Etsy Währungsumrechnung: wann sie anfällt und was sie kostet
Die Währungsumrechnungsgebühr bei Etsy: wann sie anfällt, warum sie an der Listing-Währung und nicht am Käuferland hängt, wie sie sich vermeiden lässt und was bei Auszahlungen in Fremdwährung zu beachten ist.
Die Treffer erscheinen unterhalb des Feldes, sobald Du tippst.
Die Währungsumrechnungsgebühr ist die einzige Etsy-Gebühr, die sich vollständig vermeiden lässt, durch eine einzige Einstellung. Viele Verkäufer zahlen sie trotzdem, weil sie nicht wissen, dass sie eine Wahl haben.
Von allen Etsy-Gebühren ist diese die eigentümlichste. Sie ist nicht an einen Verkauf gekoppelt, nicht an ein Listing und nicht an Werbung. Sie hängt an einer Einstellung, und die meisten Verkäufer wissen nicht, dass sie diese Einstellung getroffen haben.
Der Sachverhalt in einem Satz: Wenn die Währung Deines Listings von Deiner Auszahlungswährung abweicht, muss Etsy umrechnen, und dafür fällt eine Gebühr an. Stimmen beide überein, fällt keine an.
Das klingt banal, ist es aber nicht. Ein Shop mit deutschem Bankkonto, der aus irgendeinem Grund seine Listings in US-Dollar führt, zahlt bei jeder einzelnen Bestellung eine Gebühr, die er nicht zahlen müsste. Und weil sie klein ist und in der Abrechnung zwischen anderen Positionen steht, fällt sie über Jahre nicht auf.
Dieser Beitrag klärt, wann die Gebühr anfällt, warum sie anfällt, wie Du sie vermeidest und welche Nebenwirkungen die Umstellung hat. Alle Angaben sind der Stand meiner Recherche; verbindlich ist Etsys Gebührenrichtlinie.
- 2 WährungenListing und Auszahlung. Sie entscheiden
- 0 €Gebühr, wenn beide übereinstimmen
- 1 Einstellungtrennt die beiden Fälle
- jede Bestellungist betroffen, nicht nur Auslandsverkäufe
Der Auslöser: zwei Währungen, die nicht zusammenpassen
Der Kern des Themas, und er ist einfacher, als die meisten annehmen.
Die Listing-Währung ist die Währung, in der Du Deine Preise festlegst. Sie steht in Deinen Shop-Einstellungen und gilt für alle Artikel Deines Shops.
Die Auszahlungswährung ist die Währung Deines Bankkontos. Bei einem deutschen Geschäftskonto ist das der Euro.
Der Auslöser: Weichen beide voneinander ab, muss Etsy jeden eingegangenen Betrag umrechnen, bevor es ihn Deinem Guthaben gutschreiben und auszahlen kann. Für diese Umrechnung fällt eine Gebühr an.
Was nicht der Auslöser ist: das Land des Käufers. Ein Käufer aus Kanada sieht Deinen Euro-Preis in kanadischen Dollar. Diese Anzeige ist eine reine Umrechnung für die Darstellung. Bezahlt wird der Betrag, der bei Etsy in Deiner Listing-Währung ankommt. Für Dich ändert sich nichts.
Warum das so wichtig ist: Es räumt mit dem verbreiteten Irrtum auf, Auslandsverkäufe seien wegen der Währungsumrechnung teurer. Sind sie nicht, jedenfalls nicht aus diesem Grund. Ein Verkauf nach Australien mit Euro-Listing und Euro-Auszahlung kostet keine Umrechnungsgebühr. Ein Verkauf nach Bochum mit Dollar-Listing und Euro-Auszahlung kostet eine.
Der Satz, den ich mir merken würde: Nicht der Käufer entscheidet, sondern Deine Einstellung.
Die Umrechnungsgebühr hängt allein daran, ob Listing-Währung und Auszahlungswährung übereinstimmen. Eine Bestellung aus Japan mit Euro-Listing und Euro-Auszahlung löst keine Umrechnungsgebühr aus. Eine Bestellung aus Köln mit Dollar-Listing und Euro-Auszahlung sehr wohl.
Warum überhaupt jemand in Fremdwährung auszeichnet
Es gibt Gründe, und sie sind nicht alle gut.
Der häufigste Grund: Unwissenheit bei der Shop-Einrichtung. Wer beim Anlegen des Shops nicht bewusst umstellt, landet je nach Ablauf und Spracheinstellung in einer Voreinstellung, die nicht zum Bankkonto passt. Danach fragt niemand mehr nach.
Der zweithäufigste Grund: die Annahme, Dollar-Preise verkauften sich in den Vereinigten Staaten besser. Das ist ein Missverständnis darüber, was Käufer sehen. Etsy zeigt jedem Käufer den Preis in seiner eigenen Währung, unabhängig davon, wie Du ausgezeichnet hast.
