Vertiefung

Etsy Materialkosten erfassen: Was pro Stück wirklich anfällt

Wie Du Deine Etsy Materialkosten vollständig erfasst: Verschnitt, Ausschuss, Hilfsstoffe, Bezugskosten und Vorsteuer, mit zwei durchgerechneten Beispielen und einer Stückliste zum Nachbauen.

Von Oliver Wrase20 Min. LesezeitStand

Die Materialkosten sind der einzige Posten, den fast jeder Verkäufer kennt. Und trotzdem ist die Zahl, die in den meisten Kalkulationen steht, zu niedrig.

Wenn ich in einer Shopanalyse nach den Materialkosten frage, kommt fast immer eine Zahl. Schnell, ohne Zögern, meistens rund. „Ungefähr fünf Euro.“

Wenn ich dann frage, wie diese Zahl entstanden ist, wird es still. Und wenn wir sie gemeinsam nachrechnen, liegt sie in den allermeisten Fällen zu niedrig. Nicht dramatisch, selten um das Doppelte, aber um dreißig bis sechzig Prozent. Das reicht, um eine gesunde Kalkulation in eine knappe zu verwandeln.

Der Grund ist immer derselbe: Gerechnet wird mit dem, was sichtbar ins Produkt geht. Nicht gerechnet wird mit dem, was daneben anfällt. Verschnitt. Misslungene Stücke. Kleber, Lack, Schleifpapier. Die Versandpauschale des Lieferanten. Und die Umsatzsteuer, die je nach Steuerstatus Kosten sind oder eben nicht.

Dieser Beitrag geht durch, wie Du die Zahl sauber ermittelst. Er ist der erste Schritt der Kalkulation, die ich im Überblick zu Etsy Preise kalkulieren beschrieben habe. Alles Weitere, Arbeitszeit, Gemeinkosten, Gebühren, baut auf dieser Zahl auf. Wenn sie falsch ist, ist alles danach falsch.

Was zu den Materialkosten gehört und was nicht

Die Abgrenzung entscheidet darüber, ob Deine Kalkulation stimmig ist oder ob Positionen doppelt oder gar nicht auftauchen.

Zu den Materialkosten gehört alles, was mengenabhängig verbraucht wird. Also alles, wovon mehr weggeht, wenn Du mehr produzierst. Das Holz, das Garn, die Perlen, das Silber, die Farbe, das Papier. Aber auch der Kleber, der Lack, das Schleifpapier, die Nähnadel, die nach zweihundert Stücken stumpf ist.

Nicht dazu gehört, was unabhängig von der Stückzahl anfällt. Die Nähmaschine, der Lasercutter, die Software, die Miete für den Werkraum, die Etsy-Abogebühren. Diese Positionen sind Gemeinkosten und werden über einen eigenen Weg umgelegt, den ich unter Gemeinkosten umlegen beschreibe.

Die Grauzone ist die Verpackung. Karton, Füllmaterial, Klebeband und Etikett sind mengenabhängig, gehen aber nicht in das Produkt ein. Beide Zuordnungen sind vertretbar. Wichtig ist nur, dass Du Dich für eine entscheidest und dabei bleibst. Ich rechne Verpackung getrennt, weil sie sich anders entwickelt als der Materialpreis und weil sie bei Mehrfachbestellungen nur einmal anfällt.

Die Trennlinie ist die Mengenabhängigkeit

Material ist, was mehr wird, wenn Du mehr produzierst. Gemeinkosten sind, was gleich bleibt. Der Lasercutter ist keine Materialkostenposition, die Sperrholzplatte schon. Wer diese Linie einmal sauber zieht, vermeidet den häufigsten Folgefehler: Positionen, die in keiner der beiden Rechnungen auftauchen.

Warum der Einkaufspreis nicht die Materialkosten sind

Der Einkaufspreis steht auf der Rechnung. Die Materialkosten stehen nirgendwo. Zwischen beiden liegen vier Schritte, und jeder einzelne davon erhöht die Zahl.

Erstens die Bezugskosten. Der Lieferant berechnet Versand, manchmal Mindermengenzuschläge, bei Auslandsbestellungen gelegentlich Zoll. Steuerlich heißt das Anschaffungsnebenkosten, und es gehört zum Einkaufswert dazu.

Zweitens der Verschnitt. Von der bezogenen Menge wird nur ein Teil zu Produkten. Der Rest ist Rest.

Drittens der Ausschuss. Von den gefertigten Stücken wird nur ein Teil verkäuflich. Der Rest wird entsorgt oder als B-Ware zu einem geringeren Preis abgegeben.

Viertens die Umsatzsteuer. Sie ist für Regelbesteuerte durchlaufender Posten, für Kleinunternehmer echter Aufwand. Derselbe Einkauf kostet also je nach Steuerstatus unterschiedlich viel.

Erst nach diesen vier Schritten hast Du eine Zahl, die man ehrlich Materialkosten nennen kann.

