Vertiefung

EverBee für Etsy: Produktrecherche und Verkaufsanalysen

EverBee für Etsy-Verkäufer: Produktrecherche über die Browser-Erweiterung, geschätzte Verkaufszahlen, Keyword-Analyse und Shop-Auswertungen. Aufbau, Preisstruktur und wie Du damit Nischen bewertest.

Von Oliver Wrase24 Min. LesezeitStand

EverBee ist das Werkzeug für die Frage, die vor jedem neuen Produkt steht: Kauft das überhaupt jemand? Es zeigt Dir geschätzte Verkaufszahlen zu Listings, die Du in der Etsy-Suche siehst.

Die teuerste Entscheidung im Etsy-Geschäft ist die Produktentscheidung. Wer vier Wochen an einem Sortiment arbeitet, das niemand sucht, hat vier Wochen verloren, und merkt es erst, wenn nichts passiert.

EverBee setzt genau hier an. Es beantwortet die Frage, die vor der Produktion steht: Wird so etwas gekauft, und wie oft?

Wie es das macht: über eine Browser-Erweiterung. Du stöberst ganz normal in der Etsy-Suche, und zu jedem Listing werden Kennzahlen eingeblendet, geschätzte monatliche Verkäufe, geschätzter Umsatz, wie lange das Listing schon existiert, wie viele Bewertungen es hat.

Warum das den Unterschied macht: Ohne diese Information siehst Du in der Suche zwanzig Listings, die alle gleich aussehen. Mit ihr siehst Du, welche davon tatsächlich verkaufen, und das ist eine völlig andere Information.

Der Hinweis, den ich bei jedem Werkzeug in diesem Kapitel setze: Die Zahlen sind Schätzungen aus öffentlich verfügbaren Daten, keine offiziellen Etsy-Angaben. Sie sind hervorragend geeignet, um Verhältnisse zu erkennen und Nischen zu bewerten. Sie sind nicht dafür da, blind übernommen zu werden. Dein Urteil über Machbarkeit, Marge und Stil bleibt der wichtigste Faktor.

  • Die Verteilung über die ersten beiden Ergebnisseiten, nicht das eine Spitzenlisting
  • Wie viele der Angebote regelmäßig verkaufen
  • Das Alter der erfolgreichen Listings
  • Die Preisspanne, in der sich die erfolgreichen bewegen
  • Die Zahl der Bewertungen im Verhältnis zur Laufzeit

Die Startseite von EverBee mit der Produktrecherche für Etsy

Die Startseite von EverBee: der Einstieg führt über die Produktrecherche.

Die Browser-Erweiterung im Alltag

Der Teil, der die tägliche Arbeit verändert.

Wie sie funktioniert: Nach der Installation erscheint in der Etsy-Suche neben jedem Ergebnis ein kleiner Datenblock. Du musst nichts eingeben und nichts umschalten. Die Information ist da, während Du ohnehin schaust.

Was das praktisch bedeutet: Recherche wird zu etwas, das Du nebenbei machst. Wenn ich eine Produktidee habe, gebe ich sie in die Etsy-Suche ein und sehe in dreißig Sekunden, ob es dafür einen Markt gibt.

Worauf ich dabei achte:

Nicht auf das Top-Listing. Das eine Listing mit zweitausend Verkäufen sagt nichts über die Nische. Es sagt etwas über diesen einen Shop.

Sondern auf die Verteilung. Wenn zehn von zwanzig Ergebnissen regelmäßig verkaufen, ist die Nachfrage breit. Wenn nur eines verkauft und der Rest bei null liegt, ist der Markt entweder von einem Anbieter besetzt oder er existiert nicht.

Auf das Alter der Listings. Ein Listing mit hohen Verkäufen und drei Jahren Laufzeit hat sich etabliert. Eines mit hohen Verkäufen und zwei Monaten Laufzeit zeigt einen aktuellen Trend, und der ist für einen Neueinsteiger die interessantere Information.

Und auf die Preisspanne. Wenn alle erfolgreichen Listings zwischen 25 und 35 Euro liegen, weiß ich, in welchem Rahmen ich mich bewegen kann.

Was ich mir dabei abgewöhnt habe: die eine Zahl zu ernst zu nehmen. Ob ein Listing 180 oder 220 Verkäufe im Monat hat, ändert an meiner Entscheidung nichts. Ob es 12 oder 200 hat, schon.

Das beste Einzelsignal

Ein Listing, das erst drei Monate alt ist und bereits regelmäßig verkauft, sagt mehr als jeder Dauerläufer. Es zeigt, dass der Markt aufnahmefähig ist und ein neues Angebot dort noch Fuß fassen kann. Sind unter den erfolgreichen Listings nur vier oder fünf Jahre alte, ist die Suche in diesem Bereich verfestigt.

Empfehlung

Die kostenlose Stufe reicht, um die Browser-Erweiterung im Alltag auszuprobieren: eine Etsy-Suche aufrufen, die Zahlen neben den Treffern ansehen und prüfen, ob sie Dir bei Deinen eigenen Entscheidungen weiterhelfen.

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Nischen bewerten mit Daten

Der Arbeitsschritt, für den ich das Werkzeug am meisten schätze.

Die Fragen, die eine Nischenbewertung beantworten muss:

Gibt es überhaupt Nachfrage? Wie viele Anbieter teilen sie sich? Wie hoch ist das Preisniveau? Ist der Markt von wenigen großen Shops besetzt oder verteilt? Und wächst er oder schrumpft er?

