13.6Produktbilder mit KI erzeugen20 Minuten

Warum KI-Bilder nach Werbung aussehen

Danach hast Du: Du erkennst die fünf Werbemerkmale und weißt, welche Angaben sie in der Eingabe verhindern.

Wer ein Bildmodell bittet, ein Produktfoto zu erzeugen, bekommt in aller Regel eine Werbeanzeige. Das hat einen Grund, und der ist behebbar.

Warum das passiert

Bildmodelle sind auf gute Bilder trainiert

Und „gut“ heißt in den Daten, aus denen sie gelernt haben: professionell ausgeleuchtet, perfekt gestylt, komponiert wie eine Anzeige.

Wer nichts anderes vorgibt, bekommt den Durchschnitt dieser Daten, und der ist eine Werbeanzeige aus einem Katalog.

Die fünf Merkmale

Merkmal Woran Du es erkennst Warum es schadet
Studiolicht gleichmäßige Ausleuchtung, keine harten Schatten wirkt wie ein Katalog, nicht wie ein echtes Produkt
Perfekte Modelle makellose Haut, symmetrische Gesichter, Model-Pose die Zielgruppe erkennt sich nicht wieder
Aufgeräumte Szene nichts liegt herum, alles perfekt platziert wirkt gestellt, erzeugt Misstrauen
Überschärfe jedes Detail gleich scharf, unnatürlicher Kontrast ein Kennzeichen erzeugter Bilder, siehe 13.9
Sattes Farbklima kräftige, leicht überzogene Farben die Textilfarbe stimmt dann nicht mehr

Warum das auf Etsy besonders schadet

Etsy ist kein Katalogmarktplatz

Käufer kommen dorthin, weil sie etwas suchen, das nicht aus einer Kette stammt. Ein Bild, das nach Werbekampagne aussieht, arbeitet gegen diese Erwartung.

Es fällt zwischen echten Fotos auf

In einer Ergebnisliste, in der die Hälfte echte Fotos sind, sticht ein Hochglanzbild heraus, und zwar nicht positiv. Es sieht aus wie ein Wiederverkäufer, siehe 1.7.

Es erzeugt falsche Erwartungen

Ein überzogenes Farbklima zeigt eine Farbe, die das Textil nicht hat. Das ist nach der Größe der zweithäufigste Beschwerdegrund, siehe 11.5.

Es beantwortet die Fragen nicht

Ein perfekt inszeniertes Bild zeigt eine Stimmung. Ein Käufer will wissen, wie das Motiv aussieht, wie groß es ist und wie der Stoff wirkt.

Die Gegenangaben

Für jedes Merkmal gibt es eine Angabe, die es verhindert. Die vollständige Anleitung steht in 13.7.

Merkmal Was Du stattdessen vorgibst
Studiolicht Tageslicht, seitlich einfallend, weiche Schatten
Perfekte Modelle eine bestimmte Altersgruppe, natürliche Erscheinung, alltägliche Haltung
Aufgeräumte Szene ein konkreter Ort mit Gebrauchsspuren
Überschärfe geringe Schärfentiefe, Hintergrund unscharf
Sattes Farbklima zurückhaltende Farben, kein starker Kontrast
Die Farbfrage lässt sich nicht mit einer Angabe lösen

Auch mit zurückhaltender Vorgabe zeigt ein erzeugtes Bild nicht die echte Textilfarbe. Es kennt sie nicht.

Deshalb gilt unabhängig davon: Die Farbaussage kommt aus der Musterbestellung, siehe 6.4, und gehört als echtes Foto ins Listing, siehe 13.5, Bild 3.

Der Unterschied zwischen Mockup und Szene

Ein Punkt, der die Sache entspannt.

Das Mockup

Ein vorgefertigtes Produktfoto, auf das Dein Motiv gelegt wird. Es zeigt das Produkt sachlich, meist vor ruhigem Hintergrund.

Hier ist „Katalogoptik“ kein Problem, sondern erwünscht: Bild 1 soll das Produkt zeigen, nicht eine Stimmung, siehe 13.5.

Die Szene

Das Produkt im Gebrauch, an einer Person, in einem Raum. Hier zählt Glaubwürdigkeit, und hier schaden die fünf Merkmale.

Für Bild 2 aus 13.5 ist eine Szene gefragt, die aussieht, als hätte sie jemand nebenbei aufgenommen.

Was daraus folgt

Du brauchst die aufwendige Bildarbeit nur für ein bis zwei Bilder je Listing. Bild 1 und Bild 5 kommen aus dem Mockup-Werkzeug des Anbieters, siehe Kapitel 14.

Das reduziert die Arbeit erheblich und richtet sie auf die Stelle, an der sie wirkt.

Aufgabe

Fünf Bilder prüfen

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