16.10Was ins Listing gehört: Größen und Pflichtangaben15 Minuten

Was Du weglassen kannst

Danach hast Du: Du hast Dein Listing um alles bereinigt, was nichts beiträgt.

Listings werden meist zu voll, nicht zu leer. Acht Dinge, die häufig darin stehen und nichts beitragen.

1. Die Keyword-Liste am Ende

Der häufigste Ballast

Eine Aufzählung von dreißig Suchbegriffen, durch Kommas getrennt, am Ende der Beschreibung.

Sie ersetzt keine Tags, siehe 8.6, sie liest niemand, und sie wirkt auf Käufer, die versehentlich hinsehen, unseriös.

Stattdessen: die dreizehn Tags füllen, siehe 8.6.

2. Werbefloskeln ohne Inhalt

Weglassen Warum
„Hochwertige Qualität“ steht in jedem Listing, sagt nichts
„Perfektes Geschenk für viele Anlässe“ nennt keinen Anlass, siehe 9.2
„Ein absoluter Hingucker“ Behauptung ohne Grundlage
„Mit Liebe gemacht“ bei Print on Demand zusätzlich missverständlich

Stattdessen: die konkrete Angabe. Nicht „hochwertig“, sondern „180 g/m², scheint nicht durch“, siehe 16.7.

3. Emoji-Ketten und Trennzeichen

Sie ersetzen die Formatierung, die Etsy nicht bietet

Das ist der Grund, warum sie so verbreitet sind: Es gibt keinen Fettdruck, also nimmt man Sterne und Striche.

Sparsam eingesetzt ist das in Ordnung. Reihen aus zwanzig Zeichen zwischen jedem Absatz machen den Text unruhig und auf dem Telefon unlesbar.

Stattdessen: Leerzeilen und Zwischenüberschriften in Großbuchstaben, siehe 16.7.

4. Die Selbstvorstellung im Listing

„Willkommen in meinem Shop“ und drei Absätze über Dich

Das gehört auf die Shopseite, siehe 5.10, nicht in jedes Listing. Ein Käufer, der ein Shirt ansieht, sucht Informationen zum Shirt.

Und es steht an der Stelle, an der das Kaufargument stehen sollte: in den ersten Zeilen, siehe 16.7.

5. Vollständige Shop-Richtlinien in der Beschreibung

Sie stehen bereits an ihrem Platz

Widerruf, Rückgabe, AGB und Datenschutz gehören in die dafür vorgesehenen Felder, siehe 5.7. In der Beschreibung wiederholt, kosten sie Platz und werden trotzdem nicht gelesen.

Was in die Beschreibung gehört, ist die Abwicklung: Bearbeitungszeit, Versandzeit, Versandort. Drei Sätze, siehe 16.7.

6. Rabattaufforderungen und Newsletter-Hinweise

Weglassen Warum
„Folge meinem Shop für Rabatte“ lenkt vom Kauf ab
„Schreib mir für einen Gutschein“ erzeugt Nachrichten statt Verkäufe
Verweise auf andere Verkaufskanäle auf Etsy nicht erwünscht

7. Bilder ohne Aufgabe

Zehn mittelmäßige sind schlechter als fünf gute

Aus 13.5: Jedes Bild hat eine Aufgabe. Ein Bild, das dieselbe Ansicht in einer weiteren Farbe zeigt, die schon im Variantenbild steht, hat keine.

Und je mehr Bilder, desto weiter hinten steht das, das eine Frage beantwortet.

8. Farben und Größen, die Du nicht anbieten willst

Aus 15.4

Jede Variante erzeugt Folgearbeit und die Möglichkeit, dass jemand eine Kombination bestellt, die schlecht aussieht.

Drei bis fünf Farben je Motiv, alle mit geprüftem Kontrast, siehe 12.5.

Was stattdessen ergänzt gehört

Statt Ergänz Siehe
Keyword-Liste dreizehn gefüllte Tags 8.6
„hochwertige Qualität“ Stoffgewicht mit Einordnung 16.7
„perfektes Geschenk“ der konkrete Anlass 9.2
Selbstvorstellung das Kaufargument in drei Zeilen 16.7
Shop-Richtlinien im Text Bearbeitungs- und Versandzeit 16.7
Bilder ohne Aufgabe Größengrafik und Detailaufnahme 13.5 und 16.5
Was Du aus Kapitel 16 mitnimmst

Die Größe ist bei Print on Demand ein Sonderproblem, weil der Buchstabe je Hersteller etwas anderes bedeutet. Die Lösung ist die überprüfbare Angabe: Zentimeter, flach gemessen, als Bild im Listing.

Dazu die Passformangabe in Worten aus dem Muster und der Unisex-Hinweis. Bei Produkten ohne Konfektionsgröße ersetzt ein Vergleichsgegenstand die Zahl.

Die Beschreibung hat fünf Teile, und die ersten drei Zeilen entscheiden, ob die anderen vier gelesen werden. Vier der fünf Teile sind ein Textbaustein.

Kapitel 17 nimmt sich die Themen vor, die niemand freiwillig liest und die im Ernstfall zählen: Verpackung, Versand und die Regeln für den Auslandsversand.

Aufgabe

Aufräumen

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