11.10Produktauswahl: was sich bei POD rechnet15 Minuten

Deine Auswahl festlegen und begründen

Danach hast Du: Deine Produktauswahl steht schriftlich fest, mit Marge, Rolle und Begründung je Artikel.

Kapitel 11 endet wie Kapitel 2 und 9: mit einer schriftlichen Festlegung, die drei Monate hält.

Das Entscheidungsblatt

Sechs Zeilen je Artikel
  1. Artikel: Produktart, Marke des Blanks, Druckerei.
  2. Rolle: Einstieg, Standard oder Ertragsbringer, siehe 11.9.
  3. Anlässe: welche Deiner Anlässe aus 9.10 dieser Artikel bedient.
  4. Verkaufspreis: aus Deiner Analyse aus 10.7.
  5. Marge je Stück: korrigiert, aus 11.7, Stufe 2.
  6. Warum dieser Artikel: ein Satz.

Die Prüfung gegen die drei Kriterien

Kriterium Die Frage Untergrenze
Marge in Euro Bleibt genug je Stück? mindestens 4 €, siehe 11.3
Passung zum Anlass Ist das der Gegenstand, der zu diesem Anlass verschenkt wird? Größenfrage geklärt, siehe 11.6
Retourenrisiko Sind die sechs Maßnahmen aus 11.5 geplant? bei Textilien Pflicht

Ein ausgefülltes Beispiel

Artikel 1 Artikel 2 Artikel 3
Produktart T-Shirt, Unisex Tasse, 330 ml Poster A3
Rolle Standard Einstieg Ertragsbringer
Anlässe Examen, Selbstkauf Abschied, Kollegengeschenk Jubiläum, Ruhestand
Verkaufspreis 29,90 € 19,90 € 24,90 €
Marge korrigiert 6,21 € 2,80 € 7,60 €
Prüfung Kriterium 1 bestanden unter 4 € bestanden
Was mit Artikel 2 passiert

Die Tasse fällt nach Kriterium 1 durch, weil nach den Korrekturen aus 11.7 weniger als vier Euro bleiben.

Zwei mögliche Antworten: Preis erhöhen, wenn die Analyse aus 10.7 das hergibt, oder ersetzen, etwa durch einen Beutel mit besserer Marge.

Was Du nicht tust: sie behalten und hoffen. Das Blatt ist dazu da, genau diese Entscheidung zu erzwingen.

Die vierte Artikelart

Schreib sie auf, aber leg sie beiseite

Notier, welche als vierte in Frage käme und unter welcher Bedingung sie dazukommt, siehe 11.8. Das erspart Dir in drei Monaten die Grundsatzdiskussion.

Formulierung: „Leinwand, sobald das Poster über drei Monate regelmäßig verkauft.“ Damit ist die Entscheidung getroffen, ohne sie jetzt umzusetzen.

Die Überprüfung in drei Monaten

Was Du prüfst Woran Du es siehst Was Du dann tust
Verkauft sich jeder Artikel? Etsy-Statistik je Listing Artikel ohne Verkäufe: Anlasspassung prüfen, siehe 11.6
Stimmt die Marge noch? Anbieterpreise, siehe 7.10 Preis anpassen oder Druckerei prüfen
Wie hoch ist die Retourenquote? Zahl der Rücksendungen je Artikelart über 10 Prozent: Maßnahmen aus 11.5 nachschärfen
Welcher Artikel trägt am meisten? Verkäufe mal Marge je Artikelart dort mehr Motive anlegen
Die letzte Zeile ist die wichtigste

Nach drei Monaten weißt Du, welche Artikelart in Deiner Nische trägt. Dann baust Du dort aus, statt weiter gleichmäßig auf drei zu verteilen.

Das ist die erste echte Entscheidung, die Du auf eigenen Daten triffst statt auf Annahmen.

Was Du aus Kapitel 11 mitnimmst

Drei Kriterien: Marge in Euro, Passung zum Anlass, Retourenrisiko. In dieser Reihenfolge.

Marge in Euro, nicht in Prozent, weil Deine Arbeit je Listing gleich bleibt. Unter vier Euro trägt kein Artikel die Arbeit. Sticker und Kleinartikel fallen deshalb raus, Poster und Leinwände sind die unterschätzte Gruppe.

Der Anlass bestimmt den Artikel, und die entscheidende Frage lautet: Kennt der Käufer die Größe? Höchstens drei Artikelarten zum Start, und was wächst, ist die Zahl der Motive.

Ab Kapitel 12 wird gestaltet. Es geht um Motive, die im Daumennagel funktionieren, um die technischen Vorgaben des Drucks und um die rechtliche Grenze, an der es teuer wird.

Zum AusdruckenRechenblatt ProduktauswahlZwei Seiten: die Margentabelle für sieben Produktarten zum Ausfüllen, die Zuordnung von Anlass zu Artikel und die Bewertung nach den drei Kriterien.PDF herunterladen

Aufgabe

Das Entscheidungsblatt ausfüllen

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