Ein Grund, der tatsächlich trägt: wenn Du ein Konto in der jeweiligen Währung hast und in dieser Währung auch ausgezahlt wirst. Dann ist die Fremdwährung keine Fremdwährung mehr, und die Gebühr entfällt.
Ein weiterer, der selten zutrifft: wenn Deine Kosten überwiegend in dieser Währung anfallen. Ein Shop, der in Dollar einkauft und in Dollar verkauft, hat kein Umrechnungsproblem, nur eines beim Überweisen nach Deutschland.
Was ich in der Praxis sehe: In fast allen Fällen ist die Fremdwährung ein Versehen. Und in fast allen Fällen ist die Korrektur eine Sache von zwei Minuten plus einer Preisdurchsicht.
Der Prüfschritt, den ich empfehle: Öffne Deine Shop-Einstellungen und schau nach, in welcher Währung Deine Artikel ausgezeichnet sind. Wenn dort nicht Euro steht und Du ein deutsches Bankkonto hast, hast Du eine Gebühr gefunden, die Du seit dem ersten Tag zahlst.
Fremdwährung aus Versehen
Der weitaus häufigste Fall.
- Bei der Einrichtung nie bewusst umgestellt
- Die Annahme, Dollar-Preise verkauften sich in den USA besser
- Korrektur: zwei Minuten plus eine Preisdurchsicht
Fremdwährung mit Grund
Selten, aber tragfähig.
- Du wirst tatsächlich in dieser Währung ausgezahlt
- Deine Kosten fallen überwiegend in dieser Währung an
- Dann ist es keine Fremdwährung und es fällt keine Gebühr an
Wie sich die Gebühr in der Abrechnung zeigt
Damit Du sie überhaupt findest.
Wo sie steht: in der Gebührenaufstellung Deines Zahlungskontos, als eigene Position mit Bezug zur Bestellung oder zur Auszahlung, je nachdem, an welcher Stelle umgerechnet wird.
Warum sie leicht übersehen wird: Sie ist klein. Bei einer Bestellung über 30 Euro liegt sie im niedrigen einstelligen Cent- bis Zehncentbereich. Zwischen Transaktionsgebühr, Zahlungsbearbeitung und Erneuerungsgebühr fällt sie nicht auf.
Woran Du sie erkennst: an der Bezeichnung und daran, dass sie nur bei Shops mit abweichender Währung überhaupt auftaucht. Wenn Deine Abrechnung diese Position nicht enthält, ist Deine Einstellung in Ordnung.
Der Prüfweg: Lade die Gebührendatei als CSV herunter, filtere nach der Bezeichnung für Währungsumrechnung und summiere über zwölf Monate. Das Ergebnis ist Deine Jahresgebühr für eine Einstellung, die Du ändern könntest.
Was dabei häufig auffällt: dass die Summe zwar klein ist, aber vollständig vermeidbar. Und dass sie mit dem Umsatz wächst, sie ist eine prozentuale Gebühr, kein fester Betrag.
Und ein Hinweis für die Buchhaltung: Die Währungsumrechnungsgebühr ist eine Betriebsausgabe wie jede andere Etsy-Gebühr. Sie gehört erfasst, auch wenn der Einzelbetrag klein ist. Die Systematik steht unter Etsy-Gebühren verbuchen.
Der Wechselkurs und das Risiko, das dahintersteht
Die Gebühr ist das eine. Der Kurs ist das andere.
Was passiert: Wenn Du in Dollar auszeichnest und in Euro ausgezahlt wirst, wird jeder eingegangene Betrag zum Kurs des Umrechnungszeitpunkts in Euro gewandelt. Dieser Kurs schwankt.
Was das für Deine Marge heißt: Du hast einen Preis festgelegt, der bei einem Kurs von 0,92 eine bestimmte Marge ergab. Fällt der Kurs auf 0,86, sinkt Dein Euroerlös um rund sieben Prozent, ohne dass sich an Deinem Preis, Deinen Kosten oder Deinem Aufwand etwas geändert hätte.
Wie groß das Risiko ist: Der Euro-Dollar-Kurs bewegt sich in normalen Jahren in einer Spanne von zehn bis fünfzehn Prozent. Das ist mehr als die gesamte Transaktionsgebühr. Für einen kleinen Shop ist das kein existenzielles Risiko, aber es ist eine Unsicherheit, die man sich freiwillig einhandelt.
Was das umgekehrt heißt: Der Kurs kann auch zu Deinen Gunsten laufen. Das macht es aber nicht besser, Planbarkeit ist bei einer Kalkulation mehr wert als die Chance auf einen zufälligen Zusatzertrag.
