13.8Produktbilder mit KI erzeugen25 Minuten

Szene erzeugen, Motiv auflegen: das Verfahren

Danach hast Du: Du hast ein Szenenbild erzeugt und Dein Motiv sauber daraufgelegt.

Der entscheidende Kunstgriff dieses Kapitels, und er ist einfacher, als er klingt.

Warum das Motiv nicht mitgeneriert wird

Ein Bildmodell kann Deinen Text nicht schreiben

Wer ein Bildmodell bittet, ein Shirt mit einem bestimmten Spruch zu erzeugen, bekommt in aller Regel verzerrte Buchstaben, falsche Wörter und eine erfundene Schrift.

Und selbst wenn es gelänge: Es wäre nicht Dein Motiv. Die Datei, die produziert wird, ist eine andere, und das Bild würde etwas zeigen, das der Käufer nicht bekommt. Das ist nach 13.2 unzulässig.

Das Verfahren

Zwei getrennte Schritte

Erst die Szene erzeugen, mit einem unbedruckten Produkt. Dann das Motiv auflegen, in einem Bildprogramm.

So bleibt das Motiv exakt Deine Datei, und die Szene kommt aus dem Bildmodell.

Die sieben Schritte

Von der Szene zum fertigen Bild
  1. Eine Szene nach 13.7 beschreiben, mit einem einfarbigen, unbedruckten Produkt.
  2. Mehrere Bilder erzeugen und das auswählen, bei dem die Produktfläche gut sichtbar und möglichst wenig verdeckt ist.
  3. Das Bild in ein Bildprogramm laden.
  4. Das Motiv als neue Ebene darüberlegen.
  5. Größe und Position anpassen, an der Stelle, an der später gedruckt wird.
  6. Die Ebene an die Form des Produkts anpassen: Perspektive, leichte Verzerrung, Falten.
  7. Die Deckkraft leicht reduzieren, damit die Struktur des Stoffes durchscheint.

Die drei Punkte, an denen es unglaubwürdig wird

Die Perspektive stimmt nicht

Ein flach aufgelegtes Motiv auf einem Körper, der leicht gedreht ist, wirkt aufgeklebt. Das Motiv muss der Neigung des Produkts folgen.

Die Falten fehlen

Ein Textil hat Falten. Ein Motiv, das darüber vollkommen glatt liegt, verrät sich sofort. Abhilfe: die Ebene leicht verzerren und die Deckkraft reduzieren, damit die Falten des Untergrunds durchkommen.

Die Kanten sind zu hart

Ein gedrucktes Motiv hat auf einem Textil minimal weiche Kanten, weil die Tinte in das Gewebe geht. Ein pixelgenau scharfes Motiv sieht aus wie ein Aufkleber.

Der einfachste Weg für alle drei

Die Ebene mit dem Motiv auf einen Mischmodus stellen, der den Untergrund durchscheinen lässt, und die Deckkraft leicht reduzieren.

Welcher Modus genau, hängt vom Programm ab. Das Ziel ist: Die Struktur des Stoffes soll durch das Motiv hindurch sichtbar bleiben, ohne dass das Motiv blass wirkt.

Wie Du die Szene beschreibst

Ein Punkt, der den ganzen Ablauf leichter macht.

Beschreib Statt
„ein schlichtes einfarbiges T-Shirt“ „ein T-Shirt mit dem Aufdruck …“
„eine einfarbige Tasse ohne Aufdruck“ „eine Tasse mit einem lustigen Spruch“
„ein leerer Bilderrahmen an der Wand“ „ein Poster mit einem Motiv“
„die Brustfläche ist frei sichtbar“ ohne Angabe, dann verdecken oft Arme die Fläche
Die letzte Zeile spart die meisten Versuche

Bildmodelle setzen Arme gern vor den Körper. Wer nicht ausdrücklich sagt, dass die Fläche frei sein soll, verwirft drei von vier Ergebnissen.

Der Sonderfall Poster

Deutlich einfacher als Textilien

Ein Poster hängt flach an einer Wand. Es gibt keine Falten, keine Körperrundung und meist keine starke Perspektive.

Das Verfahren bleibt dasselbe: leeren Rahmen erzeugen, Motiv einsetzen, Perspektive an den Rahmen anpassen. Der Schritt mit den Falten entfällt.

Wie viele Bilder Du so baust

1 bis 2je Listing, für die Szenen aus 13.5
0für Bild 1 und 5, die kommen aus dem Mockup-Werkzeug
20 Min.Aufwand für eine Szene, nach etwas Übung
Und die Wiederverwendung

Eine gut gelungene Szene lässt sich für mehrere Motive nutzen: Du tauschst nur die Motivebene aus.

Wer drei Szenen baut, hat für dreißig Listings genug Material. Das ist der eigentliche Grund, warum sich der Aufwand lohnt.

Die Prüfung am Ende

Vier Blicke
  1. Gegen die fünf Merkmale aus 13.6.
  2. Im Daumennagel, siehe 12.2: Ist das Motiv erkennbar?
  3. Auf die Kanten: Wirkt das Motiv aufgeklebt?
  4. Auf die Farbe: Entspricht die Produktfarbe der, die Du verkaufst?
Punkt 4 ist der, der Reklamationen erzeugt

Ein Bildmodell erzeugt eine Farbe, keine bestimmte. Wenn Dein Shirt „Navy“ ist und die Szene ein mittleres Blau zeigt, stimmt die Erwartung nicht.

Deshalb gehört die verbindliche Farbaussage in ein Mockup mit der echten Produktfarbe oder in ein Foto aus der Musterbestellung, nicht in eine erzeugte Szene.

Aufgabe

Ein Szenenbild bauen

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