Vertiefung

Etsy Suchbegriffe recherchieren ohne Tool

Keyword-Recherche für Etsy mit Bordmitteln: Suchvorschläge, Kategorienavigation, Ergebnislisten und die eigene Shop-Statistik, die einzige Quelle mit echten Zahlen aus dem eigenen Shop.

Von Oliver Wrase22 Min. LesezeitStand

Die verbreitetste Vorstellung von Keyword-Recherche ist ein Werkzeug, das eine Zahl neben jeden Begriff schreibt. Diese Zahl gibt es für Etsy nicht.

Etsy veröffentlicht keine Suchvolumina. Was Programme ausweisen, sind Hochrechnungen aus eigenen Datenquellen, nützlich, aber keine offiziellen Etsy-Zahlen. Wer das weiß, geht anders an die Recherche heran: nicht auf der Suche nach der einen richtigen Zahl, sondern auf der Suche nach den Formulierungen, die Menschen tatsächlich eintippen.

Und die stehen kostenlos zur Verfügung. Etsy zeigt sie in den Suchvorschlägen, in der Kategorienavigation, in den Ergebnislisten und, am wertvollsten, in Deiner eigenen Shop-Statistik. Dieser Beitrag geht diese Quellen der Reihe nach durch und zeigt, wie aus Notizen eine benutzbare Keyword-Liste wird.

Warum es kein offizielles Suchvolumen gibt

Die Frage taucht in jedem Gespräch über Etsy-SEO auf, deshalb gleich am Anfang die klare Antwort.

Volumen ist eine Schätzung

Weder die Shop-Statistik noch die Hilfe nennt, wie oft ein Begriff insgesamt gesucht wird. Zahlen aus Werkzeugen sind Hochrechnungen und taugen zum Vergleich, nicht zur Planung.

Etsy nennt keine Suchvolumina. Nicht in der Shop-Statistik, nicht in der Hilfe, nicht in der Verkäuferdokumentation. Was Etsy Dir zeigt, sind Zahlen zu Deinem eigenen Shop: wie oft Deine Artikel bei welchen Anfragen angezeigt wurden. Wie oft ein Begriff insgesamt gesucht wird, steht dort nicht.

Woher die Zahlen in Werkzeugen kommen: aus eigenen Erhebungen der Anbieter, Beobachtung von Ergebnislisten, Auswertung von Nutzerdaten, statistische Modelle. Das sind seriöse Verfahren, aber es sind Hochrechnungen.

Warum das praktisch relevant ist: Eine Hochrechnung taugt zum Vergleich, nicht zur Planung. Ob ein Begriff zweitausend oder viertausend Suchen im Monat hat, ändert an Deiner Entscheidung nichts. Ob er deutlich stärker gesucht wird als die Alternative, ändert alles.

Was daraus folgt: Behandle Suchvolumina als Rangfolge. Und stütze Deine wichtigsten Entscheidungen auf Quellen, die keine Schätzung sind, allen voran die eigene Statistik.

Quelle eins: die Suchvorschläge im Suchfeld

Die naheliegendste Quelle und die, die am seltensten systematisch genutzt wird.

Tippe einen Begriff in das Suchfeld auf Etsy und sieh Dir an, was darunter erscheint. Diese Vorschläge stammen aus echten Suchanfragen. Sie sind keine Empfehlung von Etsy, sondern eine Zusammenfassung dessen, was Menschen tatsächlich eingegeben haben.

Die systematische Variante. Tippe Deinen Grundbegriff, dann ein Leerzeichen, dann nacheinander jeden Buchstaben von a bis z. Jede Kombination liefert einen eigenen Satz Vorschläge. Aus „Holzschild a“ kommt etwas anderes als aus „Holzschild b“.

Der zweite Durchgang geht rückwärts: Setze Wörter vor Deinen Begriff. „personalisiert Holzschild“, „Geschenk Holzschild“. Auch das fördert Phrasen zutage, die im ersten Durchgang fehlten.

Was Du dabei notierst: die vollständige Phrase, nicht das einzelne Wort. Und die Position, was oben steht, ist häufiger.

Wie lange das dauert: Für ein Produkt zwanzig bis dreißig Minuten. Das Ergebnis sind fünfzig bis hundert echte Suchphrasen. Kein Werkzeug liefert Dir eine bessere Grundlage für diesen Zeiteinsatz.

Im richtigen Storefront recherchieren

Die Vorschläge auf etsy.com und auf etsy.com/de sind nicht dieselben. Recherchiere in der Sprache und im Länder-Storefront, in dem Deine Käufer suchen. Wer deutsche Tags aus englischen Vorschlägen ableitet, arbeitet mit der falschen Grundlage.

Quelle zwei: die Kategorienavigation

Eine unterschätzte Quelle, weil sie nicht wie Keyword-Recherche aussieht.

Wenn Du auf Etsy eine Kategorie öffnest, bietet die Plattform darunter eine Reihe verwandter Themen und Unterkategorien an. Diese Begriffe sind keine Erfindung der Redaktion. Sie bilden ab, wie Etsy die Nachfrage in diesem Bereich strukturiert sieht.