Was ich empfehle: In der Währung auszeichnen, in der Du ausgezahlt wirst. Dann ist der einzige Kursbezug, den Du noch hast, die Einstellgebühr in Dollar, und die ist so klein, dass ihr Kurseinfluss im Rauschen verschwindet.
Und für die, die trotzdem in Fremdwährung führen müssen: Kalkuliere mit einem Sicherheitsabschlag. Wer bei einem Kurs von 0,92 rechnet, sollte prüfen, ob die Kalkulation auch bei 0,85 noch trägt.
Der Euro-Dollar-Kurs bewegt sich in normalen Jahren in einer Spanne von zehn bis fünfzehn Prozent. Das ist mehr als die gesamte Transaktionsgebühr, und es trifft eine Marge, an der Du nichts geändert hast. Wer in Fremdwährung führen muss, prüft die Kalkulation zusätzlich bei einem deutlich schlechteren Kurs.
Die Umstellung: was dabei zu beachten ist
Praktisch, Schritt für Schritt.
Wo Du sie findest: in den Shop-Einstellungen im Bereich für die Shop-Angaben. Dort wird die Währung festgelegt, in der Deine Artikel ausgezeichnet sind.
Was passiert: Alle Preise werden umgerechnet. Aus 24,99 US-Dollar werden dann je nach Kurs 22,84 Euro. Das ist kein Preis, den man so stehen lässt.
Der Arbeitsschritt danach: eine Preisdurchsicht. Runde auf sinnvolle Beträge. 22,84 wird zu 22,90 oder zu 24,90. Je nachdem, was Deine Kalkulation hergibt und was zum Preisniveau Deiner Kategorie passt.
Was Du dabei gleich mit erledigen solltest: eine vollständige Neukalkulation. Wenn Du ohnehin alle Preise anfasst, ist das der Moment, in dem sich prüfen lässt, ob die Preise die Gebühren, den Versand und die Arbeitszeit tragen. Der Rechenweg dafür steht unter Preise kalkulieren.
Was Du beachten solltest: Preisänderungen wirken sich auf laufende Bestellungen nicht aus, wohl aber auf Warenkörbe und auf die Wahrnehmung von Stammkunden. Eine Umstellung in einer ruhigen Phase ist angenehmer als eine mitten im Weihnachtsgeschäft.
Und ein Punkt, der übersehen wird: Wenn Du Ländervarianten Deiner Preise gepflegt hast, gehören die ebenfalls durchgesehen.
- Shop-Einstellungen öffnen und die Listing-Währung prüfen
- Mit der Währung des hinterlegten Bankkontos abgleichen
- Bei Abweichung: Gebührenabrechnung zwölf Monate rückwärts summieren
- Umstellung in einer umsatzschwachen Phase vornehmen
- Alle Preise nach der Umstellung auf sinnvolle Beträge runden
- Kalkulation der Hauptartikel bei der Gelegenheit gegenprüfen
Was Käufer tatsächlich sehen
Ein Missverständnis, das teure Entscheidungen auslöst.
Wie es funktioniert: Etsy zeigt jedem Besucher Preise in seiner eigenen Währung an, sofern sie unterstützt wird. Ein Besucher in Kanada sieht kanadische Dollar, einer in Japan sieht Yen, einer in Deutschland sieht Euro.
Was das für Dich heißt: Deine Listing-Währung ist für die Darstellung beim Käufer weitgehend unerheblich. Du entscheidest nicht darüber, was der Käufer sieht, Du entscheidest darüber, in welcher Währung Dein Preis intern geführt wird.
Warum das die Dollar-Strategie entwertet: Wer in Dollar auszeichnet, um amerikanische Käufer anzusprechen, erreicht nichts, was er nicht auch mit Euro-Auszeichnung erreicht hätte. Der amerikanische Käufer sieht in beiden Fällen Dollar.
Was es dagegen tatsächlich gibt: die Möglichkeit, für bestimmte Märkte eigene Preise zu hinterlegen. Das ist ein anderes Werkzeug und hat mit der Shop-Währung nichts zu tun. Es erlaubt Dir, Preisunterschiede zwischen Märkten abzubilden, etwa um höhere Versandkosten in ferne Länder aufzufangen.
Was ich dazu empfehle: Erst die Grundeinstellung sauber machen, dann über Marktpreise nachdenken. Wer beides gleichzeitig ändert, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat.
Und die Einordnung, die dazugehört: Die Preisgestaltung für Auslandsmärkte ist ein eigenes Thema. Was dort zusätzlich zu bedenken ist, steht unter international verkaufen.