Wie ich das mit EverBee angehe:

Ich gebe drei bis fünf Suchbegriffe ein, die die Nische aus verschiedenen Blickwinkeln beschreiben. Für jeden sehe ich mir die ersten beiden Ergebnisseiten an.

Ich notiere: Wie viele Listings verkaufen regelmäßig? Wie verteilt sich das? Welches Preisniveau? Wie alt sind die erfolgreichen Listings?

Daraus entsteht ein Bild. Eine Nische mit vielen mittelgroßen Verkäufern und breitem Preisspektrum ist für einen Einsteiger besser als eine mit drei Riesen und dem Rest bei null.

Das Muster, auf das ich besonders achte: neue Listings mit guten Zahlen. Ein Listing, das drei Monate alt ist und bereits regelmäßig verkauft, zeigt, dass der Markt aufnahmefähig ist, und dass ein Neueinsteiger dort noch Fuß fassen kann.

Das Gegenmuster: eine Nische, in der alle erfolgreichen Listings vier oder fünf Jahre alt sind und nichts Neues nach oben kommt. Dort ist die Suche verfestigt, und ein neues Listing hat es schwer.

Und die Einschränkung, die ich immer mitdenke: Die Daten sagen mir, was verkauft wird. Sie sagen mir nicht, ob ich es herstellen kann, ob ich damit eine Marge erziele und ob es zu meinem Shop passt. Diese drei Fragen beantworte ich selbst, und wenn eine davon mit Nein beantwortet wird, ist die schönste Nachfragezahl wertlos.

Keyword-Analyse

Blick auf die Suchseite des Marktes.

  • Nachfrage und Wettbewerb zu einzelnen Begriffen
  • Beantwortet, wie Käufer formulieren

Shop-Auswertung

Blick auf einen ganzen Laden statt auf ein Listing.

  • Wie viele Angebote es gibt und welche den Umsatz tragen
  • Beantwortet, wie breit ein erfolgreicher Shop aufgestellt ist

Keyword-Analyse und Shop-Auswertung

Die weiteren Bereiche, die das Werkzeug abdeckt.

Die Keyword-Analyse zeigt zu Suchbegriffen Angaben zu Nachfrage und Wettbewerb. Sie funktioniert ähnlich wie bei den spezialisierten SEO-Werkzeugen. Der Schwerpunkt von EverBee liegt aber erkennbar auf der Produktseite.

Die Shop-Auswertung erlaubt den Blick auf einen ganzen Shop: Wie viele Listings, welche davon tragen den Umsatz, wie hat sich das entwickelt.

Was ich daraus lerne:

Die Achtzig-Zwanzig-Verteilung. Bei den meisten erfolgreichen Etsy-Shops kommt der Großteil des Umsatzes aus einer Handvoll Listings. Das ist eine der nützlichsten Erkenntnisse überhaupt, weil sie die Arbeitsweise verändert: Statt hundert mittelmäßige Listings anzulegen, lohnt es sich, die zehn besten zu perfektionieren.

Wie breit erfolgreiche Shops aufgestellt sind. Manche leben von einem Produkt in zwanzig Varianten, andere von einem breiten Sortiment. Beides funktioniert, aber es sind unterschiedliche Strategien mit unterschiedlichem Aufwand.

Und wie oft nachgelegt wird. Ein Shop, der monatlich neue Listings einstellt, arbeitet anders als einer mit einem stabilen Sortiment.

Was ich damit nicht mache: Produkte kopieren. Abgesehen von den rechtlichen Fragen funktioniert es praktisch selten: ein Listing lebt von den Bewertungen, der Shop-Historie und der Position, die es sich erarbeitet hat. Das lässt sich nicht mitkopieren.

Was ich stattdessen mache: Muster erkennen und auf mein Sortiment übertragen. Wenn erfolgreiche Shops in meiner Kategorie durchgehend mit Personalisierung arbeiten und ich nicht, ist das eine Information, die ich nutzen kann, ohne irgendetwas zu kopieren.

Preise und Einordnung

Was das Werkzeug kostet, mit dem Hinweis, dass sich Konditionen ändern.

Hobby: 0 US-Dollar, dauerhaft kostenlos. Produktanalysen mit Aufrufen, Bewertungen und Favoriten, zehn Keyword-Abfragen, Basisfilter, fünf gespeicherte Keywords, fünf Shops und je ein eigener Ordner. Dazu unbegrenzte Shop-Verbindungen und bevorzugter Support.

Growth, 26 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung, abgerechnet als 313 US-Dollar im Jahr. Enthalten sind Trend- und Wachstumsdaten zu einzelnen Listings, Produktanalysen mit Verkäufen, Umsatz und Konversionsrate, unbegrenzte Keyword-Abfragen mit Keyword-Score, erweiterte Filter, Tag-Analyse und tausend gespeicherte Keywords.

Business, 69 US-Dollar im Monat, abgerechnet als 828 US-Dollar im Jahr. Zusätzlich Trendauswertungen über drei, sechs, zwölf und vierundzwanzig Monate und darüber hinaus, unbegrenzte eigene Filter und unbegrenzte Favoriten.

Bei jährlicher Zahlung gibt der Anbieter einen Nachlass von bis zu 33 Prozent gegenüber der monatlichen Zahlung an.