Was Du dort findest: Bezeichnungen für Produkttypen, die Du vielleicht anders nennst. Stilbegriffe, die in Deiner Kategorie üblich sind. Anlässe, die Etsy als eigene Einstiegspunkte führt.

Warum das wertvoll ist: Diese Begriffe sind zugleich Filterwerte. Wer über die Kategorienavigation einsteigt, landet in einer gefilterten Ergebnisliste. Und in die kommst Du nur, wenn Deine Attribute und Kategorien korrekt gesetzt sind.

Der praktische Ablauf: Öffne die Kategorie, in der Deine Artikel stehen. Klick Dich zwei Ebenen tiefer. Notiere alle Bezeichnungen, die auf dem Weg auftauchen. Vergleiche sie mit Deinen eigenen Formulierungen. Wo Du abweichst, prüfe, ob Deine Bezeichnung wirklich die gesuchte ist.

Ein typischer Fund: Ein Shop nennt seine Produkte „Wandbild“, die Kategorie führt sie als „Poster und Kunstdrucke“. Beide Begriffe werden gesucht, aber nur einer stand bisher im Listing.

Quelle drei: die Ergebnisliste lesen

Die Ergebnisliste beantwortet Fragen, die keine andere Quelle beantwortet.

  • Welche Wörter in dieser Kategorie üblich sind
  • Auf welchem Preisniveau sich der Begriff bewegt
  • Ob dort nur große oder auch kleine Shops stehen
  • Welcher Aspekt Deines Produkts in den Treffern fehlt
  • Ob die Anfrage überhaupt Dein Produkt meint

Sie zeigt Dir die Sprache Deiner Kategorie. Öffne die ersten fünfzehn Treffer zu Deinem Hauptbegriff und lies die Titel. Nach zehn Listings weißt Du, welche Wörter in diesem Bereich üblich sind und welche nicht.

Sie zeigt Dir das Preisniveau. Das ist keine Keyword-Information, aber sie beeinflusst Deine Entscheidung, ob Du um diesen Begriff überhaupt kämpfen willst.

Sie zeigt Dir den Wettbewerb. Stehen dort Shops mit fünfstelligen Verkaufszahlen oder ein bunter Mix aus großen und kleinen? Der zweite Fall ist ein gutes Zeichen. Er bedeutet, dass die Platzierung nicht ausschließlich über Verkaufshistorie entschieden wird.

Sie zeigt Dir die Lücken. Das ist der eigentliche Wert. Notiere beim Durchsehen, welcher Aspekt Deines Produkts in den Top-Ergebnissen fehlt. Wenn fünfzehn Listings „Hochzeit“ schreiben und keines „Standesamt“, hast Du eine Nische gefunden.

Was Du nicht tust: Titel und Tags abschreiben. Ein etabliertes Listing rankt teilweise aufgrund seiner Historie. Dieselben Wörter in einem neuen Listing führen zu direkter Konkurrenz mit einem stärkeren Gegner.

Quelle vier: die eigene Shop-Statistik

Das ist die einzige Quelle mit echten Zahlen aus Deinem eigenen Shop, und sie ist damit die wichtigste.

Du findest sie in der Shop-Statistik unter der Auswertung zur Sichtbarkeit in der Etsy-Suche. Etsy zeigt dort die Suchanfragen, bei denen Deine Artikel in den Ergebnissen erschienen sind.

Welche Zahlen dort stehen:

Die Anfrage selbst, der Wortlaut, den jemand eingetippt hat.

Wie oft Deine Artikel dazu angezeigt wurden.

Wie oft daraufhin geklickt wurde.

Was aus den Klicks geworden ist.

Wie Du das liest: Nicht als Rangliste der Begriffe mit den meisten Anzeigen. Sondern als Verhältnis. Ein Begriff mit tausend Anzeigen und drei Klicks ist ein schlechteres Signal als einer mit achtzig Anzeigen und zwölf Klicks.

Was Du daraus ableitest:

Begriffe mit guter Klickrate baust Du aus: in weitere Listings, in Titel, in Tags.

Begriffe mit vielen Anzeigen und schwacher Klickrate zeigen entweder ein unpassendes Keyword oder ein schwaches Foto. Beides musst Du auseinanderhalten.

Begriffe, die Du nie hinterlegt hast und die trotzdem auftauchen, sind Geschenke. Sie zeigen, wie Menschen Dein Produkt einordnen.

Vier Quellen für Etsy-Keywords: Suchvorschläge, eigene Shop-Statistik, Ergebnisliste und Kundennachrichten

Drei dieser vier Quellen kennt außer Dir niemand.

Was die Zahlen in der Statistik bedeuten

Die Begriffe in der Etsy-Statistik werden häufig falsch gelesen. Vier Klarstellungen.

Anzeigen

Dein Artikel ist in einer Ergebnisliste erschienen.

  • Sagt nichts darüber, ob jemand ihn gesehen hat
  • Zeigt, für welche Anfragen Du überhaupt antrittst

Besuche

Jemand hat auf Dein Listing geklickt.

  • Misst die Wirkung von Foto, Titel und Preis
  • Die Zahl, die Du gegen die Anzeigen hältst

Anzeigen sind keine Besucher. Eine Anzeige heißt, dass Dein Artikel in einer Ergebnisliste erschienen ist. Ob jemand ihn gesehen hat, ist damit nicht gesagt, Position zwanzig auf Seite eins wird oft nicht mehr erreicht.