Etsy zeigt jedem Besucher den Preis in seiner Landeswährung, unabhängig davon, wie Du auszeichnest. Eine Dollar-Auszeichnung erreicht amerikanische Käufer nicht besser als eine Euro-Auszeichnung. Preisunterschiede zwischen Märkten bildest Du über Länderpreise ab, nicht über die Shop-Währung.
Der Sonderfall: Auszahlung in einer anderen Währung
Nicht jeder wird in Euro ausgezahlt, und dafür gibt es Gründe.
Der Normalfall in Deutschland: deutsches Geschäftskonto, Auszahlung in Euro, Listings in Euro. Keine Umrechnungsgebühr.
Der Fall mit Fremdwährungskonto: Wer ein Konto in einer anderen unterstützten Währung führt und dorthin ausgezahlt wird, kann seine Listings in dieser Währung führen. Dann fällt ebenfalls keine Umrechnungsgebühr an. Die Frage ist nur, was beim Transfer auf das Eurokonto passiert.
Was dabei zu bedenken ist: Die Umrechnung verschwindet nicht, sie wandert nur zu Deiner Bank. Und Banken sind bei Fremdwährungsumrechnungen selten günstiger als Plattformen. Wer die Gebühr bei Etsy spart und sie bei der Bank wieder bezahlt, hat nichts gewonnen.
Wann es sich trotzdem lohnt: wenn Du in dieser Währung auch Kosten hast. Ein Shop, der Ware in Dollar einkauft und in Dollar verkauft, muss nur die Differenz umrechnen. Das ist ein echter Vorteil.
Wann es sich nicht lohnt: wenn Du ein Fremdwährungskonto nur einrichtest, um eine Etsy-Gebühr zu sparen. Der Aufwand für Kontoführung, Buchhaltung in zwei Währungen und die steuerliche Behandlung von Kursdifferenzen steht in keinem Verhältnis zu wenigen Euro Gebühr im Jahr.
Und der Hinweis, der dazugehört: Kursdifferenzen bei Fremdwährungskonten sind buchhalterisch ein eigenes Thema. Wer diesen Weg geht, sollte ihn mit dem Steuerberater besprechen. Ich bin keiner und kann dazu nur die Frage formulieren, nicht die Antwort geben.
- Ein Fremdwährungskonto nur eröffnen, um eine Etsy-Gebühr zu sparen
- Annehmen, die Umrechnung entfalle. Sie wandert nur zur Bank
- Damit rechnen, dass Banken günstiger umrechnen als Plattformen
- Die Buchhaltung in zwei Währungen als Nebensache behandeln
- Kursdifferenzen ohne Deinen Steuerberater bewerten
Wie groß die Gebühr im Verhältnis wirklich ist
Für die Einordnung, damit die Aufregung angemessen bleibt.
Der ehrliche Vergleich: Die Währungsumrechnungsgebühr ist die kleinste der Etsy-Gebühren. Sie liegt weit unter der Transaktionsgebühr, unter der Zahlungsbearbeitung und meistens auch unter den Einstellgebühren.
Warum sie trotzdem einen eigenen Beitrag verdient: weil sie die einzige ist, die sich vollständig vermeiden lässt. Bei allen anderen kannst Du nur die Bemessungsgrundlage beeinflussen. Hier kannst Du die Gebühr auf null bringen, mit einer Einstellung.
Die Größenordnung an einem Beispiel: Ein Shop mit 15.000 Euro Jahresumsatz und abweichender Listing-Währung zahlt eine Umrechnungsgebühr im niedrigen dreistelligen Bereich. Das ist kein Betrag, an dem ein Shop scheitert. Es ist aber ein Betrag, den man ohne Gegenleistung ausgibt.
Was noch dazukommt und schwerer wiegt: das Kursrisiko. Es ist nicht als Gebühr sichtbar und kann trotzdem ein Vielfaches der Gebühr ausmachen.
Was ich für die richtige Priorität halte: Diese Gebühr ist keine Baustelle, sondern eine Aufräumarbeit. Zwanzig Minuten einmalig, danach nie wieder. Sie gehört nicht an die Spitze Deiner Liste, aber sie gehört erledigt.
Und der Vergleich zur Wirkung anderer Maßnahmen: Ein höherer durchschnittlicher Bestellwert bringt ein Vielfaches. Aber der erfordert dauerhafte Arbeit, und die Währungseinstellung ist in einer halben Stunde abgehakt.
- 15.000 €Jahresumsatz im Beispielshop
- 3-stelligUmrechnungsgebühr im Jahr bei falscher Einstellung
- 20 Min.einmaliger Aufwand für den Prüfschritt
- 0 €Gebühr nach der Umstellung
Währungsumrechnung und Auslandsverkäufe
Ein Punkt, an dem sich zwei Themen überschneiden.
Der Irrtum: dass Auslandsverkäufe wegen der Währung teurer seien.
