20.6Der laufende Betrieb15 Minuten
Der wöchentliche Ablauf in zwanzig Minuten
Danach hast Du: Du hast einen festen Wochenablauf und weißt, was Du bewusst nicht wöchentlich machst.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 20.6 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Ein Print-on-Demand-Shop braucht wenig laufende Arbeit. Er braucht sie nur regelmäßig, und das ist etwas anderes.
Die vier Rhythmen
| Rhythmus | Was hineingehört | Dauer |
|---|---|---|
| Täglich | Nachrichten, zweimal kurz | 5 Min |
| Wöchentlich | Bestellungen, Reklamationen, ein Blick auf die Zahlen | 20 Min |
| Monatlich | Buchhaltung, Statistik, eine Änderung | 60 Min |
| Jährlich | Steuern, Anbieterpreise, Sortimentsbereinigung | nach Bedarf |
Nicht für den Aufbau. Ein neues Listing kostet weiterhin rund zwei Stunden, siehe 11.1. Diese Zeit steckt in Wachstum, nicht in Betrieb.
Der Unterschied ist wichtig: Betrieb hält den Shop am Laufen, Wachstum vergrößert ihn. Wer beides vermischt, arbeitet viel und wächst nicht.
Der Wochenablauf
- Offene Bestellungen: Steht jede auf „in Produktion“ oder „versandt“? Hängt eine fest?
- Reklamationen: Ist jeder Fall aus der Liste in 20.2 beim Anbieter eingereicht? Fristen prüfen, siehe 20.3.
- Nachrichten: Ist alles beantwortet? Gab es dieselbe Frage mehrfach?
- Bewertungen: Neue durchsehen. Auf schwache reagieren, siehe 20.2.
- Zahlen: Besuche und Bestellungen der Woche kurz ansehen, ohne Schlüsse zu ziehen.
Eine Woche ist zu kurz für eine Entscheidung, siehe 20.5. Der Blick dient dazu, einen Einbruch zu bemerken, nicht dazu, etwas zu optimieren.
Ein Einbruch ist: Die Zahlen fallen deutlich und bleiben unten. Alles andere ist Schwankung.
Fester Tag, feste Uhrzeit
Ohne festen Termin
„Ich sehe rein, wenn ich Zeit habe.“ In guten Wochen dreimal, in vollen Wochen gar nicht.
Genau in den vollen Wochen bleiben Reklamationsfristen liegen, und die sind kurz.
Mit festem Termin
Ein Wochentag, eine Uhrzeit, im Kalender. Zwanzig Minuten, jede Woche dieselben fünf Punkte.
Der Termin schützt vor beidem: vor dem Vergessen und vor dem ständigen Nachsehen.
Was bewusst nicht wöchentlich stattfindet
| Tätigkeit | Warum nicht wöchentlich | Wohin |
|---|---|---|
| Listings ändern | zu wenig Daten, siehe 17.10 | monatlich |
| Preise anpassen | verunsichert Käufer, verzerrt die Messung | quartalsweise |
| Statistik im Detail lesen | Wochenzahlen sind Rauschen | monatlich, siehe 20.5 |
| Wettbewerber ansehen | bindet Aufmerksamkeit, ändert nichts | quartalsweise, siehe 10.6 |
| Buchhaltung | wöchentlich unnötig, jährlich zu spät | monatlich, siehe 19.9 |
Täglich in die Statistik zu sehen. Es fühlt sich nach Arbeit an, verbessert nichts und führt regelmäßig zu Änderungen auf Grundlage von drei Besuchern.
Die Zeit, die dabei draufgeht, würde für ein weiteres Listing im Monat reichen, und das ist der einzige Hebel, der bei kleinen Shops zuverlässig wirkt, siehe 20.9.
Der Monatstermin
Der Ablauf aus 19.9: Belege ablegen, Übersicht ergänzen, Umsatzsteuer prüfen.
Die drei Zahlen aus 20.5 notieren, den Trichter ansehen, die schwächste Stufe bestimmen.
Genau eine, an der schwächsten Stufe. Datum notieren, dann warten, siehe 17.10.
Versandpünktlichkeit, Antwortzeit, Bewertungen aus 20.4. Den schwächsten Wert notieren.
52 Wochentermine zu zwanzig Minuten sind rund 17 Stunden. Zwölf Monatstermine zu einer Stunde sind zwölf. Zusammen rund 30 Stunden Betrieb im Jahr, plus fünf Minuten täglich für Nachrichten.
Alles darüber hinaus ist Aufbau, und der ist freiwillig. Das ist der eigentliche Vorteil des Modells, siehe 1.9: Der Betrieb skaliert kaum mit der Zahl der Verkäufe.
Aufgabe
Den Termin eintragen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