Wie ich das einordne: Die kostenlose Hobby-Stufe reicht, um die Arbeitsweise kennenzulernen und einzelne Produkte zu prüfen, für eine systematische Nischenbewertung sind zehn Keyword-Abfragen aber schnell verbraucht. Die Growth-Stufe liegt preislich im oberen Bereich dieses Markts; sie rechtfertigt sich, wenn Du regelmäßig Produktentscheidungen triffst. Business richtet sich an Verkäufer mit mehreren Shops oder mit Recherche als eigenem Arbeitsschwerpunkt.

Wie ich die Größenordnung einordne: Die Recherchewerkzeuge in diesem Markt bewegen sich zwischen etwa sechs und dreißig US-Dollar im Monat für die Stufen, die für einen einzelnen Shop sinnvoll sind. Das entspricht dem Deckungsbeitrag aus wenigen Verkäufen. Die Frage ist deshalb nicht, ob man es sich leisten kann, sondern ob man es benutzt.

Mein Vorschlag: Fang mit der kostenlosen Stufe an. Fünfzig Produktabfragen im Monat reichen, um zwei oder drei Nischen gründlich zu bewerten. Wenn Du danach merkst, dass Du an die Grenze stößt, weißt Du, dass sich der Aufstieg lohnt.

Und die buchhalterische Seite: Die Kosten sind Betriebsausgabe. Bei Abrechnung in US-Dollar kommt je nach Zahlungsweg eine Währungsumrechnungsgebühr dazu.

Größenordnung statt Nachkommastelle

Diese Zahlen entstehen als Hochrechnung aus öffentlich sichtbaren Signalen, Etsy gibt sie nicht heraus. Im Einzelfall kann eine Schätzung danebenliegen, die Verhältnisse zwischen zwei Listings und der Abstand zwischen kaum und regelmäßig stimmen dagegen zuverlässig. Für die Frage, ob es hier Nachfrage gibt, reicht das aus. Die Entscheidung machst Du danach an Deiner eigenen Kalkulation fest.

Die Preisstufen von EverBee mit kostenlosem Hobby-Plan sowie Growth und Business

Die Preisstufen von EverBee, Stand der Recherche für diesen Beitrag.

Was die Verkaufszahlen-Schätzung wirklich wert ist

Ein Abschnitt zur Einordnung, weil diese Zahl im Zentrum des Werkzeugs steht.

Wie solche Schätzungen zustande kommen: Anbieter werten öffentlich verfügbare Signale aus, Bewertungen, Verfügbarkeitsangaben, Veränderungen über die Zeit, und rechnen daraus Verkaufszahlen hoch. Etsy gibt diese Zahlen nicht heraus.

Was daraus folgt:

Die Genauigkeit im Einzelfall ist begrenzt. Ein Listing mit geschätzten zweihundert Verkäufen im Monat kann tatsächlich hundertfünfzig oder zweihundertfünfzig haben.

Die Verhältnisse stimmen dagegen weitgehend. Wenn Listing A doppelt so viele Verkäufe zeigt wie Listing B, ist das in aller Regel richtig.

Und die Größenordnung stimmt. Der Unterschied zwischen „verkauft praktisch nicht“ und „verkauft regelmäßig“ ist zuverlässig erkennbar.

Warum das für die Praxis völlig ausreicht: Die Frage, die Du beantworten willst, lautet nicht „wie viele genau“, sondern „gibt es hier überhaupt Nachfrage“. Und für diese Frage sind die Daten mehr als gut genug.

Wo Vorsicht angebracht ist:

Bei sehr neuen Listings ist die Datengrundlage dünn. Die Schätzung kann daneben liegen.

Bei Produkten mit vielen Varianten in einem Listing wird es unschärfer.

Und bei digitalen Produkten, die anders bewertet werden als physische.

Was ich deshalb tue: Ich sehe mir nie ein einzelnes Listing an, sondern immer die Verteilung über eine Ergebnisseite. Zwanzig Listings mit ihren Schätzungen zeichnen ein Bild, das durch die Unschärfe einzelner Werte nicht kippt.

Und ich gleiche ab: Wenn ein Listing angeblich zweihundert Verkäufe im Monat hat, aber nur vierzig Bewertungen insgesamt seit zwei Jahren, passt etwas nicht. Solche Plausibilitätsprüfungen kosten Sekunden und verhindern Fehlschlüsse.

  • 100Angebote hat ein typischer gewachsener Shop
  • 10davon tragen den Umsatz
  • 70–80 %des Umsatzes entfallen auf diese Handvoll

Gegenüberstellung, wofür die Zahlen solcher Werkzeuge zuverlässig sind und was sie nicht leisten

Die Einordnung, die für jedes Werkzeug in diesem Kapitel gilt.

Das Achtzig-Zwanzig-Muster erkennen

Die wichtigste Erkenntnis, die aus der Shop-Analyse entsteht.

Was ich regelmäßig sehe, wenn ich erfolgreiche Shops ansehe: Der Großteil des Umsatzes kommt aus einer Handvoll Listings. Ein Shop mit hundert Angeboten macht oft siebzig oder achtzig Prozent seines Umsatzes mit zehn davon.

Was das für Deine Arbeitsweise bedeutet:

Erstens: Menge ist nicht der Hebel. Die verbreitete Empfehlung, möglichst viele Listings anzulegen, greift zu kurz. Hundert mittelmäßige Listings verkaufen weniger als zehn sehr gute, und sie kosten hundertmal Einstellgebühr.