Die Wirklichkeit: Die Währungsumrechnung hängt nicht am Käuferland. Was Auslandsverkäufe tatsächlich teurer machen kann, sind andere Dinge: Versandkosten, Zoll- und Steuerthemen, längere Laufzeiten, höhere Retourenkosten und ein größeres Risiko bei Verlust.
Was tatsächlich zusammenhängt: Wenn Du für bestimmte Märkte eigene Preise hinterlegst, werden diese in Deiner Shop-Währung gepflegt. Die Umrechnung für die Anzeige übernimmt Etsy.
Was Du prüfen solltest, wenn Du viel ins Ausland verkaufst: ob Deine Versandkosten die tatsächlichen Kosten decken, inklusive der Gebühren darauf. Die Einzelheiten stehen unter Gebühren bei Auslandsverkäufen.
Und der steuerliche Teil: Bei Verkäufen ins EU-Ausland und in Drittländer gelten eigene umsatzsteuerliche Regeln. Etsy übernimmt als Marktplatz vieles, aber die Aufzeichnungspflicht bleibt bei Dir. Ausführlich unter Umsatzsteuer international.
Der Satz, der hier zählt: Auslandsverkäufe haben Besonderheiten. Die Währungsumrechnung gehört bei richtiger Einstellung nicht dazu.
Die Einstellgebühr in Dollar: ein verwandter Fall
Kurz, weil er regelmäßig verwechselt wird.
Der Sachverhalt: Die Einstellgebühr ist mit 0,20 USD definiert, weltweit. Für Deine Abrechnung rechnet Etsy sie in Euro um.
Warum das keine Währungsumrechnungsgebühr ist: Es handelt sich um eine Umrechnung auf Etsys Seite, nicht um eine Umrechnung Deiner Erlöse. Es fällt keine gesonderte Gebühr dafür an. Der Effekt beschränkt sich darauf, dass der Eurobetrag der Einstellgebühr schwankt.
Die Größenordnung: zwischen rund 18 und 19 Cent, je nach Kurs. Bei 200 Listings mit drei Zyklen im Jahr macht ein Kursunterschied von fünf Prozent rund 6 Euro aus. Das ist keine Position, über die nachzudenken lohnt.
Was Du dennoch tun solltest: in der Kalkulation mit einem aufgerundeten Wert rechnen. 0,20 Euro statt 0,18 Euro. Der Unterschied ist klein, aber er wirkt in die sichere Richtung.
Und der Hinweis für die Buchhaltung: Du buchst den Eurobetrag, den Etsy Dir berechnet hat. Eine eigene Umrechnung ist weder nötig noch sinnvoll.
Der Punkt, den ich mitgebe: Nicht jede Zahl in Dollar ist eine Währungsumrechnungsgebühr. Die Unterscheidung spart Dir eine unnötige Suche in der Abrechnung.
Was sich mit dieser Gebühr planen lässt
Der praktische Teil, zusammengefasst.
Der Regelfall für einen deutschen Shop: Listings in Euro, Auszahlung in Euro, keine Umrechnungsgebühr. Fertig.
Der Prüfschritt: einmal in die Shop-Einstellungen sehen und die Währung mit dem Bankkonto abgleichen. Fünf Minuten.
Der Korrekturschritt, falls nötig: Währung umstellen, danach alle Preise durchsehen und auf sinnvolle Beträge bringen. Je nach Sortimentsgröße eine bis vier Stunden.
Der Kontrollschritt: nach einem Monat die Gebührenabrechnung ansehen. Wenn die Umrechnungsposition verschwunden ist, war die Umstellung erfolgreich.
Was Du dabei mitnimmst: ein Sortiment mit durchgesehenen Preisen. In den Shops, in die ich Einblick hatte, war die Preisdurchsicht regelmäßig wertvoller als die eingesparte Gebühr, weil dabei auffällt, welche Artikel seit Jahren zu einem Preis stehen, der die heutigen Kosten nicht mehr trägt.
Und der Rat, der über dieses Thema hinausgeht: Gehe einmal alle Shop-Einstellungen durch. Nicht nur die Währung. Versandprofile, Bearbeitungszeiten, Rückgaberichtlinien, Steuerangaben. Vieles davon wurde beim Start einmal gesetzt und nie wieder angesehen.
- Prüfen In den Shop-Einstellungen nachsehen, in welcher Währung Du auszeichnest.
- Abgleichen Diese Währung mit der Währung Deines Bankkontos vergleichen.
- Umstellen Bei Abweichung die Währung ändern und alle Preise durchsehen.
- Kontrollieren Nach einem Monat prüfen, ob die Position verschwunden ist.