  1. Rechnungsbetrag nehmen Der reine Warenwert aus der Lieferantenrechnung, für die konkrete Bestellung.
  2. Bezugskosten aufschlagen Versand, Mindermengenzuschlag, Zoll und Einfuhrabgaben anteilig auf die Position umlegen.
  3. Auf die verwertbare Menge teilen Nicht auf die bezogene Menge. Der Verschnitt verschwindet damit im Stückpreis.
  4. Ausschussquote aufschlagen Ein Prozentsatz aus Deiner eigenen Beobachtung, nicht aus einer Faustregel.
  5. Steuerstatus anwenden Netto rechnen bei Regelbesteuerung, brutto bei Kleinunternehmerschaft.

Verschnitt: der Anteil, der nie ins Produkt kommt

Verschnitt ist der Teil des Materials, der beim Zuschnitt anfällt und nicht mehr verwendbar ist. Bei flächigen Materialien ist er der größte einzelne Kostentreiber, den kaum jemand beziffert.

Der Denkfehler, der dabei passiert, ist die Flächenrechnung. Eine Sperrholzplatte misst 120 mal 60 Zentimeter, das sind 7.200 Quadratzentimeter. Dein Schild misst 20 mal 30, also 600 Quadratzentimeter. Zwölf Schilder pro Platte, rechnet man. In der Praxis sind es acht, manchmal neun, weil die Platte an den Kanten nicht sauber ist, weil zwischen den Zuschnitten Schnittfugen liegen und weil sich Reststreifen nicht mehr sinnvoll nutzen lassen.

Die saubere Methode ist die Zählung, nicht die Rechnung. Schneide eine Platte auf und zähle, wie viele verwertbare Teile herauskommen. Diese Zahl teilst Du in den Plattenpreis. Fertig. Du brauchst dafür keinen Verschnittprozentsatz, weil der Verschnitt im Ergebnis bereits enthalten ist.

Bei Meterware funktioniert es genauso. Wie viele Armbänder aus einer Rolle Lederband, wie viele Kissenbezüge aus fünf Metern Stoff, wie viele Karten aus einem Bogen Karton. Einmal ausgezählt, dann steht die Zahl.

Was ich in Shops regelmäßig sehe: Die Flächenrechnung ergibt zwölf, die Zählung ergibt acht. Der Unterschied im Stückpreis beträgt fünfzig Prozent. Bei einem Material, das ein Drittel der Selbstkosten ausmacht, sind das rund siebzehn Prozent auf den gesamten Selbstkostenbetrag, und die fehlen dann in der Marge.

  • 42,00 €Plattenpreis inklusive anteiligem Lieferantenversand
  • 12Zuschnitte nach reiner Flächenrechnung, also 3,50 Euro je Stück
  • 8Zuschnitte nach tatsächlicher Auszählung, also 5,25 Euro je Stück

Ausschuss: die Stücke, die niemand kauft

Der zweite Posten, der in Kalkulationen fehlt, ist der Ausschuss. Also die Stücke, die Du fertigst und dann nicht verkaufen kannst, weil die Gravur verrutscht ist, weil der Guss Blasen hat, weil die Naht schief geworden ist.

Ausschuss ist nicht dasselbe wie Verschnitt. Beim Verschnitt geht Material verloren, bevor daraus ein Produkt wurde. Beim Ausschuss geht ein fertiges Produkt verloren, und darin steckt neben dem Material auch Deine Arbeitszeit. Für die Materialkalkulation zählt hier nur der Materialanteil, die Zeit gehört in die Arbeitszeitrechnung.

Wie Du die Quote ermittelst: Zähle über einen Monat mit. Nicht schätzen, zählen. Ein Strich auf einem Zettel neben der Werkbank für jedes Stück, das in die Tonne geht. Nach dreißig oder vierzig gefertigten Stücken hast Du eine Zahl, mit der Du arbeiten kannst.

Wie Du sie einrechnest: Bei einer Quote von fünf Prozent verbrauchst Du für zwanzig verkaufte Stücke Material für einundzwanzig. Der Aufschlag auf die Materialkosten beträgt also nicht fünf, sondern rund 5,3 Prozent. Bei kleinen Quoten ist der Unterschied vernachlässigbar, bei zwanzig Prozent nicht mehr: Dort verbrauchst Du für zwanzig verkaufte Stücke Material für fünfundzwanzig, also fünfundzwanzig Prozent mehr.

Ein Sonderfall ist die Personalisierung. Bei personalisierten Artikeln ist ein misslungenes Stück praktisch immer Totalverlust, weil der Name darauf niemand anderem passt. Die Ausschussquote wirkt dort deutlich stärker als bei neutraler Ware, die sich zumindest noch als B-Ware verkaufen lässt. Wer personalisiert fertigt, sollte diesen Punkt deshalb bewusst höher ansetzen, als das Bauchgefühl vorschlägt.