Zweitens: Deine besten Listings verdienen die meiste Aufmerksamkeit. Wenn zehn Prozent Deiner Angebote achtzig Prozent des Umsatzes tragen, ist eine Verbesserung dort zehnmal so viel wert wie dieselbe Arbeit an einem Nebenprodukt.

Drittens: Neue Produkte gehören in die Nähe der erfolgreichen. Wenn ein bestimmtes Motiv, ein bestimmter Anlass oder eine bestimmte Größe funktioniert, sind Varianten davon der naheliegende nächste Schritt, nicht ein völlig neues Feld.

Wie ich das für mich prüfe: Über die Etsy-Shop-Statistik. Dort stehen echte Zahlen für den eigenen Shop, keine Schätzungen. Sortier Deine Listings nach Umsatz und sieh Dir an, wie die Verteilung aussieht.

Und was ich aus fremden Shops lerne: wie breit oder schmal erfolgreiche Anbieter aufgestellt sind. Manche leben von einem Produkt in zwanzig Varianten, andere von einem breiten Sortiment. Zu sehen, welches Modell in Deiner Kategorie funktioniert, ist eine strategische Information.

  1. Drei bis fünf Suchbegriffe formulieren Die Nische aus verschiedenen Blickwinkeln beschreiben, nicht nur den offensichtlichsten Begriff.
  2. Je Begriff zwei Ergebnisseiten ansehen Mit eingeblendeten Kennzahlen, nicht nur die ersten drei Treffer.
  3. Notieren Wie viele verkaufen regelmäßig, wie verteilt, welche Preisspanne, wie alt die erfolgreichen Listings.
  4. Muster bewerten und selbst entscheiden Kannst Du es herstellen, erzielst Du eine Marge, passt es zu Deinem Shop.
Empfehlung

Wenn Du die Preisstufen gegeneinander abwägst, sieh sie Dir einmal selbst an, Funktionsumfang und Konditionen ändern sich gelegentlich, und die jährliche Zahlweise ist deutlich günstiger als die monatliche.

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Nischen bewerten: ein konkretes Vorgehen

Der Arbeitsablauf, für den ich das Werkzeug am meisten nutze.

Schritt eins: Drei bis fünf Suchbegriffe formulieren, die die Nische aus verschiedenen Blickwinkeln beschreiben. Nicht nur den offensichtlichsten.

Schritt zwei: Für jeden Begriff die ersten beiden Ergebnisseiten ansehen. Mit eingeblendeten Kennzahlen.

Schritt drei: Notieren. Wie viele Listings verkaufen regelmäßig? Wie verteilt sich das, konzentriert bei wenigen oder breit? Wie ist die Preisspanne? Wie alt sind die erfolgreichen Listings?

Schritt vier: Das Muster bewerten.

Viele mittelgroße Verkäufer mit breitem Preisspektrum: gute Ausgangslage für einen Einsteiger.

Drei Riesen und der Rest bei null: schwierig, weil die Suche verfestigt ist.

Nur alte Listings unter den erfolgreichen: der Markt lässt keine Neuen hoch.

Neue Listings mit guten Zahlen: das beste Signal überhaupt, der Markt ist aufnahmefähig.

Schritt fünf: Die drei eigenen Fragen beantworten. Kann ich das herstellen? Erziele ich damit eine Marge? Passt es zu meinem Shop?

Warum Schritt fünf der wichtigste ist: Die Daten sagen Dir, was verkauft wird. Sie sagen nichts darüber, ob Du es kannst, ob es sich für Dich rechnet und ob es zu dem passt, wofür Dein Shop steht. Wenn eine dieser drei Fragen mit Nein beantwortet wird, ist die beste Nachfragezahl wertlos.

Und was ich noch aus den Treffern lerne: die Bewertungen. Wenn dreißig Käufer dasselbe loben, kenne ich das Kaufmotiv. Wenn zehn dasselbe bemängeln, kenne ich die Lücke, die ich füllen kann. Das ist eine Informationsquelle, die kein Werkzeug auswertet und die trotzdem oft die nützlichste ist.

Wie EverBee sich von den anderen unterscheidet

Eine Einordnung im Vergleich.

Der Schwerpunkt liegt auf der Produktseite. Während die SEO-Werkzeuge in erster Linie die Frage „wonach wird gesucht“ beantworten, beantwortet EverBee vor allem „was verkauft sich“.

Warum das eine andere Frage ist: Ein Begriff kann viel gesucht werden, ohne dass die Angebote dazu verkaufen. Und ein Produkt kann gut verkaufen, ohne dass der offensichtliche Begriff dafür viel Volumen zeigt, weil Käufer anders formulieren, als Verkäufer denken.

Wann Du welche Frage brauchst:

Vor der Produktentscheidung: die Verkaufsfrage. Lohnt sich das überhaupt?

Nach der Produktentscheidung: die Suchfrage. Wie werde ich gefunden?

Was daraus für die Werkzeugwahl folgt: Wenn Du vor allem Produktideen bewertest, ist ein Werkzeug mit Verkaufszahlen-Schätzung das richtige. Wenn Du ein feststehendes Sortiment hast und es sichtbar machen willst, ist ein SEO-Werkzeug wichtiger.

Und wenn Du beides brauchst: Eine breitere Suite oder die Kombination aus einem Recherchewerkzeug und dem kostenlosen Etsy-Marktbericht deckt das ab.