Wie Etsy Beträge zwischen Währungen bewegt
Ein Blick auf die Mechanik, weil sie erklärt, warum an mehreren Stellen umgerechnet wird.
Die erste Stelle: die Anzeige beim Käufer. Etsy zeigt Deinen Preis in der Währung des Besuchers. Das ist eine reine Darstellungsumrechnung. Sie kostet Dich nichts und sie ändert nichts an dem Betrag, der bei Etsy als Erlös verbucht wird.
Die zweite Stelle: die Zahlung des Käufers. Zahlt der Käufer in einer anderen Währung als Deiner Listing-Währung, wird der Betrag umgerechnet, bevor er Deinem Guthaben gutgeschrieben wird. Auch hier trägst Du in der Regel keine gesonderte Gebühr, solange Listing- und Auszahlungswährung übereinstimmen.
Die dritte Stelle: die Auszahlung. Weicht die Währung Deines Guthabens von der Währung Deines Bankkontos ab, wird bei der Auszahlung umgerechnet. Genau hier entsteht die Gebühr, um die es in diesem Beitrag geht.
Die vierte Stelle: Etsys eigene Dollarbeträge. Die Einstellgebühr ist in US-Dollar definiert und wird für Deine Abrechnung umgerechnet. Das ist eine Umrechnung auf Etsys Seite und keine Gebühr für Dich.
Warum diese Unterscheidung praktisch zählt: Wer alle vier Vorgänge für dasselbe hält, sucht in seiner Abrechnung nach Gebühren, die es nicht gibt, und übersieht die eine, die es gibt.
Der Prüfsatz, den ich verwende: Eine Umrechnungsgebühr entsteht nur dort, wo Dein Geld die Währung wechselt, nicht dort, wo ein Preis in einer anderen Währung angezeigt wird.
Was das für Shops in Österreich und der Schweiz bedeutet
Ein Punkt, der in deutschsprachigen Zusammenfassungen regelmäßig untergeht.
Für Österreich: Der Euro ist Landeswährung. Die Ausgangslage ist damit identisch mit Deutschland, Listings in Euro, Auszahlung in Euro, keine Umrechnungsgebühr. Der Satz für die Zahlungsbearbeitung kann sich allerdings unterscheiden, weil er länderspezifisch ist. Schlage ihn in Etsys Gebührenrichtlinie nach.
Für die Schweiz: Hier wird es interessanter. Ein Schweizer Shop mit Schweizer Bankkonto wird in Franken ausgezahlt. Werden die Listings in Euro geführt, entsteht bei jeder Bestellung eine Umrechnung.
Was daraus folgt: Ein Schweizer Shop, der überwiegend nach Deutschland und Österreich verkauft, steht vor einer echten Abwägung. Listings in Franken vermeiden die Umrechnungsgebühr, Listings in Euro bilden das Preisniveau im Hauptabsatzmarkt direkter ab.
Was ich in dieser Lage empfehle: in der Währung auszeichnen, in der ausgezahlt wird, und die Preisgestaltung für andere Märkte über die Länderpreise abbilden. Damit bleibt die Gebühr bei null und die Preissteuerung erhalten.
Und der Hinweis, der dazugehört: Bei grenzüberschreitenden Verkäufen aus der Schweiz kommen Zoll- und Einfuhrthemen hinzu, die mit der Währung nichts zu tun haben. Die stehen unter Gebühren bei Auslandsverkäufen.
- Österreich: Euro-Konto und Euro-Listings, damit keine Umrechnungsgebühr
- Der Satz für die Zahlungsbearbeitung ist länderspezifisch und gehört nachgeschlagen
- Schweiz: Auszahlung in Franken, Euro-Listings lösen bei jeder Bestellung eine Umrechnung aus
- In der Währung auszeichnen, in der auch ausgezahlt wird
- Preisunterschiede zwischen Märkten über Länderpreise steuern
Eine kurze Rechnung zur Größenordnung
Damit die Entscheidung nicht am Gefühl hängt.
Der Fall: ein Shop mit 18.000 Euro Jahresumsatz, Listings in US-Dollar, Auszahlung in Euro.
Was anfällt: eine Umrechnungsgebühr auf jeden umgerechneten Betrag. Bei einem Satz im niedrigen Prozentbereich sind das über ein Jahr mehrere hundert Euro, Geld, das ohne jede Gegenleistung abfließt.
Was zusätzlich anfällt und nicht als Gebühr sichtbar ist: das Kursrisiko. Bewegt sich der Kurs um sieben Prozent gegen Dich, kostet das auf 18.000 Euro Umsatz rund 1.260 Euro Erlös. Das ist ein Vielfaches der Gebühr.
Was die Umstellung kostet: ein bis vier Stunden Arbeit für die Preisdurchsicht, je nach Sortimentsgröße.