Besuche sind Klicks auf Dein Listing. Sie sind die Zahl, die zählt, wenn Du die Wirkung von Foto und Titel beurteilen willst.

Die Reihenfolge in der Liste ist nicht die Reihenfolge der Wichtigkeit. Sortiere selbst nach dem Verhältnis von Klicks zu Anzeigen, dann werden die interessanten Begriffe sichtbar.

Der Zeitraum ist entscheidend. Dreißig Tage sind bei kleinen Shops zu wenig für belastbare Aussagen. Nimm neunzig Tage, wenn Deine Zahlen niedrig sind, und vergleiche gleiche Zeiträume, nicht laufende gegen abgeschlossene.

Und eine Warnung: In einem Shop mit fünf Verkäufen im Monat ist fast alles Rauschen. Die Suchbegriffe sind trotzdem lehrreich, die abgeleiteten Klickraten nicht. Was Du dort brauchst, sind die Wörter, nicht die Prozente.

Vom Begriff zur Absicht: drei Sorten Suchanfragen

Nicht jede Suchanfrage bedeutet dasselbe, und das entscheidet darüber, wofür ein Begriff taugt.

Umschauen

Breite Anfragen wie „Geschenkideen“ oder „Wanddeko“.

  • Viel Volumen, wenig Kaufabsicht
  • Sehr starker Wettbewerb
  • Für neue Listings kaum zu gewinnen

Kaufen wollen

Genaue Anfragen wie „Holzschild Hochzeit mit Datum“.

  • Weniger Volumen, klare Absicht
  • Deutlich weniger Konkurrenz
  • Realistisches Ziel für Dein Listing

Die dritte Sorte wird oft übersehen: Anfragen, die eine Eigenschaft nennen, ohne das Produkt zu benennen. „Geschenk für Oma 80“ sagt nicht, was gekauft werden soll, nur für wen. Solche Anfragen sind auf Etsy häufig und wertvoll, weil der Suchende offen für Vorschläge ist.

Wie Du sortierst: Geh Deine gesammelten Phrasen durch und markiere jede mit einer der drei Sorten. Die breiten Anfragen wandern in den hinteren Teil des Titels oder fallen weg. Die genauen kommen nach vorn. Die anlassbezogenen gehören in die Tags.

Was Du daraus lernst: Eine Keyword-Liste ohne diese Sortierung ist nur eine Wortsammlung. Erst die Einordnung nach Absicht macht daraus eine Entscheidungsgrundlage. Ausführlicher steht das unter Long-Tail-Keywords.

Der Wettbewerbstest ohne Werkzeug

Bevor Du auf einen Begriff setzt, lohnt eine Einschätzung, ob er erreichbar ist.

  1. Ergebniszahl lesen Die Zahl über der Liste erlaubt grobe Vergleiche.
  2. Erste zehn prüfen Stehen dort auch kleinere Shops mit neueren Listings?
  3. Anzeigen zählen Viele bezahlte Plätze lassen organisch weniger Raum.
  4. Passung prüfen Sehen die oberen Treffer aus wie Dein Produkt?

Schritt eins: Ergebniszahl ansehen. Etsy zeigt über der Ergebnisliste, wie viele Artikel zur Anfrage passen. Diese Zahl ist grob, aber sie erlaubt Vergleiche. Ein Begriff mit dreitausend Ergebnissen ist ein anderes Ziel als einer mit zweihunderttausend.

Schritt zwei: die ersten zehn Treffer prüfen. Wie viele Verkäufe haben diese Shops? Wie alt wirken die Listings? Wenn dort auch kleinere Shops stehen, ist der Begriff offen.

Schritt drei: auf Anzeigen achten. Sind die oberen Plätze überwiegend bezahlte Platzierungen, sagt das etwas über die kommerzielle Attraktivität des Begriffs, und darüber, dass organisch weniger Raum bleibt.

Schritt vier: die Passung prüfen. Der wichtigste Schritt. Sehen die Top-Ergebnisse aus wie Dein Produkt? Wenn Du „Holzschild“ eintippst und lauter Metallschilder siehst, hat Etsy die Anfrage anders verstanden als Du.

Was Du daraus machst: Eine Liste mit drei Spalten, Begriff, geschätzte Erreichbarkeit, Passung. Begriffe mit guter Passung und mittlerer Erreichbarkeit sind Deine Kandidaten. Begriffe mit hoher Erreichbarkeit und schlechter Passung sind Zeitverschwendung.

Wie Du aus Notizen eine Keyword-Liste machst

Rohmaterial allein hilft nicht. Ein Ordnungsschritt gehört dazu.

  1. Alles in eine Tabelle Eine Zeile je Phrase, aus allen vier Quellen zusammengeführt.
  2. Doppelungen zusammenfassen Phrasen, die dasselbe meinen, auf die gesuchte Form reduzieren.
  3. Zeichen zählen Eine Spalte mit der Länge. Alles über 20 Zeichen kommt für Tags nicht in Frage.
  4. Nach Absicht sortieren Umschauen, Kaufen, Anlass, jede Phrase bekommt eine Zuordnung.
  5. Passung bewerten Würde jemand, der das eintippt, mein Produkt kaufen wollen? Nur Ja bleibt in der Liste.
  6. Auf die Felder verteilen Zwei bis drei in den Titel, dreizehn in die Tags, der Rest bleibt für andere Listings.

