19.5Buchhaltung mit Billbee oder Lexware15 Minuten
Rechnungen des Druckanbieters holen
Danach hast Du: Du hast die Anbieterrechnungen des Monats heruntergeladen und den Bestellungen zugeordnet.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 19.5 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Der zweite große Belegstapel, und der, der Deinen Wareneinsatz belegt.
Wo sie liegen
- Zu Orders oder Bestellungen gehen, für einzelne Belege.
- Für die Sammelansicht in die Kontoeinstellungen und den Bereich Billing oder Abrechnung öffnen.
- Den Zeitraum wählen und die Belege herunterladen.
- In den Monatsordner aus 19.1 legen.
Bestellübersicht ist keine Rechnung
Aus 19.3: Was „Übersicht“ oder „Zusammenfassung“ heißt, ist kein Beleg. Was „Rechnung“ heißt, ist einer.
Die Bestellansicht zeigt Produkt, Preis und Versand. Sie enthält oft nicht die Angaben, die eine Rechnung braucht: vollständige Anschrift, beide Steuernummern, Rechnungsnummer und den Reverse-Charge-Hinweis.
Was auf der Rechnung stehen sollte
| Angabe | Warum |
|---|---|
| Name und Anschrift des Anbieters | Pflichtangabe |
| Deine USt-IdNr. | wenn sie fehlt, ist sie nicht hinterlegt, siehe 6.3 |
| Rechnungsnummer und Datum | Pflichtangabe |
| Aufstellung nach Produkt und Versand | Zuordnung zum Wareneinsatz |
| Reverse-Charge-Hinweis oder Steuerausweis | je nach Sitz des Anbieters, siehe 6.3 |
| Die Bestellnummer | Verknüpfung zum Etsy-Verkauf |
Die Verknüpfung über die Bestellnummer
Jede Anbieterrechnung gehört zu genau einem Etsy-Verkauf. Über die Bestellnummer lässt sich beides verbinden.
Ohne diese Zuordnung hast Du zwei getrennte Stapel: Einnahmen hier, Wareneinsatz dort. Das reicht für die Gewinnermittlung und nicht für die Frage, welches Produkt tatsächlich trägt, siehe 11.10.
- Den CSV-Export der Etsy-Bestellungen aus 19.2 öffnen.
- Eine Spalte für die Anbieterkosten ergänzen.
- Je Zeile den Betrag aus der Anbieterrechnung eintragen.
- Eine Spalte für den Rohertrag ergänzen: Verkauf minus Gebühren minus Anbieterkosten.
Welches Produkt wie viel bringt, mit echten Zahlen statt mit der Kalkulation aus 18.4. Nach drei Monaten weißt Du, ob Deine Annahmen stimmten.
Das ist zugleich die Grundlage für die Entscheidung aus 11.10: Welche Artikelart trägt in Deiner Nische am meisten?
Der Sonderfall Guthaben
Manche Anbieter erlauben ein Guthaben, das Du auflädst und von dem die Bestellungen abgehen, siehe 6.2.
Dann gibt es zwei Belegarten: die Aufladung als Geldbewegung und die Einzelrechnungen als Ausgabe. Die Aufladung allein ist keine Betriebsausgabe, sondern eine Umbuchung, ähnlich wie die Etsy-Auszahlung aus 19.4.
Der Sonderfall US-Produktion
| Fall | Auf der Rechnung | Buchung |
|---|---|---|
| Anbieter in Deutschland | 19 % deutsche Umsatzsteuer | Vorsteuer abziehbar als Regelbesteuerer |
| Anbieter im EU-Ausland, USt-IdNr. hinterlegt | kein Steuerausweis, Reverse-Charge-Hinweis | Steuer selbst berechnen und abziehen, siehe 4.6 |
| Lieferung findet in den USA statt | keine EU-Steuer | keine deutsche Vorsteuer, siehe 4.4 |
Sie gehört zu Fall B aus 4.2, und die zugehörigen Verkäufe sind in Deutschland nicht steuerbar.
Wer beide Fälle in einen Topf wirft, muss sie später aus den Bestelldaten wieder auseinandersortieren. Das ist Gegenstand von 19.6.
Der Rhythmus
Alle Belege des Vormonats herunterladen, in den Monatsordner legen, im CSV-Export zuordnen.
Wer das ein Jahr schleifen lässt, sitzt an dreihundert Einzelbelegen und muss sie einzeln zuordnen. Zehn Minuten im Monat sind zwei Stunden im Jahr, das Nachholen ist ein ganzes Wochenende.
Aufgabe
Die Anbieterbelege holen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