Personalisierter Ausschuss ist Totalverlust

Ein neutrales Stück mit kleinem Fehler geht als B-Ware noch weg. Ein Holzschild mit dem falsch geschriebenen Namen eines fremden Kindes ist Brennholz. Wer personalisiert fertigt, muss die Ausschussquote voll ansetzen und nicht anteilig gegen einen Restwert rechnen.

Hilfsstoffe, die in keiner Stückliste stehen

Die dritte Lücke sind die Kleinstverbräuche. Sie fallen einzeln kaum auf und summieren sich über ein Jahr zu Beträgen, die niemand erwartet.

Dazu gehören: Kleber, Lack, Öl, Wachs, Schleifpapier, Sägeblätter, Fräser, Nähgarn, Nadeln, Reinigungsmittel, Handschuhe, Abklebeband, Druckertinte, Etikettenrollen.

Der praktikable Weg ist nicht die Einzelerfassung. Niemand rechnet aus, wie viele Milliliter Lack auf ein Schild gehen. Der Weg, der funktioniert, ist die Jahressumme geteilt durch die Jahresstückzahl.

Nimm Deine Belege für Hilfsstoffe aus zwölf Monaten, addiere sie und teile durch die Zahl der gefertigten Stücke. Wenn dabei 340 Euro auf 620 Stücke kommen, sind das 0,55 Euro je Stück. Diese Zahl setzt Du pauschal an, und sie ist deutlich genauer als die null, die vorher dort stand.

Wenn Du mehrere sehr unterschiedliche Produkte hast, teile die Hilfsstoffe grob nach Aufwand auf. Ein großes Schild verbraucht mehr Lack als ein kleiner Anhänger. Eine Aufteilung nach Fertigungsminuten ist dafür ein brauchbarer Schlüssel und schnell gemacht.

Wie Du eine Stückliste aufbaust, die trägt

Die Stückliste ist das Werkzeug, das aus lauter Einzelposten eine belastbare Zahl macht. Sie ist eine Tabelle, sonst nichts, und sie hat sechs Spalten.

  1. Position Was es ist. Sperrholz 6 mm, Leinöl, Aufhängung, Geschenkband.
  2. Gebindegröße und Gebindepreis Was Du bestellst und was es kostet, inklusive anteiliger Bezugskosten.
  3. Verwertbare Einheiten je Gebinde Ausgezählt, nicht gerechnet.
  4. Verbrauch je Stück Wie viele dieser Einheiten in ein Produkt gehen.
  5. Kosten je Stück Gebindepreis geteilt durch verwertbare Einheiten, mal Verbrauch.
  6. Datum des Preises Wann Du zuletzt bestellt hast. Die wichtigste Spalte, weil sie zeigt, wie alt Deine Kalkulation ist.

Am Ende addierst Du die Spalte „Kosten je Stück“, schlägst die Ausschussquote auf und hast Deine Materialkosten.

Die Datumsspalte ist der Punkt, den ich am häufigsten nachrüste. Ohne sie weiß nach einem Jahr niemand mehr, ob der hinterlegte Plattenpreis von der letzten Bestellung stammt oder aus der Zeit vor zwei Preiserhöhungen. Mit ihr sieht man auf einen Blick, welche Zeilen zu prüfen sind.

Vom Gebinde zum Stückpreis: die Umrechnung

Der häufigste Rechenfehler an dieser Stelle ist banal und trotzdem verbreitet: Der Versandanteil des Lieferanten wird nicht mitverteilt.

Ein Beispiel. Du bestellst Perlen für 24,00 Euro und zahlst 4,95 Euro Versand. Der Materialeinsatz beträgt 28,95 Euro, nicht 24,00. Wenn in der Lieferung 500 Perlen sind, kostet eine Perle 5,79 Cent und nicht 4,80 Cent. Bei zwanzig Perlen je Armband sind das 1,16 Euro statt 0,96 Euro. Zwanzig Cent Unterschied klingen nach nichts, sind aber gut zwanzig Prozent auf diese Position.

Bei gemischten Bestellungen verteilst Du den Versand anteilig nach Warenwert. Eine Bestellung über 60 Euro mit 6 Euro Versand bedeutet einen Aufschlag von zehn Prozent auf jede Position. Das ist ungenau, aber jede Genauigkeit darüber hinaus lohnt den Aufwand nicht.

Bei Bestellungen aus Drittländern kommen Einfuhrumsatzsteuer und gegebenenfalls Zoll dazu. Beides gehört ebenfalls zu den Anschaffungsnebenkosten. Die Einfuhrumsatzsteuer kannst Du als Regelbesteuerter abziehen, den Zoll nicht: Der bleibt Kosten.

  • Warenwert der Position aus der Rechnung
  • Anteiliger Versand des Lieferanten, verteilt nach Warenwert
  • Mindermengenzuschlag, falls berechnet
  • Zoll und sonstige Einfuhrabgaben bei Bestellungen aus Drittländern
  • Geteilt durch die verwertbare Menge, nicht durch die bezogene
  • Datum der Bestellung als Gültigkeitsvermerk notieren

Ein durchgerechnetes Beispiel: das personalisierte Holzschild

Damit die Systematik greifbar wird, hier die vollständige Materialrechnung für ein graviertes Holzschild im Format 20 mal 30 Zentimeter.