Warum die Tabelle wichtig ist: Weil Du sie wiederverwendest. Für das nächste Produkt derselben Kategorie ist die Hälfte der Arbeit schon getan. Und nach sechs Monaten kannst Du nachsehen, welche Begriffe Du damals verworfen hast und warum.

Was ich zusätzlich notiere: das Datum der Recherche und die Quelle jeder Phrase. Begriffe aus der eigenen Statistik behandle ich anders als Begriffe aus Suchvorschlägen, die einen sind belegt, die anderen sind Hypothesen.

Der Unterschied zwischen Recherche und Rateraten

Ein Abschnitt, der unbequem ist und gebraucht wird.

Sehr viele Keyword-Listen entstehen so: Man setzt sich hin und überlegt, wonach man selbst suchen würde. Das ist keine Recherche. Das ist eine Vermutung mit dem Aussehen einer Recherche.

Warum es schiefgeht: Du kennst Dein Produkt. Deine Käufer kennen es nicht. Du denkst in Material und Fertigung, sie denken in Anlass und Empfänger. Du kennst den Fachbegriff, sie kennen das Alltagswort.

Ein Beispiel, das ich mehrfach gesehen habe: Ein Shop verkauft Makramee und hinterlegt durchgängig „Makramee“. Die Käufer suchen „Wanddeko Boho“ und „Blumenampel“. Der Fachbegriff war da, die Alltagsbegriffe fehlten.

Der Test: Frag drei Menschen, die Dein Produkt nicht kennen, wie sie danach suchen würden. Die Antworten weichen fast immer von Deiner Liste ab, und diese Abweichung ist genau das, was Dir fehlt.

Und der zweite Test: Steht in Deiner Keyword-Liste eine einzige Phrase, die Du nicht selbst erfunden hast? Wenn nein, ist die Recherche noch nicht passiert.

Regionale und umgangssprachliche Begriffe

Ein Bereich, in dem deutsche Shops etwas gewinnen können, das internationale Wettbewerber nicht haben.

  • Regionale Bezeichnungen für dasselbe Produkt
  • Umgangssprache statt Fachbegriff
  • Anlässe wie Kommunion, Konfirmation, Jugendweihe
  • Formulierungen aus Deinen Kundennachrichten
  • Vorschläge aus der deutschen Storefront

Regionale Bezeichnungen unterscheiden sich stärker, als man denkt. Ein Produkt heißt im Norden anders als im Süden. Etsy führt Wortformen zusammen, aber keine unterschiedlichen Wörter.

Umgangssprache statt Fachsprache. In Tags darfst Du formulieren, wie Menschen reden. „Kleiner Gruß“ statt „Aufmerksamkeit“, „was zum Aufhängen“ ist zwar zu vage, aber „Deko zum Aufhängen“ nicht.

Anlässe mit regionalem Bezug. Kommunion und Konfirmation, Jugendweihe, Schultüte zum Schulanfang. Das sind Begriffe mit echter Nachfrage im deutschsprachigen Raum und praktisch ohne internationale Konkurrenz.

Wo Du sie findest: In den Suchvorschlägen, wenn Du in der deutschen Storefront recherchierst. Und in Deinen Kundennachrichten, weil Menschen dort in ihrer eigenen Sprache schreiben.

Warum das ein echter Vorteil ist: Der deutschsprachige Teil von Etsy ist kleiner als der englischsprachige, aber die Konkurrenz um deutsche Begriffe ist deutlich geringer. Wer sauber auf deutsche Suchphrasen optimiert, kann Positionen erreichen, die im englischen Wettbewerb unerreichbar wären.

Die Recherche für neue Produkte

Bei einem Produkt, das es im Shop noch nicht gibt, fehlt die wichtigste Quelle, die eigene Statistik. Dafür gibt es einen Ersatz.

Nimm ein verwandtes eigenes Produkt. Wenn Du bereits Holzschilder verkaufst und jetzt Holzuntersetzer aufnimmst, liefert die Statistik des Schildes Hinweise darauf, welche Anlässe und Empfänger in Deinem Käuferkreis eine Rolle spielen.

Nimm die Nachfrage der Kategorie. Die Kategorienavigation und die Suchvorschläge funktionieren unabhängig davon, ob Du das Produkt schon führst.

Nimm die Ergebnisliste als Realitätsprüfung. Wenn zu Deinem geplanten Produkt kaum Angebote existieren, ist das kein Beweis für eine freie Nische. Häufig heißt es, dass keine Nachfrage besteht. Die Suchvorschläge sagen Dir, welcher der beiden Fälle vorliegt: Wird der Begriff vorgeschlagen, gibt es Anfragen.

Und der Test, der wenig kostet: Stell das Produkt mit einer soliden ersten Keyword-Runde ein und sieh nach vier Wochen in die Statistik. Die ersten echten Suchbegriffe sind mehr wert als jede weitere Vorabüberlegung.

