Etsy Tags finden: 13 Plätze richtig belegen
Wie Du die 13 Tags eines Etsy-Listings findest und belegst: 20-Zeichen-Grenze, Mehrwortphrasen statt Einzelwörter, Quellen für echte Suchbegriffe und die Fehler, die Plätze verschenken.
Die Treffer erscheinen unterhalb des Feldes, sobald Du tippst.
Dreizehn Tags klingen nach viel. In der Praxis sind es dreizehn Entscheidungen, die darüber bestimmen, für welche Suchanfragen Dein Artikel überhaupt in Frage kommt.
Die meisten Listings, in die ich Einblick hatte, scheitern nicht an schlechten Tags. Sie scheitern an leeren Plätzen und an Einzelwörtern.
Ein Listing mit sieben Tags hat sechs Suchanfragen weniger im Rennen als eines mit dreizehn. Ein Tag, der nur „Holz“ lautet, ist praktisch wertlos, weil kaum jemand nur „Holz“ eintippt und die Konkurrenz für dieses eine Wort aus Hunderttausenden Artikeln besteht. Beides sind Fehler, die nichts kosten außer einer halben Stunde Arbeit, und die trotzdem in erschreckend vielen Shops stehen bleiben.
Dieser Beitrag geht nicht noch einmal durch, warum Tags wichtig sind. Das steht im Überblick zu Etsy SEO. Hier geht es um die Arbeit selbst: woher die Begriffe kommen, wie Du sie auf 20 Zeichen bringst, wie Du die dreizehn Plätze so aufteilst, dass sie sich nicht gegenseitig doppeln, und woran Du erkennst, ob es gewirkt hat.
Was ein Tag auf Etsy technisch ist
Ein Tag ist ein kurzer Text, den Du beim Anlegen oder Bearbeiten eines Artikels hinterlegst und den ein Käufer nie zu sehen bekommt. Er dient allein dazu, dass Etsy Deinen Artikel einer Suchanfrage zuordnen kann.
Das unterscheidet ihn vom Titel, der zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllt: Er wird für die Zuordnung ausgewertet und er steht in den Suchergebnissen unter Deinem Foto. Ein Titel muss deshalb lesbar sein. Ein Tag muss das nicht. Er muss nur treffen.
Diese Freiheit wird selten genutzt. In Tags dürfen Formulierungen stehen, die im Titel merkwürdig klingen würden, Umgangssprache, regionale Ausdrücke, die Art, wie ein Kunde in der Nachricht nach dem Produkt fragt. Genau dort liegt der Wert der dreizehn Plätze.
Wichtig ist außerdem: Tags sind pro Artikel hinterlegt, nicht pro Shop. Es gibt keinen zentralen Ort, an dem Du Deine Schlagworte einmal pflegst. Jedes Listing trägt seine eigenen dreizehn, und darin liegt Aufwand, aber auch die Chance, jedes Listing auf eine andere Ecke der Nachfrage zu setzen.
Die harten Regeln: dreizehn Plätze, zwanzig Zeichen
Zwei Zahlen musst Du kennen, alles andere ergibt sich daraus.
- 13Tags stehen Dir je Artikel zur Verfügung
- 20Zeichen darf ein einzelner Tag lang sein, Leerzeichen mitgezählt
- 2–4 Wochenbis sich eine Änderung in den Zahlen zeigt
Dreizehn Tags je Artikel. Nicht dreizehn empfohlene, sondern dreizehn mögliche. Etsy nennt in seiner Hilfe ausdrücklich, dass Du alle nutzen solltest. Jeder freie Platz ist eine Suchanfrage, für die Du nicht einmal geprüft wirst.
Zwanzig Zeichen je Tag, Leerzeichen zählen mit. Das ist die Regel, an der deutsche Shops leiden. „Geschenk Hochzeit“ hat 18 Zeichen und passt. „Geschenk zur Hochzeit“ hat 21 und passt nicht. „personalisiertes Geschenk“ hat 25 und passt erst recht nicht. Wer im Deutschen arbeitet, verbringt einen guten Teil der Tag-Recherche damit, gute Phrasen auf Länge zu bringen.
Was Du daraus lernst: Plane die Zeichen mit ein, bevor Du Dich in eine Formulierung verliebst. Es hilft, die Kandidatenliste in einer Tabelle zu führen und die Länge automatisch mitzählen zu lassen. Was über zwanzig Zeichen liegt, wird gekürzt oder fliegt raus, und zwar bevor Du Dir überlegst, welcher der dreizehn Plätze es wert ist.
Warum Einzelwörter die schlechteste Wahl sind
Der häufigste Fehler in Tag-Listen ist derselbe: dreizehn einzelne Wörter statt dreizehn Phrasen.
„Holz“, „Schild“, „Geschenk“, „personalisiert“, „Hochzeit“, das sieht nach breiter Abdeckung aus und ist das Gegenteil. Etsy empfiehlt in seiner Hilfe ausdrücklich Mehrwortphrasen, und der Grund ist einfach: Menschen suchen nicht in Einzelwörtern.