Was sie einbringt: die Gebühr auf null, das Kursrisiko auf nahezu null und ein durchgesehenes Preisgefüge.
Der Vergleich, der die Sache entscheidet: Es gibt in diesem ganzen Kapitel keine zweite Maßnahme mit einem so eindeutigen Verhältnis von Aufwand zu Wirkung. Bei der Einstellgebühr musst Du Dein Sortiment umbauen, beim Bestellwert Dein Angebot. Hier änderst Du eine Einstellung.

Nicht das Käuferland entscheidet über die Umrechnungsgebühr, sondern das Verhältnis von Listing- und Auszahlungswährung.
Der Prüfschritt in fünf Minuten
Zum Abschluss ein Ablauf, der sich sofort erledigen lässt.
Erstens: Shop-Einstellungen öffnen und nachsehen, in welcher Währung Deine Artikel ausgezeichnet sind.
Zweitens: In den Zahlungseinstellungen nachsehen, in welcher Währung Du ausgezahlt wirst.
Drittens: Beide vergleichen. Stimmen sie überein, ist das Thema für Dich erledigt und Du kannst es abhaken.
Viertens, falls sie abweichen: Die Gebührenabrechnung des letzten Monats öffnen und nach der Position für Währungsumrechnung suchen. Der Betrag mal zwölf ist Deine ungefähre Jahresgebühr.
Fünftens: Entscheiden, ob Du umstellst. In fast allen Fällen mit deutschem Bankkonto lautet die Antwort Ja.
Was Du dabei mitnimmst, unabhängig vom Ergebnis: Du hast Deine Shop-Einstellungen einmal angesehen. Bei den meisten Shops sind sie beim Start gesetzt und nie wieder geprüft worden, und dort finden sich regelmäßig weitere Punkte, die nicht mehr passen: Bearbeitungszeiten, Versandprofile, Ferienmoduseinstellungen, Steuerangaben.
Die Kurzfassung
Die Währungsumrechnungsgebühr fällt an, wenn Listing-Währung und Auszahlungswährung voneinander abweichen. Nicht, wenn ein Käufer aus dem Ausland bestellt.
Sie ist die einzige Etsy-Gebühr, die sich vollständig vermeiden lässt, durch eine Einstellung in den Shop-Angaben.
Der Regelfall für einen deutschen Shop: Listings in Euro, Auszahlung in Euro, keine Gebühr.
Das Kursrisiko wiegt schwerer als die Gebühr. Wer in Fremdwährung auszeichnet, trägt Schwankungen von zehn Prozent und mehr in der Marge.
Nach einer Umstellung gehört eine Preisdurchsicht dazu, sonst stehen umgerechnete, krumme Beträge im Shop.
Mein Fazit zur Währungsumrechnung bei Etsy
Das ist die einzige Etsy-Gebühr, bei der die richtige Antwort schlicht null lautet.
Bei der Transaktionsgebühr kannst Du nur die Bemessungsgrundlage beeinflussen. Bei der Zahlungsbearbeitung nur den Bestellwert. Bei der Einstellgebühr nur die Struktur Deines Sortiments. Hier kannst Du die Gebühr abschalten, und zwar vollständig, mit einer Einstellung.
Was ich empfehle: Sieh heute in Deine Shop-Einstellungen. Wenn dort nicht die Währung Deines Bankkontos steht, hast Du in zehn Minuten eine wiederkehrende Ausgabe beseitigt. Wenn dort die richtige Währung steht, hast Du in zwei Minuten Gewissheit.
Was ich für den unterschätzten Teil halte: nicht die Gebühr, sondern das Kursrisiko. Eine Kalkulation, die von einem Wechselkurs abhängt, ist eine Kalkulation mit einer Unbekannten. Für einen kleinen Shop ohne Absicherungsmöglichkeiten ist das eine Unbekannte zu viel.
Was ich nicht empfehle: ein Fremdwährungskonto einzurichten, um Gebühren zu sparen. Der Aufwand für Kontoführung, doppelte Buchhaltung und die steuerliche Behandlung von Kursdifferenzen übersteigt den Nutzen bei weitem. Es sei denn, Du hast in dieser Währung auch nennenswerte Kosten.
Und der Nebeneffekt, den ich für den eigentlichen Gewinn halte: Wer wegen einer Währungsumstellung alle Preise durchsieht, findet dabei fast immer mehrere Artikel, deren Preis seit Jahren nicht mehr zu den Kosten passt. Diese Erkenntnis ist mehr wert als die Gebühr.
Der Satz, den ich mitgebe: Nicht das Land des Käufers entscheidet, sondern die Währung, die in Deinen Einstellungen steht.