Wie oft Du die Recherche wiederholst

Keyword-Recherche ist keine einmalige Aufgabe, aber auch keine wöchentliche.

  • 4–6 Wo.Abstand für den kurzen Blick in die Statistik
  • 2× im Jahrvollständige Runde für die wichtigsten Listings
  • 2–4 Wo.bis sich eine Änderung in den Zahlen zeigt

Alle vier bis sechs Wochen: ein Blick in die Suchbegriffe der Shop-Statistik. Dauert zehn Minuten. Ziel ist, neue Begriffe zu entdecken und schwache zu erkennen.

Zweimal im Jahr: eine vollständige Runde für die wichtigsten Listings. Sprachgebrauch verändert sich, Kategorien werden umgebaut, neue Konkurrenten treten auf.

Vor der Saison: eine eigene Runde für saisonale Begriffe, deutlich vor dem eigentlichen Anlass. Wie weit im Voraus, steht unter saisonale Keywords.

Bei jedem neuen Produkt: eine vollständige Recherche, weil die Übertragung aus einem anderen Produkt nur teilweise trägt.

Was Du nicht tust: wöchentlich Begriffe tauschen. Etsy braucht zwei bis vier Wochen, bis sich eine Änderung in den Zahlen zeigt. Wer schneller dreht, misst nur die eigene Unruhe.

Wo Werkzeuge sinnvoll ansetzen

Ich nutze Werkzeuge, und ich halte sie für nützlich, an einer bestimmten Stelle im Ablauf.

Sie beschleunigen das Sammeln. Was Du in dreißig Minuten mit dem Suchfeld erarbeitest, liefert ein Programm in zwei Minuten. Bei zwanzig Produkten ist das ein echter Unterschied.

Sie liefern Vergleichswerte. Geschätzte Suchvolumina und Wettbewerbszahlen sind Hochrechnungen, keine offiziellen Etsy-Zahlen. Als Rangfolge zwischen zwei Kandidaten sind sie trotzdem brauchbar.

Sie zeigen Entwicklungen über die Zeit. Ob ein Begriff im Jahresverlauf steigt oder fällt, lässt sich mit Bordmitteln kaum erkennen.

Was sie nicht ersetzen: die eigene Statistik. Kein Programm der Welt weiß, über welche Begriffe Dein Shop gefunden wird. Diese Daten hat nur Etsy, und Etsy zeigt sie Dir kostenlos.

Wie ich es sortiere: Erst Bordmittel, dann Werkzeug zur Ergänzung, dann Entscheidung. Wer umgekehrt anfängt, baut die Liste auf Schätzungen. Eine Übersicht über die gängigen Programme steht unter Etsy-Tools und Statistiken, einzelne Anbieter unter eRank und EverBee.

Ein kostenloses Werkzeug, das für Etsy nur eingeschränkt taugt und trotzdem eine Frage beantwortet.

Was es nicht kann: Etsy-Suchvolumina zeigen. Google Trends misst Google-Suchen, nicht Etsy-Suchen. Die beiden Verhaltensweisen unterscheiden sich.

Was es gut kann: den Jahresverlauf eines Themas zeigen. Wann beginnt die Nachfrage nach Adventskalendern zu steigen? Wann ist der Höhepunkt bei Einschulungsgeschenken? Diese Kurven sind auf beiden Plattformen ähnlich, weil sie vom Kalender bestimmt werden, nicht von der Plattform.

Wofür ich es nutze: ausschließlich für die zeitliche Planung. Der Kurvenverlauf sagt mir, wann ich Listings umstellen muss. Über die absolute Nachfrage sagt er nichts.

Ein zweiter sinnvoller Einsatz: der Vergleich zweier Bezeichnungen. Wenn unklar ist, ob ein Produkt eher als „Türkranz“ oder „Türschmuck“ gesucht wird, zeigt der Vergleich zumindest eine Tendenz. Details dazu unter Google Trends für Etsy.

Eine Recherche in sechzig Minuten

Ein vollständiger Ablauf für ein einzelnes Produkt, zum Mitmachen.

Minute 1 bis 20, Suchvorschläge. Grundbegriff eintippen, Alphabet durchgehen, alles notieren. Danach zwei Varianten des Grundbegriffs auf dieselbe Weise.

Minute 21 bis 30: Kategorie und Ergebnisliste. Kategorie öffnen, Bezeichnungen notieren. Erste fünfzehn Treffer lesen, wiederkehrende Wörter markieren, Lücken notieren.

Minute 31 bis 40, eigene Daten. Shop-Statistik öffnen, Suchbegriffe der letzten neunzig Tage durchgehen. Kundennachrichten und Bewertungen überfliegen.

Minute 41 bis 50, sortieren. Tabelle bauen, Doppelungen zusammenfassen, Zeichen zählen, nach Absicht einordnen, Passung bewerten.

Minute 51 bis 60, verteilen. Titel bauen aus den zwei bis drei stärksten Phrasen, dreizehn Tags belegen, Rest in der Tabelle für spätere Listings behalten.

Das Ergebnis ist ein Listing, dessen Keywords auf vier Quellen beruhen statt auf einer Vermutung. Und eine Tabelle, die beim nächsten Produkt derselben Kategorie die Hälfte der Arbeit spart.