Denk daran, wie Du selbst suchst. Niemand tippt „Schild“ ein und hofft auf das Beste. Es heißt „Holzschild Hochzeit Namen“ oder „Türschild personalisiert Familie“. Wer nur Einzelwörter hinterlegt, bewirbt sich für Suchanfragen, die es kaum gibt, und die, wenn es sie gibt, so umkämpft sind, dass ein neuer Shop dort nichts gewinnt.
Der zweite Grund ist die Rechnung dahinter. Eine Phrase aus drei Wörtern deckt auch die enthaltenen Teilbegriffe mit ab. „Holzschild Hochzeit Namen“ trägt „Holzschild“, „Hochzeit“ und „Namen“ bereits in sich. Einzelwörter dagegen tragen nichts anderes in sich als sich selbst. Dreizehn Phrasen sind darum immer breiter als dreizehn Wörter, nie schmaler.
Was ich empfehle: Kein Tag mit weniger als zwei Wörtern, außer der Begriff ist wirklich ein feststehender Produktname. Zwei bis drei Wörter je Tag sind die Zone, in der Länge und Trefferwahrscheinlichkeit zusammenpassen.
Die erste Quelle: die Suchvorschläge von Etsy
Bevor Du irgendein Werkzeug öffnest, öffne die Etsy-Suche.
Tippe Deinen Produktbegriff ein und schreibe auf, was Etsy Dir unterhalb des Suchfeldes vorschlägt. Diese Vorschläge sind keine Zufallsauswahl und keine Hochrechnung. Sie beruhen auf dem, was Menschen tatsächlich in dieses Feld eingegeben haben. Näher an der Realität kommst Du ohne Zugang zu Etsys Datenbank nicht.
So holst Du das Maximum heraus. Tippe den Begriff und danach nacheinander jeden Buchstaben des Alphabets. „Holzschild a“, „Holzschild b“, „Holzschild c“, jede Kombination liefert einen anderen Satz Vorschläge. In zwanzig Minuten hast Du auf diese Weise fünfzig bis achtzig echte Suchphrasen beisammen.
Achte auf die Reihenfolge. Etsy sortiert die Vorschläge nicht zufällig. Was oben steht, wird häufiger gesucht. Das ist keine Zahl, die Du in eine Tabelle schreiben kannst, aber es ist eine Rangfolge, und die ist mehr wert als eine geschätzte Zahl aus zweiter Hand.
Und der wichtigste Punkt: Mach das in der Sprache und im Länder-Storefront, in dem Deine Käufer suchen. Die Vorschläge auf etsy.com/de unterscheiden sich von denen auf etsy.com. Wer deutsche Tags aus englischen Vorschlägen ableitet, baut auf der falschen Grundlage.
Die zweite Quelle: Deine eigene Shop-Statistik
Sobald Dein Shop ein paar Wochen läuft, hast Du eine Datenquelle, die kein Werkzeug der Welt ersetzt: die Suchbegriffe, über die Menschen bei Dir gelandet sind.
Du findest sie in der Etsy-Shop-Statistik im Bereich zur Sichtbarkeit in der Etsy-Suche. Dort zeigt Etsy, mit welchen Anfragen Deine Artikel angezeigt wurden, wie oft daraufhin geklickt wurde und was daraus geworden ist.
Warum das die beste Quelle ist: Es sind echte Anfragen, echte Zahlen und Dein Shop. Kein hochgerechnetes Suchvolumen, keine Schätzung aus einer Stichprobe, sondern das, was tatsächlich passiert ist.
Viele Anzeigen, wenige Klicks
Der Tag trifft, aber das Angebot überzeugt in der Ergebnisliste nicht.
- Erstes Foto prüfen
- Titelanfang prüfen
- Tag zunächst stehen lassen
Wenige Anzeigen, gute Klickrate
Wer so sucht, will offenbar genau Dein Produkt.
- Phrase in weitere Listings setzen
- Verwandte Formulierungen suchen
- Als Titelbestandteil prüfen
Wonach Du dort suchst:
Begriffe mit vielen Anzeigen und wenigen Klicks. Für die wirst Du gefunden, aber Dein Angebot überzeugt in der Ergebnisliste nicht. Das ist eher ein Foto- und Titelproblem als ein Tag-Problem.
Begriffe mit wenigen Anzeigen und guter Klickrate. Das sind Deine Kandidaten. Menschen, die so suchen, wollen offenbar genau Dein Produkt. Setze diese Phrasen in mehr Listings.
Begriffe, an die Du nie gedacht hättest. Sie tauchen fast immer auf, und sie sind der Grund, warum diese Auswertung sich alle paar Wochen lohnt.
Die dritte Quelle: was oben steht
Die dritte Quelle ist die Ergebnisliste selbst, und sie ist kein Aufruf zum Abschreiben.
Suche nach dem Begriff, für den Du ranken willst. Öffne die ersten fünfzehn Ergebnisse. Lies die Titel. Nach zehn Listings siehst Du ein Muster: welche Wörter immer wieder vorkommen, in welcher Reihenfolge sie stehen, welche Zusätze offenbar üblich sind.
Was Du daraus mitnimmst, ist die gemeinsame Sprache Deiner Kategorie. Ob eine Produktgruppe im deutschen Etsy „Türkranz“ oder „Türschmuck“ heißt, ob es „Kerzenhalter“ oder „Kerzenständer“ ist, ob „Wandbild“ oder „Poster“, das sind Entscheidungen, die Du nicht am Schreibtisch treffen kannst. Die Ergebnisliste beantwortet sie.
