7.3Gelato als Alternative und Ergänzung20 Minuten
Das Produktionsnetz und was es für Dich bedeutet
Danach hast Du: Du verstehst, wie die Weiterleitung funktioniert, und kannst prüfen, ob sie für Dein Produkt greift.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 7.3 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Das Netz ist das eigentliche Produkt von Gelato. Wer versteht, wie es arbeitet, erkennt auch, wo es hilft und wo nicht.
Wie die Weiterleitung funktioniert
Mit der Lieferadresse des Käufers. Sie ist die einzige Information, die für die Weiterleitung zählt.
Unter den Standorten, die dieses Produkt fertigen können und die verfügbar sind.
Gedruckt und versandt wird von dort. Du erfährst den Standort in der Bestellübersicht, entscheidest ihn aber nicht.
Ein Poster, das für einen Käufer in München in Deutschland gedruckt wird statt in den USA, spart mehrere Werktage Laufzeit, deutliche Versandkosten und die gesamte Zollfrage aus Kapitel 2.
Das ist kein Marketingversprechen, sondern eine Folge der Geografie. Kurze Wege sind billiger und schneller.
Wo das Netz an Grenzen stößt
Drei Fälle, in denen der Vorteil nicht eintritt.
| Fall | Was passiert |
|---|---|
| Das Produkt wird nur an einem Standort gefertigt | normaler Versand von dort, kein Netzvorteil |
| Der nächstgelegene Standort ist ausgelastet | Weiterleitung an einen weiter entfernten, längere Laufzeit |
| Der Käufer sitzt außerhalb der 32 Länder | Versand aus dem nächstgelegenen Land, mit Zollfolgen |
Im Katalog steht, in welchen Ländern ein Produkt gefertigt wird. Steht dort nur ein Land, hast Du dasselbe Problem wie bei einer festen Druckerei: Du musst prüfen, ob es zu Deinem Markt passt.
Ein Sonderartikel, der nur in einem Land produziert wird, kann für Deinen Markt völlig ungeeignet sein, obwohl der Anbieter mit 32 Ländern wirbt.
Was das für Deine Etsy-Angaben bedeutet
Der Punkt aus 7.1, hier in der praktischen Ausführung.
| Angabe bei Etsy | Bei fester Druckerei | Bei Netzweiterleitung |
|---|---|---|
| Produktionspartner | ein Land nennen | die Region nennen, in der produziert wird |
| Versandprofil | Laufzeit dieser Druckerei | Laufzeit als Spanne, mit Puffer |
| Artikelstandort | eindeutig | variabel, deshalb die Region angeben |
„Druckdienstleister mit Produktionsnetz, der meine Designs auf [Produktart] druckt und direkt an die Käufer versendet. Produktion und Versand erfolgen innerhalb der EU, jeweils am Standort, der dem Käufer am nächsten liegt.“
Sie ist zutreffend, nennt beide Pflichtangaben aus 1.5 und bleibt richtig, egal welcher Standort im Einzelfall druckt.
Der Vorteil, der bei zwei Märkten zählt
Hier liegt die eigentliche Stärke des Netzprinzips, und sie betrifft eine Konstellation, von der Kapitel 2 zunächst abrät.
Bei einer festen Druckerei brauchst Du zwei Produkte, zwei Druckereien, zwei Partnereinträge und zwei Versandprofile, siehe 2.6.
Beim Netzprinzip kann ein Produkt beides bedienen, sofern es in beiden Regionen gefertigt wird. Der Käufer in Ohio bekommt seines aus den USA, der in Hamburg seines aus Europa, ohne dass Du zwei Listings pflegst.
Das ist ein handfestes Argument, und es greift erst, wenn der zweite Markt tatsächlich dazukommt. Bis dahin ändert es an der Empfehlung aus 2.9 nichts.
Was Du nicht steuern kannst
Deine Entscheidung
Welches Produkt, welche Varianten, welcher Preis, welche Beschreibung. Und ob Du diesen Anbieter überhaupt nimmst.
Nicht Deine Entscheidung
Welcher Standort im Einzelfall druckt. Welche Maschine dort steht. Wie ausgelastet sie gerade ist.
Das ist der Preis für den geringeren Aufwand: weniger Entscheidungen, weniger Einfluss.
Das Netz spart Laufzeit, Versandkosten und Zollfragen, solange Dein Produkt tatsächlich an mehreren Standorten gefertigt wird. Diese Prüfung dauert eine Minute je Produkt und entscheidet, ob der beworbene Vorteil bei Dir ankommt.
Aufgabe
Die Netzabdeckung Deines Produkts prüfen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