Was ich niemandem empfehle: drei Werkzeuge parallel. Sie überschneiden sich erheblich, und der Nutzen wächst nicht mit der Zahl der Abos, sondern mit der Zeit, die Du tatsächlich damit arbeitest.

  • Aufrufe kommen, Verkäufe nicht, Fotos, Preis und Beschreibung ansehen
  • Keine Aufrufe: die Begriffe stimmen nicht, oder es sucht dort niemand
  • Favoriten ohne Käufe. Meist bremsen Preis, Versandkosten oder Lieferzeit
  • Alles läuft an, ausbauen und Varianten anlegen

Von der Nische zum ersten Listing

Der Schritt nach der Recherche, an dem viele hängenbleiben.

Das Problem: Recherche fühlt sich produktiv an und hat kein natürliches Ende. Man kann Wochen damit verbringen, ohne ein Produkt herzustellen.

Was dagegen hilft: eine Struktur mit Endpunkt.

Zeitbudget setzen. Zwei Stunden für eine Nischenbewertung. Danach wird entschieden.

Die vier Fragen beantworten. Gibt es Nachfrage? Ist der Markt aufnahmefähig für einen Neuen? Kann ich es herstellen und rechnet es sich? Kann ich etwas anders oder besser machen?

Bei viermal Ja: anfangen. Bei einem Nein: nächste Nische.

Und dann drei bis fünf Listings anlegen, nicht dreißig. Genug, um echte Daten zu bekommen, wenig genug, um jedes sorgfältig zu machen.

Warum drei bis fünf die richtige Zahl ist:

Ein einzelnes Listing sagt zu wenig, es kann an tausend Dingen liegen, dass es nicht läuft.

Dreißig Listings bedeuten, dass keines davon die Aufmerksamkeit bekommt, die es braucht, und dass Du bei einem Misserfolg nicht weißt, woran es lag.

Drei bis fünf erlauben es, Varianten zu testen: unterschiedliche Titel, unterschiedliche Hauptfotos, unterschiedliche Preislagen.

Was Du danach machst: vier bis sechs Wochen warten und messen. Die Etsy-Shop-Statistik zeigt Aufrufe, Favoriten und Verkäufe je Listing.

Was die Zahlen bedeuten:

Aufrufe kommen, Verkäufe nicht: die Sichtbarkeit stimmt, die Überzeugung fehlt. Fotos, Preis, Beschreibung.

Keine Aufrufe: die Begriffe stimmen nicht, oder es sucht niemand.

Favoriten ohne Käufe: Interesse ist da, etwas hält vom Kauf ab: meist Preis, Versandkosten oder Lieferzeit.

Und dann entscheiden: ausbauen, überarbeiten oder beenden.

Der Punkt, der mir wichtig ist: Vier Wochen echte Daten aus dem eigenen Shop sind mehr wert als vier Wochen Analyse fremder Shops. Die Recherche ist der Anfang, nicht das Ziel.

  • Nach acht bis zwölf Wochen mit ordentlichen Listings kaum Aufrufe
  • Aufrufe ohne Verkäufe, auch nach zwei Überarbeitungsrunden
  • Verkäufe mit einer Marge, die die Arbeitszeit nicht deckt
  • Ein Umfeld, in dem Du weder besser noch anders sein kannst

Wie Du eine Nische verlässt

Ein Thema, über das selten geschrieben wird und das genauso wichtig ist wie der Einstieg.

Wann eine Nische nicht funktioniert:

Nach acht bis zwölf Wochen mit ordentlichen Listings kaum Aufrufe. Dann sucht dort niemand, oder Du kommst nicht durch.

Aufrufe ohne Verkäufe, auch nach zwei Überarbeitungsrunden bei Fotos und Preis.

Verkäufe, aber mit einer Marge, die die Arbeitszeit nicht deckt.

Oder ein Wettbewerbsumfeld, in dem Du weder besser noch anders sein kannst.

Was ich dann mache:

Die Listings nicht sofort löschen. Sie kosten Einstellgebühr, aber sie behalten ihre Historie, und manchmal zieht ein Produkt nach Monaten unerwartet an, weil sich Suchverhalten ändert.

Aber keine weitere Zeit hineinstecken. Keine neuen Varianten, keine neuen Fotos, keine Werbung.

Und die Erkenntnis notieren. Was hat nicht funktioniert, und warum? Diese Notizen sind über Jahre die nützlichste Sammlung, die man hat.

Was ich nicht mache: aus Anhänglichkeit weitermachen. Ein Produkt, in das viel Arbeit geflossen ist, wird dadurch nicht besser. Die investierte Zeit ist weg, egal was Du jetzt tust, die einzige Frage ist, was die nächste Stunde bringt.

Und der Punkt, den ich für den wichtigsten halte: Die Fähigkeit, eine Nische zu verlassen, ist wichtiger als die Fähigkeit, eine zu finden. Wer drei Nischen sauber testet und zwei davon nach zwölf Wochen aufgibt, ist nach einem Jahr weiter als jemand, der ein Jahr an einer festhält, die nicht trägt.

Was die Bewertungsdichte über einen Markt sagt

Eine Kennzahl, die selten erwähnt wird und viel verrät.

Was ich damit meine: das Verhältnis von Bewertungen zu geschätzten Verkäufen.

Warum das interessant ist:

Ein Listing mit zweihundert geschätzten Verkäufen im Monat und fünf Bewertungen insgesamt passt nicht zusammen. Entweder ist die Schätzung zu hoch, oder das Produkt ist sehr neu, oder etwas anderes stimmt nicht.