Was Du nicht mitnimmst, sind fertige Tag-Listen. Ein Listing mit dreihundert Verkäufen rankt für Begriffe, für die Du mit denselben Tags nicht rankst, die Verkaufshistorie trägt dort einen Teil der Platzierung. Wer die Tags eines etablierten Shops kopiert, konkurriert direkt mit ihm und verliert.
Der bessere Zug ist die Lücke: Welcher Aspekt Deines Produkts kommt in den Top-Ergebnissen kaum vor? Wenn alle „Geburtstag“ schreiben und niemand „Ruhestand“, hast Du einen Platz gefunden, an dem Du der Erste bist.
Die vierte Quelle: Deine eigenen Kundennachrichten
Diese Quelle wird fast nie genutzt, und sie ist die ehrlichste von allen.
Öffne die Nachrichten der letzten Monate und lies, wie Kunden Dein Produkt benennen, wenn sie eine Frage stellen. Menschen schreiben in Nachrichten so, wie sie denken. Und wie sie denken, tippen sie auch in ein Suchfeld.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Shop verkaufte gravierte Holzscheiben und beschrieb sie durchgängig als „Namensschild“. In den Nachrichten stand fast immer „Schild fürs Kinderzimmer“. Der Begriff „Kinderzimmer“ tauchte in keinem einzigen Tag auf. Nach der Ergänzung kam er innerhalb weniger Wochen als Suchbegriff in der Statistik an.
Dasselbe gilt für Bewertungen. Was Käufer dort schreiben, wofür sie es gekauft haben, wem sie es geschenkt haben, welchen Anlass sie nennen, ist Wortmaterial aus erster Hand. Notiere die Anlässe. Anlässe sind auf Etsy fast immer suchstärker als Materialien.
Ein Aufteilungsschema für die dreizehn Plätze
Dreizehn Tags ohne Plan werden fast zwangsläufig zu dreizehn Varianten desselben Gedankens. Ein Schema verhindert das.
- Vier Plätze für die Produktbezeichnung Die Phrasen, die schlicht sagen, was das Ding ist. In den Varianten, die Deine Kategorie tatsächlich verwendet.
- Drei Plätze für den Anlass Hochzeit, Geburt, Einschulung, Umzug, Jubiläum. Auf Etsy wird sehr viel für Anlässe gekauft.
- Zwei Plätze für den Empfänger Für Mama, für Oma, für Trauzeugin, für Kollegen. Wer verschenkt, sucht oft nach der Person, nicht nach dem Produkt.
- Zwei Plätze für Eigenschaften Material, Stil, Farbe, Größe, sofern es Merkmale sind, nach denen jemand suchen würde.
- Zwei Plätze für Experimente Ungewöhnliche Formulierungen, Nischenanlässe, Begriffe aus Kundennachrichten. Diese beiden Plätze rotierst Du und beobachtest, was ankommt.
Warum das Schema funktioniert: Es zwingt Dich, in verschiedene Richtungen zu denken. Ohne Vorgabe entstehen dreizehn Tags, die alle das Produkt beschreiben, und keiner, der den Anlass trifft, obwohl gerade darüber gesucht wird.
Und es ist keine Formel. Bei einem Produkt ohne Geschenkcharakter verschiebst Du die Anlass-Plätze zu Eigenschaften. Bei einem Artikel, den es nur zur Hochzeit gibt, brauchst Du drei Anlass-Tags nicht. Das Schema ist eine Startaufteilung, kein Gesetz.

Ein Schema verhindert dreizehn Varianten desselben Gedankens.
Der Unterschied zwischen breit und beliebig
Es gibt eine Grenze, an der Breite in Beliebigkeit umschlägt, und sie ist leicht zu übersehen.
Breit heißt: Du deckst verschiedene Wege ab, auf denen jemand zu Deinem Produkt kommt. Über das Produkt, über den Anlass, über den Empfänger, über den Stil. Jeder dieser Wege führt zu einem Menschen, der Dein Produkt tatsächlich kaufen könnte.
Beliebig heißt: Du hinterlegst Begriffe, weil sie viel gesucht werden, nicht weil sie Dein Produkt beschreiben. Ein Tag „Geschenk Weihnachten“ an einem Gartenzaunelement bringt Anzeigen ohne Klicks. Und das ist nicht neutral.
Warum es schadet: Etsy misst, wie Menschen auf Deinen Artikel reagieren, wenn er angezeigt wird. Wer für unpassende Anfragen erscheint und ignoriert wird, sammelt Anzeigen ohne Klicks. Das ist das Gegenteil dessen, was Du willst. Zur genauen Wirkung veröffentlicht Etsy keine Zahlen, und ich behaupte auch keine, aber die Richtung ist klar genug, um sich daran zu halten.
Die Prüffrage vor jedem Tag: Würde jemand, der genau das eintippt, mein Produkt kaufen wollen? Wenn die Antwort „vielleicht, wenn er großzügig ist“ lautet, ist es der falsche Tag.
Zwanzig Zeichen: die Kürzungswerkstatt
Deutsche Phrasen sprengen die Grenze ständig. Es gibt vier Wege, sie zu retten.