Häufige Fragen zur Währungsumrechnung bei Etsy
Wann fällt die Gebühr an? Wenn Listing-Währung und Auszahlungswährung voneinander abweichen.
Fällt sie bei jeder Auslandsbestellung an? Nein. Das Käuferland spielt keine Rolle.
Wie vermeide ich sie? Listings in derselben Währung führen, in der Du ausgezahlt wirst. Für deutsche Shops: Euro.
Wo stelle ich die Währung um? In den Shop-Einstellungen bei den Shop-Angaben.
Was passiert mit meinen Preisen bei der Umstellung? Sie werden umgerechnet und ergeben krumme Beträge. Eine Preisdurchsicht danach ist Pflicht.
Sieht der Käufer meine Listing-Währung? In aller Regel nicht. Etsy zeigt Preise in der Währung des Besuchers an.
Bringt eine Auszeichnung in Dollar Vorteile in den USA? Kein belegbarer. Käufer sehen ohnehin ihre eigene Währung.
Warum steht die Einstellgebühr in Dollar? Weil Etsy sie global in Dollar festlegt. Für Deine Abrechnung wird sie umgerechnet, ohne dass dafür eine Umrechnungsgebühr anfällt.
Was ist mit dem Wechselkursrisiko? Es trägt, wer in Fremdwährung auszeichnet und in Euro ausgezahlt wird. Die Schwankung kann größer sein als die gesamte Transaktionsgebühr.
Lohnt sich ein Fremdwährungskonto? Nur, wenn Du in dieser Währung auch Kosten hast. Sonst wandert die Umrechnung nur zur Bank.
Ist die Gebühr absetzbar? Ja, sie ist eine Betriebsausgabe wie alle Etsy-Gebühren.
Wie finde ich sie in meiner Abrechnung? In der Gebührenaufstellung als eigene Position. Wenn sie fehlt, ist Deine Einstellung in Ordnung.
Häufige Fragen
Wann fällt die Währungsumrechnungsgebühr an?
Wenn die Währung, in der Dein Listing ausgezeichnet ist, von der Währung abweicht, in der Du ausgezahlt wirst. Etsy muss dann umrechnen und berechnet dafür eine Gebühr. Stimmen beide Währungen überein, fällt keine Umrechnungsgebühr an.
Hängt die Gebühr vom Land des Käufers ab?
Nein. Ein Käufer aus den Vereinigten Staaten sieht Deinen Euro-Preis in Dollar umgerechnet, aber diese Anzeige kostet Dich nichts. Entscheidend ist allein, in welcher Währung Du Dein Listing angelegt hast und in welcher Du ausgezahlt wirst.
Wie vermeide ich die Gebühr?
Indem Du Deine Listings in derselben Währung führst, in der Du ausgezahlt wirst. Für einen Shop mit deutschem Bankkonto heißt das: Listings in Euro. Die Einstellung findest Du in den Shop-Einstellungen unter den Angaben zur Währung.
Warum ist die Einstellgebühr dann in Dollar?
Weil Etsy sie global in US-Dollar festlegt und für Deine Abrechnung umrechnet. Das ist eine Umrechnung auf Etsys Seite und keine Währungsumrechnungsgebühr für Dich. Sie führt nur dazu, dass der Eurobetrag der Einstellgebühr leicht schwankt.
Sollte ich in Dollar auszeichnen, um in den USA besser zu verkaufen?
In aller Regel nein. Käufer sehen Preise ohnehin in ihrer Landeswährung umgerechnet. Ein Dollar-Listing bei Euro-Auszahlung erzeugt nur Umrechnungskosten und Kursrisiko, ohne einen belegbaren Vorteil bei der Sichtbarkeit.
Kann ich die Währung meines Shops nachträglich ändern?
Ja, in den Shop-Einstellungen. Beachte, dass die Umstellung alle Preise betrifft und dass die umgerechneten Beträge selten glatt sind. Nach einer Umstellung gehört eine Preisdurchsicht dazu, sonst stehen krumme Preise im Shop.
Was ist mit dem Kursrisiko?
Wer in einer Fremdwährung auszeichnet und in Euro ausgezahlt wird, trägt das Kursrisiko zwischen Preisfestlegung und Auszahlung. Bei schwankenden Kursen verändert sich Deine Marge, ohne dass Du etwas geändert hast. Das ist ein Argument mehr für die Auszeichnung in Euro.
Offizielle Quellen
Alle Angaben in diesem Beitrag stützen sich auf die offizielle Etsy-Dokumentation. Etsy kann Regeln und Gebühren jederzeit ändern. Im Zweifel gilt immer die Originalquelle.
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Fragen zu Deinem Etsy Shop?
Schreib mir kurz, wo Dein Shop steht. Ich schaue ihn mir an und sage Dir, wo die größten Hebel liegen.