Was Du nicht recherchieren musst

Zum Abschluss eine Entlastung, weil viel Zeit in Fragen fließt, die keine sind.

Die exakte Wortform. Etsy führt Singular und Plural zusammen und korrigiert Tippfehler. Beide Formen zu belegen ist verschwendeter Platz.

Die Groß- und Kleinschreibung. Ohne Einfluss.

Die Reihenfolge der Wörter innerhalb einer Phrase. Weniger wichtig, als oft angenommen. Wichtiger ist, dass zusammengehörige Begriffe überhaupt gemeinsam vorkommen.

Synonyme, die niemand verwendet. Ein Begriff, der in keiner Suchvorschlagsliste auftaucht, wird auch nicht gesucht. Er als Absicherung zu hinterlegen kostet einen Platz und bringt nichts.

Und die Frage nach der perfekten Zahl: Es gibt kein Suchvolumen, das eine Entscheidung für Dich trifft. Was zählt, ist die Passung zwischen Anfrage und Produkt. Die kannst Du beurteilen, ohne eine einzige Zahl zu kennen.

Suchbegriffe für Produkte ohne klare Kategorie

Manche Artikel lassen sich nicht eindeutig einordnen, und dann wird die Recherche zur eigentlichen Arbeit.

Der typische Fall: ein Objekt, das gleichzeitig Deko, Geschenk und Gebrauchsgegenstand ist. Ein gravierter Holzuntersetzer kann als Küchenzubehör, als Hochzeitsgeschenk und als Werbeartikel gesucht werden. Drei völlig verschiedene Suchwelten.

Was Du zuerst klärst: In welcher dieser Welten willst Du antreten? Alle drei gleichzeitig zu bedienen führt zu einem Listing, das in keiner davon klar ist. Die Suchvorschläge helfen bei der Entscheidung, dort siehst Du, welche Welt tatsächlich Nachfrage hat.

Der zweite Schritt: Prüfe die Ergebnislisten aller drei Zugänge. In welcher ist der Wettbewerb am schwächsten und die Passung am besten? Dort setzt Du den Schwerpunkt.

Der dritte Schritt: Die anderen beiden Welten bekommen je zwei Tag-Plätze. Nicht mehr. Sie sind Nebenwege, keine gleichwertigen Zugänge.

Und die Alternative, die oft besser ist: zwei getrennte Listings mit unterschiedlichem Schwerpunkt und unterschiedlichen Fotos. Das kostet eine zweite Einstellgebühr und liefert dafür zwei klare Angebote statt eines unklaren.

Was Bewertungen über Suchbegriffe verraten

Eine Quelle, die niemand als Keyword-Quelle behandelt und die eine ist.

Käufer schreiben in Bewertungen, wofür sie ein Produkt gekauft haben. „Als Geschenk für meine Schwiegermutter“, „für unsere Silberhochzeit“, „fürs Kinderzimmer“. Das sind Anlässe und Empfänger in der Sprache der Käufer, genau das Material, das in Tags gehört.

Wie ich vorgehe: Alle Bewertungen der letzten sechs Monate durchlesen und jeden genannten Anlass, jeden genannten Empfänger und jede genannte Verwendung notieren. Bei fünfzig Bewertungen dauert das zwanzig Minuten und liefert regelmäßig drei bis fünf Begriffe, die im Listing fehlten.

Warum die Ausbeute so gut ist: Menschen schreiben in Bewertungen unbefangen. Sie beschreiben ihre Situation, nicht Dein Produkt. Und ihre Situation ist der Grund, aus dem gesucht wurde.

Derselbe Effekt in Kundennachrichten. Wer vor dem Kauf fragt, formuliert seine Frage in eigenen Worten. Diese Formulierungen sind Suchanfragen in Reinform.

Was Du damit machst: Die gefundenen Begriffe gegen die Suchvorschläge prüfen. Wenn Etsy sie vorschlägt, gibt es Nachfrage, und dann gehören sie ins Listing.

Die Recherche für Produkte mit sehr geringer Nachfrage

Nicht jedes Produkt hat ein Suchvolumen, das eine Optimierung trägt. Das gehört ehrlich dazu.

Woran Du es erkennst: Der Produktbegriff taucht in keiner Suchvorschlagsliste auf. Die Ergebnisliste enthält wenige Artikel, und die haben kaum Verkäufe. In der eigenen Statistik erscheint das Listing selten.

Was das bedeutet: Kein Titel und keine dreizehn Tags werden daran etwas ändern. Die Nachfrage ist einfach zu klein.

Was trotzdem funktionieren kann: über den Anlass gehen statt über das Produkt. Ein sehr spezielles Objekt wird nicht gesucht, ein Geschenk zum bestandenen Examen schon. Die Suchbegriffe kommen dann aus einer anderen Ebene.

Oder über externe Reichweite. Produkte ohne Etsy-Nachfrage können über Google, über soziale Netzwerke oder über direkte Verweise funktionieren. Dafür ist die Beschreibung wichtiger als die Tags, mehr dazu unter Etsy-Artikel bei Google.