Position eins, Trägerplatte. Sperrholz 6 Millimeter, Format 120 mal 60 Zentimeter. Warenwert 38,00 Euro, anteiliger Lieferantenversand 4,00 Euro, zusammen 42,00 Euro. Ausgezählt ergeben sich acht verwertbare Zuschnitte, nicht zwölf. Kosten je Stück: 5,25 Euro.

Position zwei, Oberflächenbehandlung. Hartwachsöl, Dose 500 Milliliter für 22,50 Euro, reicht ausgezählt für rund 45 Schilder. Kosten je Stück: 0,50 Euro.

Position drei, Aufhängung. Schlüsselloch-Beschlag mit Schrauben, 50 Stück für 9,80 Euro. Kosten je Stück: 0,20 Euro.

Position vier, Hilfsstoffe. Schleifpapier, Abklebeband, Reinigungstuch, Fräserverschleiß, Jahressumme umgelegt: 0,35 Euro.

Zwischensumme Material: 6,30 Euro.

Ausschuss. Bei personalisierter Gravur liegt die Quote in diesem Beispielbetrieb bei sechs Prozent, gezählt über einen Monat. Für 100 verkaufte Schilder werden also rund 106 gefertigt. Der Aufschlag beträgt 6,4 Prozent, also 0,40 Euro.

Materialkosten je verkauftem Schild: 6,70 Euro.

Zum Vergleich: Die Zahl, die in diesem Shop vorher in der Kalkulation stand, war 3,50 Euro. Sie stammte aus der Flächenrechnung, kannte weder Öl noch Beschlag noch Ausschuss und war um 91 Prozent zu niedrig. Bei einem Verkaufspreis von 34 Euro sind das 3,20 Euro, die pro Verkauf unbemerkt aus der Marge verschwanden.

  • 3,50 €Materialkosten laut ursprünglicher Schätzung des Shops
  • 6,70 €Materialkosten nach vollständiger Erfassung
  • 3,20 €Fehlbetrag je Verkauf, der nirgends aufgetaucht ist

Ein zweites Beispiel: Schmuck aus vielen Kleinteilen

Beim Holzschild dominiert eine große Position. Bei Schmuck ist es umgekehrt: viele kleine Posten, die einzeln unbedeutend wirken.

Ein Armband mit Edelsteinperlen. 22 Perlen à 5,79 Cent ergeben 1,27 Euro. Elastikband, 0,25 Meter aus einer Rolle von 50 Metern für 8,90 Euro, macht 0,04 Euro. Zwischenperle aus Silber, 1,85 Euro. Verschluss, 0,95 Euro. Kleber für die Knotensicherung, umgelegt 0,03 Euro. Schmuckkarte mit Aufdruck, 0,22 Euro.

Zwischensumme: 4,36 Euro.

Ausschuss bei diesem Produkt: gering, weil sich fast alles wiederverwenden lässt. Zwei Prozent sind realistisch, das macht 0,09 Euro. Materialkosten: 4,45 Euro.

Was an diesem Beispiel wichtig ist: Die geschätzte Zahl in diesem Shop war 2,50 Euro, und sie war fast ausschließlich der Perlenpreis. Verschluss, Silberzwischenteil und Schmuckkarte fehlten komplett, weil sie in großen Gebinden eingekauft wurden und deshalb im Kopf keinen Stückpreis hatten. Das ist ein Muster, das ich bei Schmuck immer wieder sehe: Was in Hunderterpackungen kommt, wird gefühlt kostenlos.

Vorsteuer: warum dieselbe Rechnung zwei Ergebnisse hat

Jetzt der Punkt, der die Zahl noch einmal verändert, und zwar erheblich.

Als Regelbesteuerter ziehst Du die in Deinen Einkäufen enthaltene Umsatzsteuer nach § 15 UStG als Vorsteuer ab. Sie ist für Dich kein Aufwand, sondern ein durchlaufender Posten. Du rechnest also mit Nettopreisen. Aus 42,00 Euro brutto für die Sperrholzplatte werden 35,29 Euro netto.

Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG darfst Du keine Umsatzsteuer ausweisen und bekommst im Gegenzug keine Vorsteuer erstattet. Die 42,00 Euro sind für Dich vollständig Kosten. Du rechnest mit Bruttopreisen.

Der Unterschied beträgt bei 19 Prozent rund 15,97 Prozent des Bruttobetrags. Auf die Materialkosten unseres Holzschilds bezogen: 6,70 Euro brutto stehen 5,63 Euro netto gegenüber. Ein Euro und sieben Cent je Stück, allein durch den Steuerstatus.

Kleinunternehmer nach § 19 UStG

Rechnet mit Bruttopreisen, die Umsatzsteuer auf Material ist echter Aufwand.

