlere, letzte Datei.
- Umbenennen nach dem Schema aus 8.8, falls die Aktion das nicht erledigt hat.
Phase sechs: das Ablegen
Der Schritt, den man am Ende eines langen Tages überspringt und in drei Monaten bereut.
| Was | Wohin |
|---|---|
| Arbeitsdatei mit allen Ebenen | /produkte/<name>/arbeit/ |
| Ausgabedateien je Größe | /produkte/<name>/ausgabe/ |
| Ausgangsmaterial, Scans, Fotos | /produkte/<name>/material/ |
| Lizenznachweise | Ordner aus Abschnitt 5.8 |
| Notiz mit Schriften, Farben, Maßen | Zur Arbeitsdatei |
Eine kleine Textdatei neben der Arbeitsdatei: welche Schriften, welche Farbwerte, welche Maße, welche Quellen. Fünf Zeilen.
In einem Jahr willst Du eine Variante bauen und weißt nicht mehr, welche Schrift das war. Mit der Notiz dauert es zwei Minuten, ohne sie eine halbe Stunde Suchen, und manchmal findet man sie gar nicht wieder.
Die Sicherung
Aus Abschnitt 5.8: drei Kopien, zwei Orte, eine außer Haus.
Bei bildbasierten Produkten sind die Arbeitsdateien groß, und die Versuchung ist, nur die Ausgaben zu sichern. Das ist falsch: Die Ausgabedateien lassen sich jederzeit neu erzeugen, die Arbeitsdatei nicht. Sie ist das Wertvollste, was Du hast.
Was in Kapitel elf kommt
Das Produkt ist fertig. Kapitel elf behandelt die Produktart, die daneben besteht und anders funktioniert: die bearbeitbare Vorlage, die der Käufer selbst anpasst.
Sie ist die Art mit den meisten Rückfragen und zugleich eine der lohnendsten, weil ein Vorlagenlink beliebig oft verkauft werden kann, ohne dass Du eine Datei anfassen musst. Das Kapitel zeigt, wie der Link entsteht, was der Käufer damit tut, was dabei schiefgeht und wie Du den Aufwand klein hältst.
Aufgabe
Dein bildbasiertes Produkt abschließen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