Ein Listing mit fünfzig Verkäufen im Monat und vierhundert Bewertungen ist ein etablierter Dauerläufer.

Was ich daraus ableite:

Die Plausibilität der Schätzung. Wenn Bewertungen und geschätzte Verkäufe grob zusammenpassen, ist die Zahl belastbarer.

Das Alter des Erfolgs. Viele Bewertungen bedeuten eine lange Historie, und damit einen Wettbewerber, den ein neues Listing schwer verdrängt.

Und die Bewertungsbereitschaft in der Kategorie. Sie unterscheidet sich erheblich. Bei personalisierten Geschenken bewerten Menschen häufiger als bei Alltagsprodukten, weil die emotionale Bindung höher ist.

Was das für Deine eigene Planung bedeutet:

Wenn die Bewertungsbereitschaft in Deiner Kategorie hoch ist, baust Du schneller Vertrauen auf: das ist ein Vorteil für Neueinsteiger.

Wenn sie niedrig ist, dauert es länger, und Du solltest aktiver um Bewertungen bitten. Achte dabei darauf, dass die Ansprache Etsys Richtlinien entspricht, eine Bewertung darf nicht an eine Gegenleistung geknüpft werden.

Wie ich die Zahl grob ermittle: Bewertungen eines Listings geteilt durch die geschätzte Zahl der Verkäufe seit dem Einstellen. Eine grobe Näherung, aber sie zeigt Größenordnungen.

Und was ich daraus für meinen eigenen Shop mitnehme: Meine tatsächliche Bewertungsquote steht in der Etsy-Statistik, Bewertungen im Verhältnis zu Bestellungen. Wenn sie deutlich unter dem liegt, was in meiner Kategorie üblich scheint, ist das ein Ansatzpunkt.

Ein Produkt nachbauen

Führt selten dorthin, wo das Vorbild steht.

  • Bewertungen, Historie und Position lassen sich nicht mitnehmen
  • Designs und Texte zu übernehmen kann Schutzrechte verletzen

Ein Muster übertragen

Lässt sich anwenden, ohne etwas zu kopieren.

  • Arbeiten alle erfolgreichen Angebote mit Personalisierung, ist das eine Erkenntnis
  • Die Lücke daneben ist meist interessanter als die Kopie

Der Fehler, jedem Bestseller nachzulaufen

Ein Muster, das ich häufig sehe und für schädlich halte.

Wie es aussieht: Jemand findet über ein Recherchewerkzeug ein Produkt mit hervorragenden Zahlen und baut es nach. Dann das nächste. Dann das übernächste.

Warum das selten funktioniert:

Das Listing lebt von seiner Historie. Bewertungen, Aufrufe, Verkäufe über Monate, das ist nicht kopierbar.

Der Markt ist bereits besetzt. Wenn ein Produkt zweihundert Verkäufe im Monat hat, sind schon andere darauf aufmerksam geworden.

Und der Shop verliert seine Handschrift. Ein Sortiment aus zusammengewürfelten Bestsellern verkauft schlechter als eines mit erkennbarem roten Faden, weil Käufer bei handgefertigter Ware auch die Person hinter dem Shop kaufen.

Was rechtlich dazukommt: Designs, Motive und Texte nachzubauen kann Schutzrechte verletzen. Und die Verantwortung dafür liegt bei Dir.

Was stattdessen funktioniert:

Muster erkennen statt Produkte kopieren. Wenn erfolgreiche Listings in Deiner Kategorie durchgehend mit Personalisierung arbeiten, ist das eine Erkenntnis, die Du auf Deine eigenen Produkte anwenden kannst.

Lücken suchen. Was fehlt in einem Markt, in dem alle dasselbe anbieten?

Und auf dem aufbauen, was Du gut kannst. Ein Trend, der zu Deiner Produktionsweise passt, ist mehr wert als einer mit besseren Zahlen, den Du mühsam umsetzt.

Der Filter, den ich anlege: Kann ich hier etwas anders oder besser machen? Wenn nein, ist es kein Markt für mich, egal wie gut die Zahlen aussehen. Ein Produkt, bei dem ich nur einer von vielen bin, gewinnt nur über den Preis. Und Preiswettbewerb ist auf Etsy ein Rennen, das man nicht gewinnen will.

Was ich in zehn Jahren Beobachtung gelernt habe: Die Shops, die dauerhaft laufen, haben eine erkennbare Handschrift. Die, die Trends hinterherlaufen, haben gute Monate und schlechte, und irgendwann nur noch schlechte, weil der nächste Trend woanders stattfindet.

Ein letzter Gedanke zur Produktentscheidung

Weil das die Frage ist, für die dieses Werkzeug gemacht ist.

Die Daten sagen Dir, was verkauft wird. Das ist wertvoll und erspart Dir viel Ausprobieren.

Sie sagen Dir nicht, was Du verkaufen solltest. Diese Entscheidung hat mehr Faktoren:

Was Du gut kannst. Ein Produkt, das zu Deinem Können passt, entsteht schneller und in besserer Qualität.

Was Du gern machst. Über Monate hinweg ist das kein Nebenaspekt. Ein Produkt, das Dich langweilt, wird nicht besser.

Was zu Deinem Shop passt. Ein Sortiment mit erkennbarer Handschrift verkauft besser als eines aus zusammengewürfelten Bestsellern. Bei handgefertigter Ware kaufen Menschen auch die Person dahinter.