  • Materialkosten sind rund 19 Prozent höher
  • Kein Vorsteuerabzug auf Werkzeuge und Etsy-Gebühren
  • Dafür kein Umsatzsteueranteil im Verkaufspreis
  • Rechnet sich vor allem bei geringem Materialeinsatz

Regelbesteuerung

Rechnet mit Nettopreisen, die Vorsteuer kommt zurück.

  • Materialkosten sind effektiv niedriger
  • Vorsteuerabzug auch auf Maschinen und Software
  • Dafür 19 Prozent Umsatzsteuer im Verkaufspreis
  • Rechnet sich bei hohem Materialeinsatz und Investitionen

Was daraus folgt: Wer viel Material einkauft, ist als Kleinunternehmer im Nachteil, und zwar genau um diesen Prozentsatz. Bei einem materialintensiven Produkt kann der Wechsel in die Regelbesteuerung wirtschaftlich sinnvoll sein, obwohl er Aufwand bedeutet. Die Details dazu stehen unter Kleinunternehmerregelung und Regelbesteuerung.

Die Grenzen, die seit 2025 gelten: 25.000 Euro Umsatz im Vorjahr und 100.000 Euro im laufenden Jahr. Wer die zweite Grenze im Jahr überschreitet, wird ab diesem Zeitpunkt regelbesteuert, nicht rückwirkend und nicht erst im Folgejahr. Das ist ein Punkt, an dem eine Materialkalkulation mitten im Jahr ungültig werden kann.

Was die Etsy-Gebühren mit Deinem Materialeinkauf zu tun haben

Ein Zusammenhang, der überrascht und für Kleinunternehmer bares Geld bedeutet.

Etsy rechnet gegenüber deutschen Verkäufern aus Irland ab. Die Gebühren werden deshalb ohne Umsatzsteuer berechnet, und die Steuerschuld geht nach § 13b UStG auf Dich über. Das nennt sich Reverse Charge.

Für Regelbesteuerte ist das ein Nullsummenspiel: Du meldest die Umsatzsteuer an und ziehst sie im selben Atemzug als Vorsteuer wieder ab.

Für Kleinunternehmer ist es das nicht. Die Steuerschuld nach § 13b UStG entsteht auch bei Dir, der Vorsteuerabzug steht Dir aber nicht zu. Du zahlst also 19 Prozent auf Deine Etsy-Gebühren zusätzlich, aus eigener Tasche.

Was das für die Kalkulation heißt: Wenn Du Kleinunternehmer bist, sind Deine Etsy-Gebühren faktisch nicht 6,5 und 4,0 Prozent, sondern rund 7,7 und 4,8 Prozent. Das ist kein Materialkostenthema im engeren Sinn, aber es gehört an dieselbe Stelle der Rechnung, weil beides denselben Ursprung hat: den fehlenden Vorsteuerabzug. Die vollständige Gebührenrechnung mit allen Sätzen kannst Du über den Etsy-Gebührenrechner durchspielen.

Reverse Charge trifft auch Kleinunternehmer

Die Etsy-Gebühren kommen aus Irland und lösen nach § 13b UStG eine Steuerschuld bei Dir aus. Als Kleinunternehmer meldest Du diese Umsatzsteuer an und bekommst sie nicht als Vorsteuer zurück. Deine effektive Gebührenlast liegt damit rund ein Fünftel über den ausgewiesenen Prozentsätzen. Das gehört in die Kalkulation, nicht in eine Überraschung im Frühjahr.

Mengenrabatte richtig bewerten

Größere Gebinde sind pro Einheit billiger. Das ist der Grund, warum viele Verkäufer irgendwann anfangen, in Mengen zu kaufen, die zu ihrem Absatz nicht passen.

Die Rechnung, die dabei fehlt, ist die Zeit. Material, das ein Jahr im Regal liegt, bindet Kapital, braucht Platz und altert. Öl wird zäh, Klebstoff härtet aus, Papier vergilbt, Stoffe bleichen an der Kante. Ein Preisvorteil von zwölf Prozent bei einer Menge, die drei Jahre reicht, ist kein Preisvorteil.

Meine Faustregel aus der Praxis: Kaufe die Menge, die Du in sechs Monaten verbrauchst. Bei haltbarem Material wie Holz oder Metall darf es mehr sein, bei allem, was altert, weniger. Und bei Material für ein neues Produkt, das sich noch nicht verkauft hat, die kleinstmögliche Menge, auch wenn sie teuer ist.

Für die Kalkulation gilt: Rechne mit dem Preis der Menge, die Du tatsächlich kaufst, nicht mit dem der größten verfügbaren Packung. Ein kalkulatorischer Preisvorteil, den Du nicht realisierst, ist keiner. Und lege die Nachbestellschwelle so fest, dass Du nicht unter Zeitdruck zum nächstbesten Preis kaufen musst.

