19.8Buchhaltung mit Billbee oder Lexware20 Minuten
Lexware: die Pflichtabgaben abwickeln
Danach hast Du: Du kennst Deine Abgabetermine und hast entschieden, wie Du sie abwickelst.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 19.8 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Der Teil, bei dem Fristen im Spiel sind. Deshalb steht hier zuerst, welche es gibt.
Fristen und Pflichten hängen an Deinem Einzelfall und ändern sich. Die Liste unten zeigt, welche Abgaben es gibt. Welche für Dich gelten und wann, sagt Dir Dein Finanzamt oder Dein Steuerberater.
Die Abgaben
| Abgabe | Wer | Rhythmus |
|---|---|---|
| Umsatzsteuer-Voranmeldung | Regelbesteuerer | monatlich oder quartalsweise |
| Umsatzsteuer-Jahreserklärung | Regelbesteuerer | jährlich |
| Einkommensteuererklärung mit Anlage EÜR | alle | jährlich |
| Gewerbesteuererklärung | je nach Gewerbeertrag, siehe 3.9 | jährlich |
| OSS-Meldung | ab der Schwelle, siehe 4.5 | quartalsweise |
| Meldungen aus Reverse-Charge-Fällen | auch Kleinunternehmer, siehe 3.5 | je nach Fall |
Aus 3.5: Die pauschale Aussage „Kleinunternehmer müssen nichts abgeben“ ist für Etsy-Verkäufer falsch, weil die Gebühren einen Reverse-Charge-Fall auslösen.
Der genaue Umfang gehört mit dem Steuerberater geklärt. Das ist Frage 4 aus 4.10.
Die drei Wege
| Weg | Kosten | Aufwand für Dich | Für wen |
|---|---|---|---|
| Selbst über ELSTER | keine | hoch, Einarbeitung nötig | einfache Fälle, Kleinunternehmer |
| Buchhaltungssoftware | laufend, moderat | mittel | Regelbesteuerer mit Routine |
| Steuerberater | am höchsten | gering | bei mehreren Steuerfällen |
Was eine Buchhaltungslösung übernimmt
Belege einlesen, Kategorien zuordnen, Einnahmen und Ausgaben führen.
Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus 3.4 entsteht dabei nebenbei.
Voranmeldungen und Erklärungen lassen sich in aller Regel direkt übermitteln.
Welcher Steuerfall vorliegt, entscheidest Du beziehungsweise Dein Steuerberater, siehe 19.6. Die Software führt aus, was Du festlegst.
Wann ein Steuerberater der richtige Weg ist
Mehrere Steuerfälle. Wenn Du Fall A und Fall B parallel hast, siehe 4.2, wird es unübersichtlich.
Regelbesteuerung mit Reverse Charge. Die Meldung der §-13b-Fälle ist der häufigste Fehler bei Selbstbuchern, siehe 4.6.
Der Übergang. Beim Wechsel von Kleinunternehmer zu Regelbesteuerung ändert sich alles auf einmal, siehe 3.5.
Selbst erfassen, vom Steuerberater prüfen und abgeben lassen. Du lieferst geordnete Daten, er macht die steuerliche Einordnung.
Das ist in aller Regel günstiger als die volle Bearbeitung und deutlich sicherer als der Alleingang. Voraussetzung: Deine Daten sind geordnet, und genau darum geht es in 19.1 bis 19.6.
Die Schnittstelle
- In welchem Format der Steuerberater die Daten haben will.
- Ob er eine bestimmte Software bevorzugt, siehe 19.7.
- Ob er die Belege digital annimmt oder auf Papier will.
- Wann er sie braucht, damit die Fristen halten.
Sie kosten fünf Minuten und ersparen Dir, ein System einzurichten, das nicht passt.
Sie gehören zu den Fragen aus 4.10, und sie sind die einzigen in diesem Kapitel, die Du nicht selbst beantworten kannst.
Die Fristen
Voranmeldungen haben feste Termine, Jahreserklärungen ebenfalls. Verspätungen können Zuschläge auslösen.
Der einfachste Schutz: ein wiederkehrender Kalendereintrag, ein paar Tage vor dem Termin, mit dem Verweis auf den Monatsablauf aus 19.9.
Aufgabe
Die Termine eintragen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
