13.2Produktbilder mit KI erzeugen15 Minuten
Die Ausnahme für Print on Demand im Wortlaut
Danach hast Du: Du kennst die Fundstelle, kannst sie zitieren und weißt, was sie abdeckt und was nicht.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 13.2 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
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Der Streit in Foren, ob Mockups bei Print on Demand erlaubt sind, ist überflüssig, weil die Antwort im Richtlinientext steht. Man muss nur wissen, wo.
Die Fundstelle
„Wenn du ein Originaldesign (etwa eine Grafik oder ein Muster) entwirfst, das ein Produktionspartner auf einen Basisartikel (z. B. ein T-Shirt oder eine Tasse) druckt, kannst du ein Archivfoto-Mockup verwenden, um zu veranschaulichen, wie das Endprodukt aussehen wird, das Käufer:innen erhalten.“
Damit ist die Frage beantwortet. Für klassisches Print on Demand sind Mockups zulässig, ausdrücklich.
Was jeder Satzteil bedeutet
| Satzteil | Was er festlegt |
|---|---|
| „ein Originaldesign … entwirfst“ | Die Erlaubnis gilt nur für Dein eigenes Design, siehe 1.4 |
| „das ein Produktionspartner … druckt“ | setzt die Konstellation aus 1.3 voraus |
| „auf einen Basisartikel“ | ein Standardprodukt, kein Unikat |
| „Archivfoto-Mockup“ | ein vorgefertigtes Produktfoto mit aufgelegtem Motiv |
| „wie das Endprodukt aussehen wird“ | das Mockup muss dem tatsächlichen Produkt entsprechen |
Das Mockup darf nicht irgendein Shirt zeigen, sondern muss veranschaulichen, was der Käufer bekommt. Farbe, Schnitt und Position des Motivs müssen stimmen.
Ein Mockup eines hochwertig wirkenden Blanks, während ein anderes geliefert wird, ist keine zulässige Veranschaulichung, sondern eine Irreführung.
Was die Erlaubnis nicht abdeckt
Die Erlaubnis knüpft an „ein Originaldesign, das du entwirfst“. Wer eine gekaufte Grafik unverändert aufdruckt, hat schon nach 1.4 ein Problem und fällt auch aus dieser Erlaubnis heraus.
Dafür gilt eine strengere Regel, siehe 13.3.
Ein Möbelstück oder ein gebundenes Buch, das ein Partner fertigt, ist kein Basisartikel mit aufgedrucktem Design. Dort bleibt es beim echten Foto.
Wer selbst fertigt, braucht ein Originalfoto oder -video des Endprodukts, siehe 1.2. Die Mockup-Erlaubnis gilt für diese Kategorie nicht.
Behauptungen, die damit erledigt sind
| Behauptung aus Foren | Stand |
|---|---|
| „Mockups sind auf Etsy verboten“ | falsch für Print on Demand |
| „Das erste Bild muss immer ein echtes Foto sein“ | falsch für Print on Demand |
| „Mockups sind erlaubt, aber nur ab Bild zwei“ | falsch, der Text unterscheidet nicht |
| „Bei personalisierten Artikeln gelten andere Regeln“ | richtig, siehe 13.3 |
| „Das Mockup muss dem echten Produkt entsprechen“ | richtig |
Warum Du die Fundstelle kennen solltest
Weil Foren sich irren. Wer die Fundstelle kennt, muss nicht diskutieren.
Weil Richtlinien sich ändern. Wer weiß, wo etwas steht, kann in einem Jahr nachsehen, ob es noch so steht.
Weil eine Beanstandung vorkommen kann. Ein Verweis auf den Wortlaut ist in einem Einspruch mehr wert als eine Erklärung.
Der zitierte Text stammt aus Etsys Bestimmungen für Artikelbilder. Richtlinientexte werden überarbeitet, und die Fundstelle kann sich verschieben.
Notier Dir, wann Du sie zuletzt gelesen hast, und sieh einmal im Jahr nach. Der Termin passt zur Rechtstextprüfung aus 5.7.
Ein Satz in Etsys Bestimmungen erledigt eine jahrelange Forendiskussion: Für Originaldesigns, die ein Produktionspartner auf einen Basisartikel druckt, sind Mockups zulässig.
Die Bedingung: Das Mockup muss zeigen, was der Käufer tatsächlich bekommt.
Aufgabe
Die Fundstelle nachschlagen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