- Füllwörter streichen Präpositionen raus, die Verbindung bleibt trotzdem erhalten.
- Synonym prüfen Kürzere Form nur nehmen, wenn sie in den Vorschlägen auftaucht.
- Zusammenschreiben Das Kompositum spart das Leerzeichen und trifft die Eingabe.
- Tag teilen Aus einer zu langen Phrase werden zwei eigenständige Tags.
Füllwörter streichen. „Geschenk zur Hochzeit“ wird zu „Geschenk Hochzeit“. Etsy braucht die Präposition nicht, um die Verbindung herzustellen. Das spart drei bis fünf Zeichen und kostet nichts.
Auf das kürzere Synonym ausweichen. „personalisiert“ hat vierzehn Zeichen und frisst die Hälfte des Platzes. „mit Namen“ hat neun und meint für den Suchenden dasselbe. Prüfe aber vorher in den Suchvorschlägen, ob die kurze Form auch die gesuchte ist.
Das Komposita-Wort nutzen. Das Deutsche kann zusammensetzen, und das spart Leerzeichen. „Holz Schild Hochzeit“ sind zwanzig Zeichen, „Holzschild Hochzeit“ nur neunzehn, und die zusammengeschriebene Form ist zugleich die, die Menschen eintippen.
Den Tag teilen. Passt „Holzschild Hochzeit personalisiert“ nicht, wird daraus „Holzschild Hochzeit“ und „Schild mit Namen“. Zwei Plätze statt einem, dafür beide innerhalb der Grenze und beide für sich sinnvoll.
Was Du nicht tun solltest: Wörter verstümmeln, um sie passend zu machen. „Hochzeitsgesch“ trifft keine Suchanfrage und sieht in keinem Fall gut aus, falls Etsy die Tags irgendwann doch einmal ausspielt.
Singular, Plural, Umlaute, Schreibweisen
Vier Detailfragen, die immer wieder gestellt werden.
Singular oder Plural. Etsy führt Wortformen bei der Zuordnung zusammen. Du musst also nicht beide Formen belegen, das wäre ein verschwendeter Platz. Wähle die Form, die in den Suchvorschlägen auftaucht. Bei Einzelstücken und Geschenken ist das meist der Singular, bei Zubehör und Sets der Plural.
Umlaute. Schreibe sie korrekt. „Türschild“ ist die Form, die Menschen eintippen und die Etsy erwartet. „Tuerschild“ als zweiter Tag ist verschwendeter Platz.
Groß- und Kleinschreibung. Spielt für die Zuordnung keine Rolle. Schreibe so, wie es Dir beim Lesen der Liste hilft.
Rechtschreibfehler. Sie absichtlich als Tag zu hinterlegen, in der Hoffnung, Vertipper abzugreifen, ist eine Idee aus alten SEO-Zeiten. Etsy korrigiert Tippfehler in der Suche selbst. Der Platz ist besser investiert.
Sonderzeichen und Zahlen. Zahlen sind unproblematisch, wenn sie gesucht werden, „Geschenk 30 Geburtstag“ ist eine echte Anfrage. Sonderzeichen wie Rauten oder Sternchen gehören nicht in Tags.
Tags, Titel und Attribute: wer welche Arbeit macht
Diese drei Felder werden oft als dasselbe behandelt und sind es nicht.
Titel
Wird gelesen und ausgewertet zugleich.
- Muss für Menschen lesbar sein
- Die ersten Wörter tragen die Last
- Steht sichtbar unter dem Foto
Tags
Werden nur ausgewertet, nie gelesen.
- Dürfen umgangssprachlich sein
- Dreizehn unabhängige Phrasen
- Ergänzen, was im Titel keinen Platz hat
Die Arbeitsteilung, die ich empfehle: Der Titel trägt die zwei bis drei Phrasen, die am häufigsten gesucht werden und die Dein Produkt am klarsten benennen. Wie Du ihn aufbaust, steht im Beitrag zum Etsy-Titel. Die Tags übernehmen alles, was im Titel keinen Platz mehr hatte, plus die Formulierungen, die im Titel merkwürdig klingen würden.
Und die Attribute? Die sind kein Tag-Ersatz und auch kein Tag-Konkurrent. Sie speisen die Filter der Suche und sind ein eigener Hebel, den ich im Beitrag zu Attributen und Kategorien auseinandernehme. Was Du dort schon als Attribut gesetzt hast, Farbe, Anlass, Material, musst Du nicht zwingend noch einmal als Tag hinterlegen. Der Platz ist meistens besser für eine Phrase genutzt, die sonst nirgends steht.
Was in Tags nichts zu suchen hat
Vier Kategorien, die Ärger machen können.
- Fremde Markennamen, auch wenn der Käufer den Tag nie sieht
- Gesundheits- und Heilversprechen
- Superlative wie „bestes Geschenk“
- Namen anderer Etsy-Shops
- Alles, was Du im Titel nicht schreiben würdest
Fremde Markennamen. Der Name eines bekannten Herstellers, einer Filmreihe, eines Vereins oder einer Figur ist markenrechtlich geschützt. Als Tag hinterlegt ist er eine Rechtsverletzung, auch wenn der Käufer ihn nie sieht. Rechteinhaber melden solche Listings systematisch, und Etsy entfernt sie. Wiederholte Verstöße können den ganzen Shop kosten.