Und die dritte Möglichkeit: das Sortiment anpassen. Das ist keine SEO-Entscheidung, sondern eine unternehmerische. Sie steht am Anfang und nicht am Ende. Was sich auf Etsy verkaufen lässt, ist unter was auf Etsy verkaufen beschrieben.

Eine Recherche-Tabelle, die Du wiederverwendest

Der Unterschied zwischen einer einmaligen Recherche und einer, die Dir jahrelang nützt, ist eine Tabelle mit den richtigen Spalten.

  • Phrase in der Rohform aus dem Suchvorschlag
  • Zeichenzahl, automatisch berechnet
  • Quelle des Begriffs
  • Absicht dahinter
  • Passung als Ja-Nein-Einschätzung
  • Listings, die die Phrase bereits tragen
  • Datum der Aufnahme und der letzten Prüfung

Spalte eins: die Phrase. Genau so, wie sie in den Suchvorschlägen stand. Nicht bereinigt, nicht umformuliert. Die Rohform ist die wertvolle.

Spalte zwei: die Zeichenzahl. Automatisch berechnet, damit Du sofort siehst, was als Tag in Frage kommt und was nur für den Titel taugt.

Spalte drei: die Quelle. Suchvorschlag, Kategorie, Ergebnisliste, eigene Statistik, Kundennachricht. Diese Angabe ist wichtiger, als sie aussieht: Begriffe aus der eigenen Statistik sind belegt, alle anderen sind Hypothesen, und die beiden Sorten behandelst Du unterschiedlich.

Spalte vier: die Absicht. Umschauen, kaufen wollen, anlassbezogen. Bestimmt, ob die Phrase in den Titel, in die Tags oder auf die Warteliste kommt.

Spalte fünf: die Passung. Eine simple Ja-Nein-Einschätzung zur Frage, ob jemand mit dieser Anfrage Dein Produkt kaufen wollen würde. Nur Ja bleibt.

Spalte sechs: verwendet in. Welche Listings tragen diese Phrase bereits? So erkennst Du auf einen Blick, wo Du Dir selbst Konkurrenz machst.

Spalte sieben: Datum. Wann hast Du die Phrase aufgenommen, wann zuletzt geprüft?

Was Du nach einem Jahr davon hast: eine Übersicht darüber, welche Begriffe funktioniert haben und welche nicht, und eine Startgrundlage für jedes neue Produkt derselben Kategorie, die Dir die Hälfte der Arbeit abnimmt. Der Aufwand für die Tabelle beträgt beim ersten Mal zwanzig Minuten, danach fünf je Produkt.

Die Kurzfassung

Etsy veröffentlicht keine Suchvolumina. Alle Zahlen in Werkzeugen sind Hochrechnungen, brauchbar als Vergleich, nicht als Messwert.

Vier kostenlose Quellen decken die Recherche ab: Suchvorschläge, Kategorienavigation, Ergebnisliste und die eigene Shop-Statistik.

Die eigene Statistik ist die beste Quelle, weil sie echte Zahlen zu Deinem Shop zeigt. Sie ersetzt kein Werkzeug, kein Werkzeug ersetzt sie.

Sortiere die gefundenen Phrasen nach Absicht, nicht nach vermutetem Volumen. Genaue Anfragen mit klarer Kaufabsicht sind für die meisten Shops das realistische Ziel.

Wiederhole den Statistikblick alle vier bis sechs Wochen, die vollständige Recherche zweimal im Jahr und vor der Saison.

Mein Fazit zur Keyword-Recherche auf Etsy

Die beste Keyword-Quelle für Deinen Shop ist Dein Shop.

Alles andere sind Näherungen. Suchvorschläge zeigen, was Menschen allgemein eintippen. Werkzeuge zeigen Hochrechnungen. Die Ergebnisliste zeigt, was Wettbewerber tun. Nur die eigene Statistik zeigt, was tatsächlich mit Deinen Artikeln passiert, und sie kostet nichts.

Was ich in der Praxis für den größten Fehler halte, ist die Reihenfolge. Sehr viele Verkäufer starten mit einem Werkzeug, bauen darauf eine Liste und schauen nie in die eigenen Zahlen. Dabei liegt dort die einzige Information, die niemand anderes hat.

Und der zweite Punkt, den ich unterschätzt sehe: Recherche ohne Kontakt zu echten Menschen bleibt Spekulation. Drei Fragen an Bekannte, wie sie nach Deinem Produkt suchen würden, korrigieren mehr als eine Stunde vor einem Werkzeug. Die Antworten sind unbequem, weil sie zeigen, wie weit die eigene Sprache von der Sprache der Käufer entfernt ist. Genau deshalb sind sie wertvoll.

Häufige Fragen zur Keyword-Recherche

Woher weiß ich, ob ein Begriff überhaupt gesucht wird? Wenn er in den Suchvorschlägen von Etsy auftaucht, wird er gesucht. Diese Vorschläge beruhen auf echten Anfragen. Ein Begriff, der auch nach mehreren Buchstaben nie vorgeschlagen wird, hat vermutlich zu wenig Nachfrage, um eine Rolle zu spielen.

Sollte ich in der deutschen oder englischen Storefront recherchieren? In der, in der Deine Käufer suchen. Wenn Dein Umsatz überwiegend aus Deutschland kommt, recherchierst Du auf Deutsch. Wenn ein zweiter Markt spürbar beiträgt, machst Du eine eigene Runde für diese Sprache.

