Kapitel 15 von 2010 Abschnitte3,3 Stunden

Das erste Listing: von Printify nach Etsy

Produkt anlegen, übertragen, in Etsy nachbearbeiten. Mit der Musterbestellung, die kein optionaler Schritt ist.

Jetzt entsteht das erste verkaufsfähige Listing. Der Weg führt über zwei Systeme, und an der Schnittstelle dazwischen passieren die meisten Fehler.

Die Reihenfolge, die Du einhalten musst

Warum die Reihenfolge zählt

Wenn Du ein Produkt in Printify änderst und erneut veröffentlichst, überschreibt das unter Umständen Deine Nacharbeit in Etsy. Titel, Tags und Beschreibung können dabei auf die Rohfassung zurückfallen.

Deshalb gilt immer: erst in Printify fertigstellen, dann übertragen, dann in Etsy verfeinern und dort belassen. Wer in Printify nachträglich Varianten ändert, macht die Etsy-Arbeit noch einmal.

Teil eins: Das Produkt in Printify

Produkt aus dem Katalog wählen

Nimm den Artikel aus Kapitel elf, für den Du die Marge gerechnet hast.

Druckanbieter prüfen und gegebenenfalls wechseln

Der wichtigste Schritt, und der, der am häufigsten übersprungen wird. Die Vorauswahl passt selten zu Deinem Zielmarkt.

Motiv hochladen und positionieren

Achte auf die Druckfläche und den Abstand zum Rand. Bei Textilien ist die übliche Position mittig, etwa acht Zentimeter unter dem Halsausschnitt.

Varianten auswählen

Farben und Größen. Weniger ist mehr: Drei Farben und der volle Größenlauf sind übersichtlicher als zwölf Farben, von denen zehn nie bestellt werden.

Preise setzen

Printify schlägt einen Preis vor. Dieser Vorschlag deckt Deine Etsy-Gebühren nicht vollständig ab. Nimm Deinen eigenen Wert aus Kapitel elf.

Zu den Varianten

Jede Variante ist eine eigene Kombination aus Farbe und Größe. Bei drei Farben und sechs Größen sind das achtzehn Varianten, und jede hat einen eigenen Produktionspreis. Größere Größen kosten bei vielen Anbietern mehr.

Wenn Du für alle Varianten denselben Verkaufspreis nimmst, verdienst Du an großen Größen weniger. Das ist in Ordnung, solange Du es weißt. Alternativ staffelst Du die Preise, was ehrlicher kalkuliert und in der Ergebnisliste einen niedrigeren Startpreis zeigt.

Teil zwei: Die Übertragung nach Etsy

Printify legt aus Deinem Produkt ein Etsy-Listing an. Was dabei ankommt, ist eine Rohfassung, und was fehlt, entscheidet über die Sichtbarkeit.

Feld Kommt aus Printify Nacharbeit nötig?
Titel Produktname, generisch ja, vollständig
Beschreibung technische Produktdaten ja, vollständig
Tags meist leer oder generisch ja, alle dreizehn
Bilder Mockups des Anbieters ergänzen um eigene
Varianten und Preise vollständig nein
Fertigungspartner nicht zugeordnet ja, zwingend
Attribute teilweise prüfen und ergänzen
Versandprofil Standard auf Dein Profil umstellen
Der Fertigungspartner

Der Import setzt die Zuordnung zum Produktionspartner nicht automatisch. Du musst sie im Listing selbst setzen, in den Angaben zur Herstellung.

Das ist die Angabe aus Kapitel eins und fünf, und ihr Fehlen ist der häufigste Grund für entfernte POD-Listings. Prüf sie bei jedem einzelnen Listing, bevor Du veröffentlichst.

Bei „Wer hat es gemacht” wählst Du ein anderes Unternehmen oder eine andere Person und ordnest dann Deinen angelegten Partner zu. Bei „Was ist es” wählst Du ein fertiges Produkt, und beim Herstellungszeitraum auf Bestellung gefertigt.

Teil drei: Die Musterbestellung

Das ist der Schritt, den fast alle Anleitungen als optional bezeichnen. Er ist es nicht.

Bestell Dein eigenes Produkt

Über Deinen Anbieter, nicht über Etsy. Du zahlst nur die Produktionskosten, bei den meisten Anbietern mit Rabatt.

Prüf die Druckqualität

Sitzt das Motiv gerade? Stimmen die Farben? Wie fühlt sich der Druck an? Bei Textilien: Wie sieht es nach der ersten Wäsche aus?

Prüf die Größe

Fällt das Kleidungsstück wie erwartet aus? Diese Angabe brauchst Du für die Größentabelle im nächsten Kapitel, und zwar aus eigener Anschauung.

Fotografier es

Das ist Dein erstes Bild, und es unterscheidet Dich von allen, die nur Mockups zeigen.

Warum das kein Luxus ist

Du haftest gegenüber Deinem Käufer für die Qualität. Wenn ein Anbieter schlecht druckt, bekommst Du die schlechte Bewertung, nicht er.

Dazu kommt der praktische Punkt: Du wirst Fragen zur Passform beantworten müssen. Wer sein eigenes Produkt nie gesehen hat, antwortet aus dem Katalog und liegt manchmal daneben.

Eine Musterbestellung kostet einmal etwa fünfzehn Euro. Eine falsche Größenangabe kostet Rücksendungen über Monate.

Was Du vor dem Veröffentlichen prüfst

Die vollständige Liste steht auf dem Arbeitsblatt zu diesem Kapitel. Die vier Punkte, ohne die Du nicht veröffentlichst:

  • Fertigungspartner zugeordnet, sonst riskierst Du das Listing
  • Versandprofil gesetzt, mit der Bearbeitungszeit Deines Anbieters plus Puffer
  • Preis geprüft, nicht der Vorschlag von Printify
  • Erstes Bild in Vorschaugröße angesehen, auf dem Handy, nicht am Monitor

Im nächsten Kapitel geht es um das, was inhaltlich ins Listing gehört, allen voran die Größentabellen.

Die Abschnitte dieses Kapitels

Hier liest Du nur, worum es geht. Gearbeitet wird in den Abschnitten: Dort steht der Klickweg, dort liegen die Arbeitsblätter, und dort hakst Du am Ende ab. Der nächste Abschnitt öffnet sich, sobald der vorige abgeschlossen ist.

Anfangen mit 15.1

  1. 15.1Die Reihenfolge, die Du einhalten musst15 Minuten
  2. 15.2Produkt anlegen und Druckanbieter wählen25 Minuten
  3. 15.3Motiv hochladen und positionieren25 Minuten
  4. 15.4Varianten auswählen: Farben und Größen20 Minuten
  5. 15.5Preise setzen, nicht den Vorschlag übernehmen20 Minuten
  6. 15.6Nach Etsy übertragen und was dabei ankommt20 Minuten
  7. 15.7Den Fertigungspartner im Listing zuordnen20 Minuten
  8. 15.8Die Herstellungsangaben richtig setzen15 Minuten
  9. 15.9Die Musterbestellung und was Du daran prüfst25 Minuten
  10. 15.10Die letzte Prüfung vor dem Veröffentlichen15 Minuten