Wie oft Du Materialpreise nachrechnen musst

Materialpreise verändern sich, und sie verändern sich nicht gleichmäßig. Holz, Metall und Papier haben in den letzten Jahren Sprünge gemacht, die niemand vorhergesehen hat.

Der Aufwand, das im Griff zu behalten, ist klein, wenn Du ihn an die Bestellung koppelst. Jedes Mal, wenn eine Lieferung ankommt, trägst Du den neuen Preis und das Datum in die Stückliste ein. Das dauert zwei Minuten und hält die Kalkulation automatisch aktuell.

Einmal im Jahr die vollständige Runde. Alle Positionen, auch die selten bestellten. Danach die Verkaufspreise der zehn wichtigsten Produkte prüfen und gegebenenfalls anpassen. Wie Du das ohne Umsatzeinbruch machst, gehört in denselben Termin, denn eine aktualisierte Kalkulation ohne Preisanpassung ist nur eine schlechtere Laune.

Was passiert, wenn man es nicht tut, sehe ich regelmäßig: Ein Produkt, das vor vier Jahren mit dreißig Prozent Marge kalkuliert war, liegt heute bei acht Prozent, weil das Material zweimal teurer geworden ist und der Preis nie mitging. Der Shop verkauft gut, verdient aber nichts mehr an diesem Artikel, und niemand weiß, woran es liegt.

Materialkosten bei Personalisierung und Varianten

Wenn Du ein Produkt in mehreren Ausführungen anbietest, hast Du nicht eine Materialkostenzahl, sondern mehrere.

Der Fehler, der dabei passiert, ist die Mischkalkulation über den Daumen. Ein Shop bietet dasselbe Schild in Eiche, Nussbaum und Sperrholz an, zum selben Preis, und kalkuliert mit dem Sperrholzpreis. Wenn dann überproportional viel Eiche bestellt wird, was regelmäßig passiert, weil sie auf den Fotos am besten aussieht, kippt die Rechnung.

Zwei saubere Wege gibt es. Entweder Du kalkulierst jede Variante einzeln und staffelst die Preise entsprechend. Oder Du kalkulierst mit der teuersten Variante und bietest alle zum selben Preis an. Der zweite Weg kostet Marge bei den günstigen Varianten, ist dafür einfach und immun gegen Verschiebungen im Bestellmix.

Was nicht funktioniert: mit dem Durchschnitt kalkulieren und hoffen, dass der Bestellmix bleibt, wie er ist. Er bleibt nicht. Der Bestellmix verschiebt sich in der Praxis fast immer in Richtung der Variante, die auf den Fotos am besten wirkt.

  • Jede Variante hat ihre eigene Zeile in der Stückliste
  • Preisaufschläge orientieren sich am tatsächlichen Materialunterschied
  • Bei einheitlichem Preis wird die teuerste Variante kalkuliert
  • Der Bestellmix wird einmal im Quartal geprüft
  • Personalisierungsaufschläge decken den erhöhten Ausschuss mit ab

Digitale Produkte: wenn es kein Material gibt

Bei digitalen Downloads fällt der Materialposten weg, und genau das führt zu einem eigenen Denkfehler.

Die Materialkosten sind tatsächlich null. Kein Papier, kein Versand, kein Verschnitt. Was bleibt, sind Arbeitszeit und Gemeinkosten, und die sind bei digitalen Produkten der gesamte Kostenblock.

Der Fehler ist die Schlussfolgerung, dass ein digitales Produkt deshalb billig sein muss. Ein Muster, das dreißig Stunden Entwicklung gekostet hat und zwölfmal im Monat verkauft wird, trägt bei 4 Euro Verkaufspreis nach zwei Jahren gerade seine Entwicklungskosten. Die Kalkulation läuft hier über die erwartete Absatzmenge, nicht über Stückkosten. Wie das im Detail geht, steht unter digitale Produkte.

Was bei digitalen Produkten trotzdem an Material anfällt: Lizenzen für Schriften, Grafiken und Vorlagen, sofern sie kommerziell nutzbar sein müssen. Diese Lizenzkosten sind der Materialposten digitaler Ware, und sie werden regelmäßig übersehen, weil sie einmal anfallen und dann unsichtbar sind.

Wann Materialkosten nicht Dein Problem sind

Bevor Du einen Nachmittag in Stücklisten investierst, lohnt eine Gegenprobe. Es gibt Fälle, in denen die Materialkosten nicht der Hebel sind.

Wenn das Material weniger als zehn Prozent Deiner Selbstkosten ausmacht, ist die Genauigkeit dort zweitrangig. Bei aufwendiger Handarbeit mit billigem Material dominiert die Arbeitszeit so klar, dass eine Verdopplung der Materialkosten den Endpreis kaum bewegt. Dann rechnest Du die Materialliste einmal grob durch und wendest Dich der Zeit zu.