Gesundheits- und Heilversprechen. Tags, die einem Produkt eine medizinische Wirkung zuschreiben, sind auf Etsy nicht zulässig und in Deutschland zusätzlich wettbewerbsrechtlich heikel.
Superlative und Werbebegriffe. „bestes Geschenk“, „günstigste“, danach sucht niemand, und im deutschen Wettbewerbsrecht sind unbelegte Spitzenstellungsbehauptungen ein eigenes Risiko.
Konkurrenzshop-Namen. Der Shopname eines anderen Verkäufers als Tag ist doppelt schlecht: rechtlich angreifbar und praktisch wirkungslos, weil solche Suchanfragen ohnehin beim gemeinten Shop landen.
Der Grundsatz dahinter: Ein Tag ist eine Angabe über Dein Produkt. Alles, was Du im Titel nicht schreiben würdest, weil es falsch oder unzulässig wäre, gehört auch nicht in ein unsichtbares Feld.
Wie Du dreizehn Tags in zwanzig Minuten baust
Ein Ablauf, der sich in der Praxis bewährt hat.
Minute eins bis fünf: sammeln. Etsy-Suche öffnen, Produktbegriff eintippen, alle Vorschläge notieren. Dann zwei bis drei Varianten des Begriffs durchgehen. Ziel sind dreißig bis vierzig Phrasen, ungefiltert.
Minute sechs bis zehn: ergänzen. Shop-Statistik öffnen und die Suchbegriffe der letzten dreißig Tage dazuschreiben. Danach fünf Minuten in die eigenen Nachrichten und Bewertungen schauen.
Minute elf bis fünfzehn: kürzen und prüfen. Jede Phrase auf zwanzig Zeichen bringen. Was sich nicht sinnvoll kürzen lässt, streichen. Was übrig bleibt, gegen die Prüffrage halten: Würde jemand, der das eintippt, mein Produkt kaufen?
Minute sechzehn bis zwanzig: aufteilen und eintragen. Nach dem Schema oben verteilen: Produkt, Anlass, Empfänger, Eigenschaft, Experiment. Prüfen, dass keine zwei Tags dasselbe meinen. Eintragen, speichern, Datum notieren.
Das Datum ist wichtiger, als es aussieht. Ohne notierten Änderungszeitpunkt kannst Du hinterher nicht beurteilen, ob eine Veränderung in den Zahlen mit Deiner Änderung zu tun hat oder mit der Jahreszeit.
Wann Du das Ergebnis beurteilen darfst
Die häufigste Ursache für falsche Schlüsse ist Ungeduld.
Etsy ordnet ein geändertes Listing nicht sofort neu ein. Es dauert, bis genügend Anzeigen und Reaktionen zusammengekommen sind, um eine neue Einschätzung zu tragen. Rechne mit zwei bis vier Wochen, bevor Du die Zahlen eines geänderten Listings ernst nimmst.
Jede Änderung setzt die Beobachtung zurück. Wer die Tags jede Woche anfasst, hat nach drei Monaten zwölf Änderungen und keine einzige belastbare Aussage darüber, welche davon gewirkt hat. Eine Änderung, dann warten, das ist der ganze Trick.
Worauf Du schaust, wenn die Zeit um ist: nicht auf die Verkäufe, sondern zuerst auf die Anzeigen in der Suche. Steigen sie, hat die Änderung gegriffen. Steigen sie und die Klicks bleiben aus, sind die neuen Begriffe unpassend oder Foto und Preis überzeugen in der Ergebnisliste nicht. Steigt gar nichts, waren die Begriffe zu umkämpft.
Und ein ehrlicher Hinweis: In einem Shop mit fünf Verkäufen im Monat sind Schwankungen von Woche zu Woche fast reines Rauschen. Belastbar wird es erst mit etwas Volumen, oder mit einem längeren Beobachtungszeitraum.
Wie Du Tags über viele Listings hinweg organisierst
Bei drei Artikeln geht das im Kopf. Bei dreißig nicht mehr.
Leg eine Tabelle an. Eine Zeile je Listing, dreizehn Spalten für die Tags, eine Spalte für das Datum der letzten Änderung. Das klingt bürokratisch und spart Dir nach einem halben Jahr Stunden.
Was Du dadurch siehst: Welche Phrasen Du in wie vielen Listings verwendest. Wenn zwanzig Artikel denselben Tag tragen, konkurrieren sie in der Suche gegeneinander, Etsy zeigt in aller Regel nur wenige Artikel eines Shops zu derselben Anfrage. Diesen Effekt beschreibe ich ausführlicher unter Etsy-SEO-Fehler.
Die Konsequenz: Ähnliche Produkte sollten sich in den Tags unterscheiden, nicht gleichen. Wenn Du fünf Varianten desselben Holzschilds anbietest, gib jeder Variante zwei bis drei eigene Anlass- oder Empfänger-Tags. So besetzt Dein Shop fünf Ecken der Nachfrage statt fünfmal dieselbe.
Für den Massenwechsel bietet Etsy eine Sammelbearbeitung an, mit der sich Tags über mehrere Artikel hinweg hinzufügen und entfernen lassen. Nutze sie mit Bedacht: Ein Tag, der auf alle Listings gleichzeitig wandert, verstärkt genau das Problem, das Du vermeiden willst.
