2.8Die Wirtschaftlichkeit: warum die Marge alles verändert20 Minuten
Wann sich ein Produkt gerechnet hat
Danach hast Du: Du hast für Deine Produkte eine Schwelle festgelegt, ab der sie sich gerechnet haben, und eine Frist, nach der Du sie aufgibst.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 2.8 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Ein Produkt kostet Dich Zeit und bringt danach Geld. Irgendwann kreuzen sich die beiden Linien. Wo genau, solltest Du wissen, bevor Du anfängst, denn sonst bewertest Du hinterher nach Gefühl.
Die Schwelle
Sie ergibt sich aus zwei Zahlen: was Dich das Produkt gekostet hat und was ein Verkauf einbringt.
Bei einem Ertrag von 6,86 Euro je Verkauf braucht dieses Produkt elf Verkäufe, um die investierte Zeit einzuspielen. Alles darüber ist Ertrag.
Der Stundenwert von 25 Euro ist eine Setzung. Nimm den, der für Dich stimmt: was Du in derselben Zeit anders verdienen könntest. Wenn Du nichts anderes hättest, was Du damit anfangen würdest, setz ihn niedriger. Aber setz ihn nicht auf null, sonst ist jedes Produkt rentabel, und die Zahl sagt nichts mehr.
Die Frist
Elf Verkäufe können in sechs Wochen zusammenkommen oder in drei Jahren. Deshalb braucht die Schwelle eine Frist, sonst wartest Du ewig.
| Zeitpunkt | Was er aussagt |
|---|---|
| Nach 4 Wochen | Nichts. Ein neues Listing hat noch keine Position in der Suche. |
| Nach 3 Monaten | Wenig. Erste Hinweise, ob überhaupt jemand sucht. |
| Nach 6 Monaten | Etwas. Bei null Aufrufen liegt es an den Suchbegriffen. |
| Nach 12 Monaten | Genug. Jetzt lässt sich entscheiden. |
Zwölf Monate klingen lang und sind der richtige Zeitraum, weil viele Produkte eine Saison haben. Ein Weihnachtsmotiv, das im Februar eingestellt wurde, hatte bis Oktober keine faire Chance.
Die drei Fälle nach zwölf Monaten
Der Bestseller. Deutlich über der Schwelle. Bau Varianten davon. Andere Farben, andere Formate, andere Anlässe. Das ist der günstigste Weg zu neuen Listings, weil die Grundlage steht und weil Du weißt, dass die Nachfrage da ist.
Der Mitläufer. Um die Schwelle herum. Lass ihn stehen. Er kostet Dich 54 Cent Einstellgebühr im Jahr und bringt mehr ein. Keine Arbeit hineinstecken.
Die Karteileiche. Null oder fast null Verkäufe. Hier lohnt sich genau ein Blick, bevor Du sie aufgibst, und der geht auf die Aufrufe.
Kaum Aufrufe
Das Produkt wird nicht gefunden. Das ist ein Suchbegriffsproblem, kein Produktproblem.
Eine Überarbeitung von Titel und Tags lohnt sich, sie kostet zwanzig Minuten. Kapitel 14 und 15 zeigen wie.
Aufrufe, aber keine Käufe
Das Produkt wird gefunden und überzeugt nicht. Das liegt an den Bildern, am Preis oder daran, dass es nicht hält, was der Titel verspricht.
Neue Listingbilder sind der wirksamste Hebel. Wenn auch das nichts ändert, ist es das Produkt.
Wann Du aufgibst
Nach zwei Überarbeitungen ohne Wirkung. Dann ist es kein Suchbegriffsproblem und kein Bildproblem mehr, sondern ein Nachfrageproblem, und das lässt sich nicht beheben.
Ein Listing auslaufen zu lassen ist keine Niederlage, sondern das Ende eines Versuchs. Aus Abschnitt 2.4: Du baust vierzig, damit vier laufen. Die anderen 36 sind der Preis dafür, dass Du die vier gefunden hast.
Bevor Du sie löschst, sieh Dir an, was daran nicht funktioniert hat, und schreib es auf. Nach zwanzig solchen Notizen hast Du ein Muster: eine Nische, die nicht trägt, ein Format, das niemand will, ein Preisbereich, der nicht angenommen wird.
Diese Notizen sind wertvoller als das Listing es je war.
Aufgabe
Deine Schwelle und Deine Frist festlegen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
