11.7Produktauswahl: was sich bei POD rechnet25 Minuten

Die Rechnung für Deinen konkreten Artikel

Danach hast Du: Du hast Deinen Hauptartikel vollständig durchgerechnet, einschließlich Retouren und Arbeitszeit.

Bisher standen Beispielwerte in den Tabellen. Jetzt kommen Deine.

Stufe 1: Die Grundrechnung

Posten Woher Beispiel
Verkaufspreis, brutto Deine Analyse aus 10.7 29,90 €
Produktion Anbieterkatalog, Deine Variante − 11,00 €
Versand Anbieterkatalog, Dein Zielland − 4,50 €
Transaktionsgebühr, 6,5 % fest − 1,94 €
Zahlungsbearbeitung, 4 % + 0,30 € fest, Zahlkonto Deutschland − 1,50 €
Einstellgebühr 0,20 USD je Verkauf − 0,18 €
Marge je Stück — 10,78 €

Stufe 2: Die Korrekturen

Hier wird aus einer schönen Zahl eine belastbare.

Korrektur Wirkung Beispiel
Retourenquote 8 % je Rücksendung rund 20 € Verlust, siehe 11.5 − 1,60 €
Umsatzsteuer bei Regelbesteuerung 4,77 € Umsatzsteuer minus 2,47 € Vorsteuer, entfällt bei Kleinunternehmern − 2,30 €
Offsite Ads bei 15 % der Verkäufe 15 % Gebühr auf zugeschriebene Verkäufe − 0,67 €
Währungsumrechnung, nur bei Fremdwährung 2,5 % des Verkaufspreises 0,00 €
Marge je Stück, korrigiert — 6,21 €
Von 10,78 auf 6,21 Euro

Das ist ein Rückgang um mehr als vierzig Prozent, und keiner der drei Posten ist erfunden. Sie stehen nur in den meisten Rechnungen nicht drin.

Rechne mit der korrigierten Zahl. Die unkorrigierte ist die, mit der Kurse werben.

Stufe 3: Die Jahresrechnung

Vier Zeilen
  1. Korrigierte Marge je Stück, aus Stufe 2.
  2. Erwartete Verkäufe im Jahr, aus 9.8.
  3. Multiplizieren. Das ist Dein Jahresergebnis aus diesem Listing.
  4. Die laufenden Kosten abziehen: Anbietertarif, Recherchewerkzeug, Software.
Szenario Verkäufe im Jahr Ergebnis
Eine enge Nische, ein Listing 15 93 €
Fünf Listings in derselben Nische 75 466 €
Zwanzig Listings, drei Nischen 300 1.863 €
Fünfzig Listings, fünf Nischen 750 4.658 €
Was diese Tabelle ehrlich macht

Sie zeigt, warum ein POD-Shop Zeit braucht. Fünfzig Listings sind bei zwei Stunden je Listing hundert Arbeitsstunden, und sie entstehen nicht in einem Monat.

Sie zeigt aber auch, dass es sich addiert: Jedes Listing arbeitet weiter, ohne dass Du etwas tust. Das ist der Unterschied zu einem Modell, bei dem jeder Verkauf neue Arbeit bedeutet.

Was Deine Stunde wert ist

Die unbequeme, nützliche Rechnung

Jahresergebnis geteilt durch investierte Stunden.

Im Jahr eins ist diese Zahl niedrig, weil die Arbeit vorn liegt und die Verkäufe hinten. Im Jahr zwei sieht sie anders aus, weil dieselben Listings weiterlaufen.

Jahr Neue Listings Stunden Ergebnis Je Stunde
1 30 70 600 € 8,60 €
2 30 50 2.400 € 48,00 €
3 30 50 4.500 € 90,00 €
Die Zahlen sind Beispiele, das Muster ist es nicht

Ob Du auf diese Werte kommst, hängt an Nische, Motiven und Ausdauer. Dass das erste Jahr schlecht aussieht und das dritte gut, hängt an der Bauart des Modells.

Wer im Jahr eins den Stundenlohn ausrechnet und daraus schließt, es lohne sich nicht, hat richtig gerechnet und falsch geschlossen.

Die Kontrollfrage

Wenn die Rechnung nicht aufgeht

Drei Stellschrauben, in dieser Reihenfolge: höherer Verkaufspreis, siehe 10.7 und Kapitel 18. Teurerer Artikel bei gleichem Aufwand, siehe 11.2. Mehr Listings bei gleicher Recherche, siehe 9.8.

Nicht: günstigerer Anbieter. Der Spielraum dort ist klein, siehe 6.6, und er geht meist auf Kosten der Qualität.

Zum AusdruckenRechenblatt ProduktauswahlZwei Seiten: die Margentabelle für sieben Produktarten zum Ausfüllen, die Zuordnung von Anlass zu Artikel und die Bewertung nach den drei Kriterien.PDF herunterladen

Aufgabe

Deinen Artikel durchrechnen

Mehr zum Thema im Wissensportal