13.9Produktbilder mit KI erzeugen15 Minuten

Woran man KI-Bilder erkennt

Danach hast Du: Du hast eine Prüfliste mit acht Punkten und wendest sie auf jedes erzeugte Bild an.

Käufer erkennen erzeugte Bilder inzwischen häufig, und ein erkannter Fehler wirkt schlimmer als ein einfaches Mockup. Diese Liste ist Deine Prüfliste, bevor jemand anders sie anwendet.

Die acht Stellen

Nr. Stelle Typischer Fehler
1 Hände falsche Fingerzahl, verschmolzene Finger, unmögliche Haltung
2 Schrift im Hintergrund unlesbare Buchstabenfolgen auf Büchern, Schildern, Verpackungen
3 Nähte und Kanten Nähte, die im Nichts enden oder die Richtung wechseln
4 Symmetrie Ohrringe, die nicht zusammenpassen, ungleiche Ärmel
5 Schatten Schatten, die nicht zur Lichtquelle passen oder fehlen
6 Spiegelungen Fenster und Gläser mit Spiegelungen, die nicht zur Szene gehören
7 Übergänge Haare, die in den Hintergrund verlaufen, Objektkanten ohne klare Grenze
8 Hintergrundgegenstände Möbel mit unmöglicher Geometrie, Muster, die nicht durchlaufen

Die drei, die am häufigsten auffallen

Hände

Der bekannteste Fehler und der, auf den Menschen am ehesten achten. Wenn Hände im Bild sind, prüf sie zuerst. Bei einem Zweifel: Bild verwerfen.

Schrift im Hintergrund

Bücher im Regal, ein Schild, eine Verpackung. Buchstabenfolgen, die aussehen wie Text und keiner sind, sind ein sehr deutliches Zeichen.

Nähte

Bei Produktbildern besonders relevant, weil sie am Produkt selbst sitzen. Eine Schulternaht, die im Nichts endet, ist genau die Stelle, die ein Käufer ansieht.

Warum das für Dich mehr wiegt als für andere

Ein Fehler am Produkt ist schlimmer als einer im Hintergrund. Wenn die Naht nicht stimmt, fragt sich der Käufer, ob das Produkt so aussieht.

Dasselbe gilt für Kragen, Saum, Bündchen und Henkel. Diese Stellen prüfst Du besonders genau.

Die Vergrößerungsprobe

In drei Stufen prüfen
  1. Im Daumennagel: Wirkt das Bild insgesamt stimmig?
  2. In voller Größe: Die acht Punkte durchgehen.
  3. Mit Zoom auf 200 Prozent: Kanten, Nähte und Übergänge ansehen.
Warum Stufe 3 nötig ist

Etsy bietet eine Zoomfunktion. Käufer nutzen sie, gerade bei Textilien, weil sie die Qualität beurteilen wollen.

Ein Bild, das im Zoom auseinanderfällt, ist genau dort schlecht, wo der Käufer am genauesten hinsieht.

Verwerfen statt retten

Was viele tun

Das Bild in einem Bildprogramm nachbessern: Hände retuschieren, Schrift überdecken, Nähte übermalen.

Das kostet dreißig Minuten und führt meist zu einem Bild, dem man die Bearbeitung ansieht.

Was schneller ist

Ein neues Bild erzeugen. Das kostet eine Minute.

Und die Beschreibung anpassen, damit der Fehler nicht wiederkommt: „Hände nicht im Bild“, „keine Schrift im Hintergrund“, „keine beschrifteten Gegenstände“.

Die Angaben, die die häufigsten Fehler von vornherein vermeiden

„Hände nicht im Bild“ erledigt Punkt 1.
„Keine beschrifteten Gegenstände im Hintergrund“ erledigt Punkt 2.
„Hintergrund unscharf“ aus 13.7 entschärft die Punkte 6 bis 8.

Drei Angaben, und fünf der acht Fehlerquellen sind ausgeschaltet.

Der Punkt, den man nicht wegbeschreiben kann

Die Nähte am Produkt

Sie sind im Bild, weil das Produkt im Bild ist. Hier hilft nur: genau hinsehen und im Zweifel verwerfen.

Oder der sicherere Weg: Für die Produktdarstellung ein Mockup des Anbieters verwenden, siehe Kapitel 14, und die erzeugte Szene nur als zusätzliches Stimmungsbild einsetzen.

Zum Mitnehmen

Acht Stellen, drei Prüfstufen, und die Regel: bei mehr als einem Fund verwerfen statt retten.

Und die wichtigste Vorsorge: Fehler am Produkt selbst wiegen schwerer als Fehler im Hintergrund. Deshalb kommt die verbindliche Produktdarstellung aus dem Mockup, nicht aus der Szene.

Aufgabe

Die acht Punkte prüfen

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