Warum tauchen in meiner Statistik Begriffe auf, die ich nirgends hinterlegt habe? Weil Etsy nicht buchstabengenau abgleicht. Wortformen, Teilphrasen und verwandte Formulierungen können Deinen Artikel in eine Ergebnisliste bringen. Solche Funde sind wertvoll, sie zeigen, wie Menschen Dein Produkt einordnen.

Wie viele Begriffe sollte ich am Ende in der Liste haben? Für ein Listing brauchst Du fünfzehn bis sechzehn. Sammle vierzig bis sechzig, damit die Auswahl eine Auswahl ist. Was übrig bleibt, ist der Vorrat für das nächste Produkt derselben Kategorie.

Kann ich die Recherche einmal machen und dann für alle Produkte nutzen? Teilweise. Produkt- und Kategoriebegriffe übertragen sich, Anlässe und Empfänger meistens auch. Was sich nicht überträgt, sind die konkreten Merkmale: Material, Größe, Motiv. Rechne mit siebzig Prozent Übernahme und dreißig Prozent Neuarbeit.

Was mache ich, wenn meine Statistik fast leer ist? Dann arbeitest Du mit den anderen drei Quellen und wartest ab. Ein neuer Shop hat schlicht noch keine eigenen Daten. Nach vier bis acht Wochen mit eingestellten Artikeln sammeln sich die ersten Begriffe an, und ab dann wird die Statistik zur Hauptquelle.

Hilft es, Begriffe von erfolgreichen Shops zu übernehmen? Als Ideenquelle ja, als Kopiervorlage nein. Ein etabliertes Listing rankt auch über seine Historie. Dieselben Begriffe in einem neuen Listing bedeuten direkte Konkurrenz mit einem stärkeren Gegner. Der bessere Zug ist die Lücke, die diese Shops offenlassen.

Muss ich für jedes Listing einzeln recherchieren? Für jedes Produkt ja, für jede Variante nicht. Fünf Farbvarianten desselben Schildes teilen sich die Recherche und unterscheiden sich nur in wenigen Begriffen. Fünf verschiedene Produkte brauchen fünf Runden.

Häufige Fragen

Brauche ich ein kostenpflichtiges Tool für die Etsy-Keyword-Recherche?

Nein. Die Suchvorschläge von Etsy, die Kategorienavigation, die Ergebnislisten und die eigene Shop-Statistik decken die Recherche vollständig ab. Werkzeuge beschleunigen das Sammeln und liefern Vergleichswerte, ersetzen aber keine dieser Quellen.

Wo sehe ich, über welche Suchbegriffe mein Shop gefunden wird?

In der Shop-Statistik im Bereich zur Sichtbarkeit in der Etsy-Suche. Dort zeigt Etsy die Suchanfragen, bei denen Deine Artikel angezeigt wurden, samt Anzeigen und Klicks. Das ist die einzige Quelle mit echten Zahlen zu Deinem eigenen Shop.

Veröffentlicht Etsy Suchvolumina?

Nein. Etsy nennt keine Zahlen dazu, wie oft ein Begriff gesucht wird. Alle Suchvolumina, die Werkzeuge ausweisen, sind Hochrechnungen aus eigenen Datenquellen. Als Vergleich zwischen zwei Begriffen sind sie brauchbar, als absolute Größe nicht.

Wie viele Suchbegriffe brauche ich je Produkt?

Für ein Listing brauchst Du mindestens fünfzehn brauchbare Phrasen, zwei bis drei für den Titel, dreizehn für die Tags. Sammle in der Recherche das Drei- bis Vierfache, damit Du auswählen kannst statt aufzufüllen.

Sind die Suchvorschläge von Etsy für jeden gleich?

Nicht vollständig. Sprache und Länder-Storefront beeinflussen die Vorschläge, teils auch das eigene Verhalten. Recherchiere deshalb in der Sprache und im Storefront, in dem Deine Käufer suchen, und wenn möglich in einem Fenster ohne angemeldetes Konto.

Wie erkenne ich, ob ein Suchbegriff zu umkämpft ist?

Die Zahl der Ergebnisse zu einer Anfrage ist ein grober Anhaltspunkt. Aussagekräftiger ist der Blick auf die ersten Treffer: Wenn dort ausschließlich Shops mit vierstelligen Verkaufszahlen stehen, ist der Begriff für ein neues Listing kein realistisches Ziel.

Wie oft sollte ich die Recherche wiederholen?

Für laufende Listings reicht ein Blick in die Shop-Statistik alle vier bis sechs Wochen. Eine vollständige Neurecherche lohnt bei neuen Produkten, bei deutlich veränderten Zahlen und vor der jeweiligen Saison.

Offizielle Quellen

Alle Angaben in diesem Beitrag stützen sich auf die offizielle Etsy-Dokumentation. Etsy kann Regeln und Gebühren jederzeit ändern. Im Zweifel gilt immer die Originalquelle.

Fragen zu Deinem Etsy Shop?

Schreib mir kurz, wo Dein Shop steht. Ich schaue ihn mir an und sage Dir, wo die größten Hebel liegen.