12.3Designs erstellen, ohne fremde Rechte zu verletzen25 Minuten
Auflösung, Format, Farbraum, Druckfläche
Danach hast Du: Du kennst die technischen Vorgaben für Deine Produktarten und hast Deine Arbeitsdatei richtig angelegt.
Dieser Abschnitt ist noch zu
Der Kurs baut aufeinander auf: Jeder Abschnitt setzt voraus, was in den vorigen entschieden wurde. 12.3 öffnet sich, sobald alles davor abgeschlossen ist.
Du stehst gerade bei .
Diese Angaben sind anbieter- und produktabhängig, die Größenordnung gilt aber überall. Sie einmal richtig zu setzen, erspart Dir, ein Motiv zweimal zu bauen.
Die vier Vorgaben
| Angabe | Vorgabe | Warum |
|---|---|---|
| Auflösung | 300 dpi in Enddruckgröße | darunter wird der Druck unscharf, besonders an Buchstabenkanten |
| Dateiformat | PNG mit echter Transparenz | JPG hat keinen transparenten Hintergrund, siehe 12.4 |
| Farbraum | RGB | die Anbieter rechnen selbst um, wer vorher wandelt, verschenkt Farbraum |
| Rand | Abstand zur Kante der Druckfläche | der Druck ist nicht millimetergenau positioniert |
Die Rechnung: von Zentimetern zu Pixeln
Zentimeter geteilt durch 2,54 mal 300 gleich Pixel.
Beispiel: 38 cm Druckbreite. 38 geteilt durch 2,54 sind 14,96 Zoll. Mal 300 ergibt rund 4.490 Pixel.
| Produkt | Druckfläche etwa | Pixel bei 300 dpi |
|---|---|---|
| T-Shirt, Brust | 38 × 46 cm | 4.500 × 5.400 |
| Hoodie, Brust | 30 × 40 cm | 3.550 × 4.720 |
| Tasse, umlaufend | 20 × 8,5 cm | 2.360 × 1.000 |
| Poster A3 | 29,7 × 42 cm | 3.510 × 4.960 |
| Beutel | 30 × 35 cm | 3.550 × 4.130 |
Die tatsächliche Druckfläche steht im Katalog Deines Anbieters, je Produkt und je Druckerei. Sie unterscheidet sich, und bei Textilien zusätzlich je Größe.
Nimm die Werte aus dem Katalog, nicht aus dieser Tabelle. Sie steht hier, damit Du die Größenordnung kennst und die Rechnung nachvollziehen kannst.
Der Fehler, der am meisten kostet
Ein Motiv, das mit 800 Pixeln entworfen wurde, sieht am Monitor gut aus. Auf 4.500 Pixel gezogen wird es im Druck matschig, besonders an den Kanten von Buchstaben.
Hochskalieren fügt keine Informationen hinzu. Wer mit 800 Pixeln anfängt und später auf 4.500 zieht, fängt von vorne an.
Wer in einem Vektorprogramm arbeitet, hat dieses Problem nicht. Vektoren lassen sich beliebig skalieren, und der Export in die Zielgröße ist ein Klick.
Bei Textmotiven ist das der natürliche Weg: Schrift ist von Haus aus vektorbasiert. Erst beim Export entsteht ein Pixelbild.
Der Farbraum
Warum nicht CMYK
CMYK ist der Farbraum des klassischen Vierfarbdrucks und kleiner als RGB. Wer vorher umwandelt, verliert Farben, die die Druckmaschine hätte darstellen können.
Die Anbieter rechnen selbst um, mit Profilen, die zu ihren Maschinen passen.
Was Du stattdessen tust
In RGB arbeiten und exportieren, am besten im Profil sRGB.
Und die Erwartung anpassen: Sehr leuchtende Farben lassen sich im Textildruck nicht erreichen. Ein Neonton am Bildschirm wird gedruckt immer matter.
Der Rand
Die Druckmaschine positioniert nicht millimetergenau, und ein Textil liegt nicht bei jedem Exemplar exakt gleich auf. Ein Motiv, das die Druckfläche vollständig ausfüllt, kann angeschnitten werden.
Halte ringsum Abstand. Bei Textilien ist das kein Nachteil: Ein Motiv, das ohnehin die volle Fläche füllt, wirkt meist überladen, siehe 12.2.
Die Exportprüfung
- Format ist PNG, nicht JPG.
- Der Hintergrund ist transparent, nicht weiß, siehe 12.4.
- Die Pixelmaße entsprechen der Enddruckgröße bei 300 dpi.
- Der Farbraum ist RGB.
- Ringsum ist Abstand zur Kante.
Je Motiv ein Ordner mit drei Dateien: die Arbeitsdatei mit Ebenen, die Druckdatei als PNG in Enddruckgröße, und die Notizdatei mit Schriften, Elementen und Lizenzen, siehe 12.10.
Die Arbeitsdatei ist zugleich Dein Nachweis für die Originalität, siehe 1.4. Sie zu behalten kostet Speicherplatz und kann Dir eine Auseinandersetzung ersparen.
Aufgabe
Deine Arbeitsdatei anlegen
Noch 4 Schritte offen.
Diesen Abschnitt hast Du schon abgeschlossen.