Wenn Du keine Verkäufe hast, ist die Kalkulation nicht Dein Engpass. Ein perfekt kalkulierter Preis an einem Listing, das niemand sieht, ändert nichts. Dann liegt der Engpass bei Sichtbarkeit, Fotos oder Angebot und nicht bei der Rechnung.

Wenn Dein Problem der Preis am Markt ist, hilft eine genauere Materialrechnung auch nicht weiter. Sie sagt Dir dann nur präziser, dass es nicht aufgeht. Die Antwort darauf steht unter Mindestpreis bestimmen.

Materialkosten sind dann Dein Problem, wenn sie einen erheblichen Anteil der Selbstkosten ausmachen und wenn Du sie nicht aus einer Tabelle, sondern aus dem Gedächtnis nennst. Beides zusammen ist der Normalfall bei materialintensiven Produkten.

Die häufigsten Fehler bei der Materialerfassung

Aus vielen Shopanalysen, sortiert nach dem Geld, das sie kosten.

  • Verschnitt über Fläche gerechnet statt ausgezählt
  • Ausschuss gar nicht angesetzt
  • Versandkosten des Lieferanten nicht auf die Positionen verteilt
  • Hilfsstoffe wie Kleber, Lack und Schleifmittel komplett vergessen
  • Kleinteile aus Großgebinden gefühlt als kostenlos behandelt
  • Brutto und netto vermischt, je nach Beleg mal so, mal so
  • Mit dem Preis der größten Packung gerechnet, aber die kleine gekauft
  • Varianten mit dem Durchschnittsmaterial kalkuliert
  • Preise seit Jahren nicht aktualisiert, kein Datum hinterlegt
  • Lizenzkosten bei digitalen Produkten nicht als Material erfasst

Der Fehler, der am meisten kostet, ist der erste. Die Flächenrechnung ist verführerisch, weil sie sich rechnen lässt, ohne aufzustehen. Die Auszählung dauert eine halbe Stunde und korrigiert den Stückpreis regelmäßig um dreißig bis fünfzig Prozent nach oben.

Der Fehler, der am längsten unbemerkt bleibt, ist der vorletzte. Ohne Datum in der Tabelle merkt niemand, dass eine Kalkulation veraltet ist. Sie sieht ja aus wie eine Kalkulation.

Was Du aus der Materialliste sonst noch herausholst

Eine gepflegte Stückliste ist mehr als eine Zwischenzahl für die Preisrechnung. Sie beantwortet nebenbei Fragen, für die man sonst raten müsste.

Sie zeigt, wo Einsparungen tatsächlich wirken. Wenn eine Position 78 Prozent der Materialkosten ausmacht, brauchst Du beim Rest gar nicht erst zu suchen. Zehn Prozent Verhandlungserfolg beim Hauptmaterial schlagen fünfzig Prozent Ersparnis beim Klebeband um Längen.

Sie zeigt, welches Produkt sich lohnt. Wenn Du für alle Artikel Materialkosten und Zeit erfasst hast, kannst Du den Deckungsbeitrag je Produkt vergleichen. Das Ergebnis ist oft unerwartet: Der Bestseller ist nicht immer der Artikel, der am meisten beiträgt.

Sie ist die halbe Buchhaltung. Was Du für die Kalkulation ohnehin erfasst, brauchst Du zum Teil auch für die Erfassung Deiner Betriebsausgaben und für die Einnahmenüberschussrechnung. Wer beides in einem Rutsch macht, spart im Jahr mehrere Stunden.

Und sie macht Preisgespräche einfacher. Wenn ein Kunde nach einem Sonderpreis für zehn Stück fragt, weißt Du innerhalb einer Minute, ob das geht und ab welchem Nachlass es nicht mehr geht.

Die Kurzfassung

Materialkosten sind nicht der Einkaufspreis. Zwischen beiden liegen Bezugskosten, Verschnitt, Ausschuss und der Steuerstatus.

Verschnitt wird ausgezählt, nicht gerechnet. Eine aufgeschnittene Platte beantwortet die Frage in zwanzig Minuten und korrigiert den Stückpreis oft um dreißig bis fünfzig Prozent.

Ausschuss gehört als Prozentsatz in die Rechnung, ermittelt über einen Monat mit Strichliste. Bei personalisierten Artikeln zählt er voll, weil kein Restwert bleibt.

Hilfsstoffe werden über die Jahressumme umgelegt. Belege addieren, durch die Stückzahl teilen, fertig.

Kleinunternehmer rechnen brutto, Regelbesteuerte netto. Der Unterschied beträgt rund sechzehn Prozent des Bruttobetrags und verändert jede Kalkulation spürbar.

Die Stückliste braucht eine Datumsspalte. Ohne sie weiß nach einem Jahr niemand mehr, wie alt die Zahlen sind.

Mein Fazit zu Materialkosten auf Etsy

Die Materialkosten sind der Posten, bei dem sich der geringste Aufwand am schnellsten auszahlt. Ein Nachmittag mit Taschenrechner, Waage und einer aufgeschnittenen Platte liefert eine Zahl, die den Rest der Kalkulation trägt.