Und was sich rechnet. Nach Material, Gebühren, Verpackung, Porto und Deiner Arbeitszeit.

Wie ich die beiden Seiten zusammenbringe:

Ich nutze die Daten, um auszuschließen, Nischen ohne Nachfrage, Märkte, die von wenigen besetzt sind, Preisniveaus, bei denen sich nichts verdienen lässt.

Und ich nutze mein Urteil, um auszuwählen. Aus dem, was übrig bleibt.

Warum diese Reihenfolge: Ausschließen kann man mit Daten. Auswählen nicht.

Der Satz, mit dem ich diesen Beitrag schließe: Ein Werkzeug, das Dir sagt, was sich verkauft, ist eine große Hilfe. Ein Shop, der nur verkauft, was sich verkauft, ist austauschbar. Die Kombination aus Daten und eigener Handschrift ist das, was über Jahre trägt.

Ausschließen mit Daten, auswählen selbst

Mit den Zahlen schließt Du aus: Bereiche ohne Nachfrage, verfestigte Märkte, Preisniveaus, bei denen nichts übrig bleibt. Ausgewählt wird aus dem, was übrig bleibt: nach dem, was Du kannst, gern machst und was zu Deinem Shop passt. Ausschließen kann man mit Daten, auswählen nicht.

Empfehlung

Mein Rat zum Einstieg: erst mit der kostenlosen Stufe arbeiten, bis Du merkst, dass Dir eine bestimmte Auswertung regelmäßig fehlt. Dann ist der Wechsel auf eine bezahlte Stufe eine begründete Entscheidung statt eines Versuchs.

EverBee jetzt unverbindlich testen Empfehlungslink. Schließt Du ein kostenpflichtiges Angebot ab, erhalte ich eine Provision, für Dich ändert sich der Preis nicht.

Die Kurzfassung

Die Kernfunktion: geschätzte Verkaufszahlen zu Listings, eingeblendet direkt in der Etsy-Suche.

Die Frage, die es beantwortet: Kauft das überhaupt jemand? Und damit die teuerste Frage im Etsy-Geschäft, weil eine falsche Produktentscheidung Wochen kostet.

Wie man die Zahlen liest: Verhältnisse und Größenordnungen, nicht Einzelwerte. Und nie ein einzelnes Listing bewerten, sondern die Verteilung über die ersten beiden Ergebnisseiten.

Das wichtigste Signal: neue Listings mit guten Zahlen. Sie zeigen einen aufnahmefähigen Markt.

Die Erkenntnis, die die Arbeitsweise verändert: Bei den meisten erfolgreichen Shops kommen siebzig bis achtzig Prozent des Umsatzes aus einer Handvoll Listings. Zehn sehr gute schlagen hundert mittelmäßige.

Die Preise: eine kostenlose Einstiegsstufe und darüber bezahlte Stufen, mit deutlichem Nachlass bei jährlicher Zahlung. Die aktuellen Konditionen bitte auf der Anbieterseite prüfen.

Womit ich anfangen würde: der kostenlosen Stufe und einer Nischenbewertung. Wenn Du danach eine begründete Entscheidung treffen kannst statt einer Vermutung, hast Du gesehen, wozu es taugt.

Und der Satz zum Schluss: Ein Shop, der nur verkauft, was sich verkauft, ist austauschbar. Die Kombination aus Daten und eigener Handschrift ist das, was über Jahre trägt.

Mein Fazit zu EverBee

Es beantwortet die teuerste Frage im Etsy-Geschäft: Kauft das überhaupt jemand?

Was es besonders gut macht:

Die Browser-Erweiterung. Sie holt die Recherche in den Alltag. Kennzahlen erscheinen, während Du ohnehin in der Etsy-Suche stöberst, und was nebenbei passiert, wird tatsächlich genutzt.

Die Verkaufszahlen-Schätzung. Sie verwandelt eine Ergebnisseite von zwanzig gleich aussehenden Listings in eine Information darüber, welche davon tragen.

Und die Shop-Analyse, aus der sich das Achtzig-Zwanzig-Muster ablesen lässt, die Erkenntnis, die bei den meisten Shops die Arbeitsweise verändert.

Was Du mitbringen solltest:

Die Bereitschaft, Größenordnungen zu lesen statt exakte Werte. Die Disziplin, nie ein einzelnes Listing zu bewerten, sondern immer die Verteilung. Und die Ehrlichkeit bei den drei eigenen Fragen, kann ich es, rechnet es sich, passt es zu mir.

Zu den Preisen: Hobby 0 US-Dollar dauerhaft, Growth 26 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung (313 US-Dollar im Jahr), Business 69 US-Dollar im Monat (828 US-Dollar im Jahr). Bei jährlicher Zahlung gibt der Anbieter bis zu 33 Prozent Nachlass an. Wie bei allen Werkzeugen in diesem Kapitel gilt: Prüf die Preise vor der Buchung selbst, sie ändern sich.

Mein Vorschlag für den Einstieg: Installier die Erweiterung mit der kostenlosen Stufe und bewerte damit eine Nische, die Dich interessiert. Wenn Du am Ende der Recherche eine begründete Entscheidung treffen kannst statt einer Vermutung, hast Du gesehen, wozu das Werkzeug taugt. Und wenn nicht, hat es Dich nichts gekostet.