Was Werkzeuge leisten und was nicht
Es gibt Programme, die Dir Tag-Vorschläge und geschätzte Suchvolumina liefern. Ich nutze sie selbst, und ich halte sie für sinnvoll, mit einer klaren Einordnung.
Etsy veröffentlicht keine Suchvolumina. Was Werkzeuge ausweisen, stammt aus deren eigenen Datenquellen. Nimm die Zahlen als Rangfolge zwischen Begriffen, nicht als Messwert.
Was sie gut können: Schnell viele Begriffsvarianten zusammentragen. Zeigen, wie viele Listings es zu einem Begriff bereits gibt. Tag-Listen zwischen Produkten vergleichen. Ideen liefern, auf die man am eigenen Schreibtisch nicht kommt.
Was sie nicht können: Dir sagen, wie oft ein Begriff auf Etsy tatsächlich gesucht wird. Etsy veröffentlicht diese Zahlen nicht. Was Werkzeuge wie eRank, EverBee oder Sale Samurai ausweisen, sind Hochrechnungen aus eigenen Datenquellen, brauchbar für Vergleiche zwischen Begriffen, nicht als absolute Wahrheit.
Wie ich damit umgehe: Ich nutze die Zahlen als Rangfolge, nicht als Messwert. Ob ein Begriff dreitausend oder fünftausend Suchen im Monat hat, ist für meine Entscheidung egal. Ob er deutlich stärker gesucht wird als die Alternative, ist relevant.
Und die Reihenfolge bleibt: Erst Suchvorschläge und eigene Statistik, dann Werkzeug. Wer umgekehrt anfängt, baut die Tag-Liste auf Schätzungen und prüft sie nie gegen die Wirklichkeit. Eine Übersicht über die verfügbaren Programme steht unter Etsy-Tools und Statistiken.
Die zehn Tag-Fehler, die ich am häufigsten sehe
Eine Liste zum Abgleichen mit den eigenen Listings.
- Weniger als dreizehn Tags vergeben, jeder freie Platz ist eine verlorene Anfrage
- Einzelwörter statt Phrasen, deckt weniger ab, nicht mehr
- Dreizehn Varianten desselben Gedankens ohne Anlass und Empfänger
- Nur den Titel in Einzelteile zerlegt und als Tags eingetragen
- Fantasienamen aus dem eigenen Sortiment, nach denen niemand sucht
- Beliebte, aber unpassende Begriffe, die Anzeigen ohne Klicks bringen
- Fremde Markennamen, rechtlich riskant, kann den Artikel kosten
- Über alle Listings hinweg dieselben dreizehn Tags
- Wöchentliche Änderungen ohne Wartezeit dazwischen
- Tags einmal gesetzt und nach zwei Jahren nie wieder angesehen
Der Fehler, der am meisten kostet, ist der vorletzte. Ein Shop mit dreißig fast identischen Listings und identischen Tags konkurriert gegen sich selbst und deckt trotzdem nur eine schmale Ecke der Nachfrage ab. Der Aufwand, das zu ändern, ist überschaubar, ein Nachmittag für dreißig Listings, und die Wirkung ist größer als jede Feinjustierung an einzelnen Phrasen.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Zum Mitprüfen ein vollständiger Satz Tags für ein konkretes Produkt: ein graviertes Holzschild mit Wunschnamen, Format zwanzig mal dreißig Zentimeter, gedacht als Geschenk.
- 4Plätze für Produktbezeichnungen
- 3Plätze für Anlässe
- 2Plätze für Empfänger
- 4Plätze für Eigenschaften und Experimente
Produktbezeichnung, vier Plätze: „Holzschild Namen“ (16), „Türschild Holz“ (14), „Namensschild Tür“ (16), „Schild mit Gravur“ (17).
Anlass, drei Plätze: „Geschenk Einzug“ (15), „Geschenk Hochzeit“ (17), „Geschenk Geburt“ (15).
Empfänger, zwei Plätze: „Geschenk Familie“ (16), „Geschenk Paare“ (14).
Eigenschaft, zwei Plätze: „Holzdeko Flur“ (13), „Eiche graviert“ (14).
Experiment, zwei Plätze: „Willkommensschild“ (17), „Schild Ferienhaus“ (17).
Was an dieser Liste zu sehen ist: Kein Tag ist länger als siebzehn Zeichen, also bleibt bei allen Luft. Kein Begriff wiederholt sich vollständig. Vier verschiedene Zugänge sind belegt. Und zwei Plätze sind bewusst Wetten: „Ferienhaus“ könnte eine kleine, aber sehr klare Nachfrage treffen, oder eben nicht. Nach vier Wochen sagt die Statistik, welche der beiden bleibt.
Wann Tags nicht das Problem sind
Bevor Du einen Nachmittag in dreizehn Phrasen investierst, lohnt eine Gegenprobe.
Wenn Deine Artikel viele Anzeigen und wenige Klicks bekommen, liegt es nicht an den Tags. Du wirst gefunden. Was fehlt, ist der Grund, in der Ergebnisliste auf Dich zu klicken. Also meistens das erste Produktfoto oder der Preis im Vergleich zum Umfeld.