Was mich nach Jahren immer noch überrascht, ist die Größenordnung der Abweichung. Ich rechne nicht mehr damit, dass eine geschätzte Materialkostenzahl stimmt. Ich rechne damit, dass sie um dreißig bis sechzig Prozent zu niedrig ist, und ich liege damit selten falsch. Der Grund ist nicht Nachlässigkeit, sondern die Art, wie wir schätzen: Wir denken an das, was wir in der Hand halten, nicht an das, was in der Tonne landet.

Was ich empfehle, ist deshalb weniger eine Methode als eine Gewohnheit. Führe eine Tabelle. Trage bei jeder Lieferung den neuen Preis ein. Zähle einmal aus, wie viele Teile aus einem Gebinde kommen. Mache einen Monat lang Striche für misslungene Stücke. Das ist alles, und es ersetzt jedes Kalkulationsprogramm.

Und die unbequeme Wahrheit dazu: Eine ehrliche Materialrechnung macht manches Produkt unattraktiver, als es vorher aussah. Das ist kein Argument gegen die Rechnung. Es ist der ganze Zweck der Übung, denn ein Produkt, das nur bei falschen Zahlen funktioniert, funktioniert nicht.

Häufige Fragen zu Materialkosten auf Etsy

Häufige Fragen

Was gehört alles zu den Materialkosten?

Alles, was mengenabhängig in das Produkt oder um das Produkt herum verbraucht wird. Also der Rohstoff, aber auch Verschnitt, Ausschuss, Hilfsstoffe wie Kleber, Lack, Schleifpapier und Nähgarn, dazu die Versandkosten Deiner Lieferanten. Nicht dazu gehören Werkzeuge, Maschinen und Software: Die sind Gemeinkosten und werden anders umgelegt.

Wie rechne ich Verschnitt richtig ein?

Nicht über einen Pauschalprozentsatz, sondern über die tatsächlich verwertbare Menge. Wenn aus einer Platte für 42 Euro sechs Zuschnitte entstehen und der Rest unbrauchbar ist, kostet ein Zuschnitt 7,00 Euro und nicht den rechnerischen Flächenanteil. Der Verschnitt steckt dann automatisch im Stückpreis, ohne dass Du ihn getrennt schätzen musst.

Muss ich Ausschuss wirklich einkalkulieren?

Ja, sobald er regelmäßig vorkommt. Wenn jedes zwanzigste Stück misslingt, hast Du bei zwanzig verkauften Stücken einundzwanzigmal Material verbraucht. Der Zuschlag beträgt dann rund fünf Prozent auf die Materialkosten. Bei Gravur, Guss und allem, was beim ersten Versuch schiefgehen kann, liegt die Quote in der Praxis oft höher.

Zählen die Versandkosten meines Lieferanten zu den Materialkosten?

Ja. Steuerlich heißen sie Anschaffungsnebenkosten und gehören zum Einkaufswert. Wer 60 Euro Material bestellt und 5,95 Euro Versand zahlt, hat 65,95 Euro Materialeinsatz. Bei kleinen Bestellungen verschiebt das den Stückpreis spürbar, deshalb gehört der Versandanteil in jede Umrechnung vom Gebinde auf das Stück.

Rechne ich mit Brutto- oder Nettopreisen?

Als Regelbesteuerter mit Nettopreisen, weil Du die enthaltene Umsatzsteuer als Vorsteuer zurückbekommst. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG mit Bruttopreisen, weil die Umsatzsteuer bei Dir echter Aufwand bleibt. Dieselbe Materialliste ergibt in beiden Fällen unterschiedliche Kosten, bei 19 Prozent liegen rund 16 Prozent Unterschied dazwischen.

Wie oft soll ich meine Materialpreise aktualisieren?

Mindestens einmal im Jahr vollständig, und sofort, wenn eine Nachbestellung erkennbar teurer war als die vorige. In der Praxis reicht es, die Preise der fünf mengenstärksten Materialien bei jeder Bestellung in die Tabelle zu schreiben. Der Rest kann bis zur Jahresrunde warten.

Was mache ich mit Materialresten, die ich später doch noch verwende?

Nichts. Rechne konservativ und behandle Reste als Verschnitt. Wenn Du daraus später ein kleines Produkt fertigst, ist dessen Materialkosten praktisch null, und das ist eine angenehme Überraschung. Umgekehrt, also Reste vorher als verwertbar anzusetzen und sie dann doch zu entsorgen, führt zu einer dauerhaft zu niedrigen Kalkulation.

Offizielle Quellen

Alle Angaben in diesem Beitrag stützen sich auf die offizielle Etsy-Dokumentation. Etsy kann Regeln und Gebühren jederzeit ändern. Im Zweifel gilt immer die Originalquelle.

Fragen zu Deinem Etsy Shop?

Schreib mir kurz, wo Dein Shop steht. Ich schaue ihn mir an und sage Dir, wo die größten Hebel liegen.