Die Gegenprobe in Sekunden

Setz die Zahl der Bewertungen ins Verhältnis zu den geschätzten Verkäufen. Zweihundert geschätzte Verkäufe im Monat bei insgesamt fünf Bewertungen passen nicht zusammen und sind ein Grund, genauer hinzusehen. Passen beide Größen grob zueinander, ist die Schätzung belastbarer.

Häufige Fragen zu EverBee

Was macht EverBee genau? Es zeigt Dir zu Listings in der Etsy-Suche geschätzte Kennzahlen: monatliche Verkäufe, Umsatz, Alter des Listings, Bewertungen. Dazu kommen Keyword-Analysen und Shop-Auswertungen.

Brauche ich einen Etsy-Shop dafür? Für die Recherchefunktionen nicht. Für die Auswertung des eigenen Shops verbindest Du ihn.

Woher kommen die Verkaufszahlen? Aus der Auswertung öffentlich verfügbarer Signale. Etsy gibt diese Zahlen nicht heraus, alle Werkzeuge in diesem Markt schätzen.

Wie genau sind sie? Im Einzelfall begrenzt, in Verhältnissen und Größenordnungen zuverlässig. Für die Frage „gibt es hier Nachfrage“ reicht das vollkommen.

Sehen Wettbewerber, dass ich sie ansehe? Nein. Die Werkzeuge werten öffentlich sichtbare Daten aus.

Funktioniert es auf dem deutschen Etsy-Markt? Ja, mit dünnerer Datenlage als im englischsprachigen Raum. Die Systematik bleibt dieselbe.

Was kostet es? Zum Zeitpunkt der Recherche: Hobby 0 US-Dollar dauerhaft, Growth 26 US-Dollar monatlich bei jährlicher Zahlung (313 US-Dollar im Jahr), Business 69 US-Dollar monatlich (828 US-Dollar im Jahr). Der Anbieter gibt bei jährlicher Zahlung bis zu 33 Prozent Nachlass an.

Für wen lohnt es sich am meisten? Für alle, die vor Produktentscheidungen stehen. Die Verkaufszahlen-Schätzung beantwortet genau die Frage, die vor der Produktion steht.

Was ersetzt es nicht? Deine Kalkulation, Deine Einschätzung der eigenen Kapazität und Dein Urteil darüber, ob ein Produkt zu Deinem Shop passt. Diese drei Fragen entscheiden am Ende.

Was sollte ich zusätzlich nutzen? Den Etsy-Marktbericht für echte Etsy-Suchzahlen und die Etsy-Shop-Statistik für Deine eigenen Daten. Beide kostenlos.

Der Satz, den ich mitgebe: Die Daten sagen Dir, was verkauft wird. Ob Du es verkaufen solltest, entscheiden Deine Kapazität, Deine Marge und Deine Handschrift.

Und wenn Du nur eine Auswertung machst: Sieh Dir an, wie sich der Umsatz erfolgreicher Shops auf ihre Listings verteilt. Die Erkenntnis, dass zehn sehr gute Listings hundert mittelmäßige schlagen, verändert die Arbeitsweise mehr als jede Keyword-Liste.

Häufige Fragen

Was macht EverBee?

EverBee ist ein Recherchewerkzeug für Etsy, das vor allem über eine Browser-Erweiterung arbeitet. Während Du in der Etsy-Suche stöberst, blendet es zu jedem Listing geschätzte Kennzahlen ein: monatliche Verkäufe, Umsatz, Alter des Listings, Bewertungen. Dazu kommen Keyword-Analysen und Shop-Auswertungen.

Gibt es eine kostenlose Version?

Ja, EverBee bietet einen kostenlosen Einstiegszugang mit einem begrenzten Kontingent an Produkt- und Keyword-Abfragen pro Monat. Die bezahlten Stufen erweitern die Kontingente und schalten die Analysefunktionen frei. Die aktuellen Konditionen findest Du auf der Anbieterseite.

Wie genau sind die Verkaufszahlen?

Es sind Schätzungen auf Basis öffentlich verfügbarer Daten, keine offiziellen Etsy-Zahlen. Sie zeigen Größenordnungen und Verhältnisse zuverlässig genug, um Nischen zu bewerten. Die einzelne Zahl solltest Du nicht als exakt lesen, sondern den Vergleich zwischen Listings nutzen.

Brauche ich einen Etsy-Shop, um EverBee zu nutzen?

Für die Recherchefunktionen nicht. Für die Shop-Analysen verbindest Du Deinen eigenen Shop, dann kommen Auswertungen zu Deinen eigenen Listings dazu.

Funktioniert EverBee für den deutschen Etsy-Markt?

Die Erweiterung arbeitet mit dem, was Du in der Etsy-Suche siehst, also auch mit deutschen Suchergebnissen. Die Datenbasis ist für den englischsprachigen Markt dichter, die Systematik bleibt aber dieselbe.

Für wen lohnt sich EverBee besonders?

Für alle, die vor der Produktentscheidung stehen. Wenn Du überlegst, ob eine Produktidee tragfähig ist, oder wenn Du eine neue Nische bewerten willst, ist die Verkaufszahlen-Schätzung genau die Information, die Dir sonst fehlt.

Offizielle Quellen

Alle Angaben in diesem Beitrag stützen sich auf die offizielle Etsy-Dokumentation. Etsy kann Regeln und Gebühren jederzeit ändern. Im Zweifel gilt immer die Originalquelle.

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