Wenn Deine Artikel viele Klicks und keine Verkäufe bekommen, liegt es erst recht nicht an den Tags. Menschen kommen an, entscheiden sich aber gegen den Kauf. Dann geht es um Beschreibung, Versandkosten, Lieferzeit oder Vertrauen. Was dahinterstecken kann, steht unter keine Verkäufe auf Etsy.
Tags sind das Problem, wenn Du kaum Anzeigen in der Suche hast. Dann kommt Dein Artikel gar nicht erst in die Auswahl, und genau dafür sind die dreizehn Plätze da.
Diese Reihenfolge ernst zu nehmen spart die meiste Zeit. Ich habe Shops gesehen, die monatelang an Tags geschraubt haben, während das eigentliche Problem ein dunkles, unscharfes erstes Foto war.
Die Kurzfassung
Alle dreizehn Plätze belegen. Ein freier Platz ist eine Suchanfrage, für die Du nicht antrittst.
Phrasen statt Einzelwörter. Zwei bis drei Wörter je Tag, weil Menschen so suchen und weil Phrasen ihre Teilbegriffe mit abdecken.
Zwanzig Zeichen sind die harte Grenze, Leerzeichen mitgezählt. Deutsche Formulierungen musst Du dafür fast immer kürzen.
Die besten Quellen sind kostenlos: die Suchvorschläge von Etsy, Deine eigene Shop-Statistik, die Ergebnisliste und Deine Kundennachrichten. Werkzeuge kommen danach.
Nach einer Änderung zwei bis vier Wochen warten, bevor Du das Ergebnis beurteilst, und das Änderungsdatum notieren.
Mein Fazit zu Etsy-Tags
Tags sind der Teil von Etsy SEO mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung, und gleichzeitig der Teil, an dem am meisten Zeit vergeudet wird.
Der Grund für beides ist derselbe: Es fühlt sich produktiv an, an Tags zu arbeiten. Man sieht dreizehn Felder, man füllt sie, man hat etwas getan. Ob es das Richtige war, zeigt sich erst Wochen später, und bis dahin hat man schon wieder etwas geändert.
Was ich in der Praxis für richtig halte: eine gründliche Runde je Listing, aufgebaut auf echten Suchbegriffen statt auf Vermutungen, nach einem Schema verteilt, das verschiedene Zugänge abdeckt. Danach vier Wochen Ruhe. Dann ein Blick in die Statistik und eine kleine Korrektur, meist an zwei, drei Plätzen, nicht an dreizehn.
Und die unbequeme Wahrheit dazu: Perfekte Tags an einem Listing mit schwachem Foto bringen wenig. Die dreizehn Plätze entscheiden, ob Du überhaupt angezeigt wirst. Ob geklickt und gekauft wird, entscheiden andere Dinge. Wer beides verwechselt, optimiert monatelang an der falschen Stelle.
Häufige Fragen zu Etsy-Tags
Sehen Käufer meine Tags? Nein. Tags werden nicht in der Artikelansicht angezeigt. Sie dienen ausschließlich der Zuordnung in der Suche. Genau deshalb darfst Du dort Formulierungen verwenden, die im Titel unpassend wären.
Muss ich alle dreizehn Tags belegen, auch wenn mir nichts mehr einfällt? Ja, und wenn Dir nichts einfällt, ist die Recherche noch nicht fertig. Vier Quellen, Suchvorschläge, Shop-Statistik, Ergebnisliste, Kundennachrichten, liefern zusammen mehr als dreizehn brauchbare Phrasen. Notfalls belegst Du die letzten Plätze mit Experimenten und tauschst sie später.
Ist es schlimm, wenn zwei meiner Listings dieselben Tags haben? Bei zwei Listings nicht. Bei zwanzig schon. Etsy zeigt in aller Regel nur wenige Artikel desselben Shops zu einer Anfrage, identische Tags über viele Artikel hinweg heißt, dass Du eine schmale Ecke der Nachfrage mehrfach besetzt statt viele Ecken einmal.
Wie finde ich heraus, ob ein Tag zu umkämpft ist? Gib den Begriff in die Etsy-Suche ein und sieh Dir die Zahl der Ergebnisse an. Sie ist keine exakte Wettbewerbskennzahl, aber ein brauchbarer Vergleichsmaßstab zwischen zwei Kandidaten. Wichtiger als die absolute Zahl ist, wie die Top-Ergebnisse aussehen: Wenn dort ausschließlich Shops mit vierstelligen Verkaufszahlen stehen, ist der Begriff für ein neues Listing kein realistisches Ziel.
Bringt es etwas, Tags in mehreren Sprachen zu hinterlegen? Innerhalb eines Tag-Satzes nicht sinnvoll: Du hast nur dreizehn Plätze, und die willst Du nicht auf zwei Sprachen aufteilen. Etsy bietet stattdessen an, Übersetzungen für Deine Listings zu hinterlegen. Wenn Dein Auslandsgeschäft eine Rolle spielt, ist das der richtige Weg.
Wirken Tags auch bei Google? Nur mittelbar. Google liest die öffentlich sichtbare Artikelseite, und dort stehen Tags nicht. Was bei Google zählt, sind Titel, Beschreibung und Shop-Angaben. Das ist ein eigenes Thema, das ich unter Etsy und Google behandle.
Soll ich Tags bei einem Listing ändern, das gut läuft? Nein. Ein funktionierendes Listing fasst man nicht ohne Grund an. Wenn Du etwas ausprobieren willst, nimm ein Listing mit mittelmäßigen Zahlen, der Erkenntnisgewinn ist derselbe, das Risiko ist kleiner.
Was passiert mit den Tags, wenn ich ein Listing erneuere? Nichts. Das Erneuern verlängert die Laufzeit und setzt das Einstelldatum neu, ändert aber keinen Inhalt. Was das Erneuern bringt und was nicht, steht unter Listings erneuern.
Häufige Fragen
Wie viele Tags kann ich bei Etsy vergeben?
Dreizehn Stück je Artikel. Jeder Tag darf höchstens 20 Zeichen lang sein, Leerzeichen mitgezählt. Weniger als dreizehn zu vergeben bringt keinen Vorteil, jeder ungenutzte Platz ist eine Suchanfrage, für die Du nicht in Frage kommst.
Zählt bei den 20 Zeichen das Leerzeichen mit?
Ja. „personalisiertes geschenk“ hat 27 Zeichen und passt nicht. Das ist der Grund, warum die Tag-Recherche bei deutschen Produkten mühsamer ist als bei englischen: deutsche Komposita sind lang. Du musst häufig kürzen, abkürzen oder auf eine andere Formulierung ausweichen.
Soll ich Singular oder Plural als Tag verwenden?
Etsy gleicht Suchanfragen nicht buchstabengenau ab, sondern führt Wortformen zusammen. Trotzdem lohnt es sich, die Form zu wählen, die Menschen tatsächlich eintippen. Bei Geschenkartikeln ist das häufig der Singular, bei Sets und Zubehör eher der Plural. Beides doppelt zu belegen verschwendet einen Platz.
Muss ich meine Tags auf Englisch anlegen, wenn ich international verkaufen will?
Etsy übersetzt Titel, Tags und Beschreibung maschinell in andere Shop-Sprachen. Verlassen solltest Du Dich darauf nicht: Automatische Übersetzungen treffen selten die Formulierung, die Menschen wirklich eintippen. Wenn Dein Auslandsgeschäft zählt, hinterlege eigene Übersetzungen für die Sprachen, die Du bedienst.
Wie oft soll ich meine Tags ändern?
Selten und gezielt. Etsy braucht Zeit, um ein geändertes Listing neu einzuordnen, rechne mit zwei bis vier Wochen, bevor Du das Ergebnis beurteilst. Wer wöchentlich an denselben Tags dreht, hat am Ende keine Daten, sondern nur Bewegung.
Bringt es etwas, denselben Begriff in Titel und Tag zu haben?
Es schadet nicht, und für die wichtigsten zwei bis drei Phrasen ist es sinnvoll. Alle dreizehn Tags mit Wörtern aus dem Titel zu füllen ist dagegen Verschwendung: Du deckst damit keine einzige zusätzliche Suchanfrage ab.
Darf ich Markennamen als Tag verwenden?
Nein, wenn Du die Marke nicht selbst hältst. Ein Tag wie der Name eines bekannten Herstellers oder einer Filmreihe ist eine Markenrechtsverletzung und kann zur Entfernung des Artikels führen. Etsy geht Meldungen von Rechteinhabern konsequent nach.
Offizielle Quellen
Alle Angaben in diesem Beitrag stützen sich auf die offizielle Etsy-Dokumentation. Etsy kann Regeln und Gebühren jederzeit ändern. Im Zweifel gilt immer die Originalquelle.
Weitere Themen im Etsy Wissen
- Etsy SEO & KeywordsWie die Etsy-Suche funktioniert, welche Faktoren über Deine Platzierung entscheiden und wie Du Titel, Tags und Attribute so einsetzt, dass Deine Artikel gefunden werden.
- Etsy Shop eröffnenVon der Anmeldung bis zum ersten Listing: Was Du brauchst, was es kostet, welche Entscheidungen Du vorab treffen solltest und welche Fehler Dich am Anfang Monate kosten.
- Etsy Ads & WerbungWie Etsy Ads funktionieren, was Offsite Ads davon unterscheidet, welches Budget sinnvoll ist und woran Du erkennst, ob sich Deine Werbung rechnet.
- Was verkaufen & NischeWie Du herausfindest, was sich auf Etsy verkauft, wie Du eine tragfähige Nische erkennst und mit welchen Kriterien Du Produktideen bewertest, bevor Du Zeit investierst.
- Print on DemandWie Print on Demand auf Etsy funktioniert, welche Regeln Etsy dabei vorgibt, wo die Grenze zum verbotenen Dropshipping verläuft und ob die Marge trägt.
- Etsy Gebühren & KostenJede Gebühr, die Etsy erhebt: mit Höhe, Bemessungsgrundlage und Quelle. Plus die Rechnung, die zeigt, was am Ende wirklich bei Dir bleibt.
Fragen zu Deinem Etsy Shop?
Schreib mir kurz, wo Dein Shop steht. Ich schaue ihn mir an und sage Dir, wo die größten Hebel liegen.
